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Kundenrezension

am 15. Juli 2011
...so...oder so." Die Erzählstimme der 14jährigen Mattie Ross(Hailee Steinfeld) sorgt gleich für klare Verhältnisse. So wie schon der berühmte Vorgänger aus dem Jahr 1969 -Der Marshal-, mit John Wayne in der Hauptrolle, halten sich die Coen-Brothers eng an die Vorlage der Novelle von Charles Portis. Die Geschichte ist prädestiniert, für einen Edelwestern, in dem Härte, Anstand, Moral, Rache und Selbstaufgabe die führenden Parts der Geschichte übernehmen. Die Coen-Brothers an so einen Stoff heranzulassen und die Hauptrolle mit Jeff Bridges zu besetzen, ja...das ist ein Experiment. Ihre angeraute, leicht "schmuddelige" Version der Story ist, jedenfalls wenn sie mich fragen, atemberaubend gut gelungen. Bedenken sie jedoch: Ich bin ein ausgewiesener Coen-Brothers-Fan.

Der Vater von Mattie wird von dem Ganoven Tom Chaney(Josh Brolin) erschossen. Chaney setzt sich ab und Mattie will einen Marshal anheuern, damit der Tod des Vaters gerächt wird. Allerdings hat niemand besonderes Interesse im Auftrag einer 14jährigen einen gefährlichen Verbrecher zu jagen. Doch Mattie ist nicht nur klug, sondern auch hartnäckig. Sie beschafft sich das nötige Geld und findet in dem versoffenem, beinharten, einäugigen Marshal Rooster Cogburn(Jeff Bridges) "ihren" Mann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzt sich Cogburn auf Chaneys Fährte. Dabei begleitet ihn nicht nur Mattie, sondern auch der Texas Ranger La Boeuf(Matt Damon), der es ebenfalls auf Chaney abgesehen hat. Der Ganove reitet mittlerweile in der Bande von Lucky Ned Pepper(Barry Pepper) und es ist nur schwer an ihn heranzukommen. Aber ein geschniegelter Texas Ranger, ein fast abgestürzter Marshal und ein Mädchen mit festen Moralvorstellungen sind ein Trio, das zu einigem fähig ist...

Was für eine wunderbare Geschichte! Die war mit John Wayne hervorragend und ist es mit Jeff Bridges ebenso. Die Coens spielen wieder einmal auf Saiten, die nicht alle im Filmgeschäft zum Klingen bringen. Ihre Kulisse ist manchmal so karg und puristisch, wie Cogburns Klamotten; aber alles passt zusammen. Die Erzählspur findet schnurgerade ihren Weg und am Schluss tauchen die Brüder ihr Filmende in eine magisch-luminesziernde Kameraeinstellung, die ihresgleichen sucht. Begleitet von herrlich trockenen Dialogen und schrägen, kleinen Details finden Cogburn, La Boeuf und Mattie dabei ganz schnell den Weg in die Herzen der Zuschauer.

Jeff Bridges ist ein Glücksfall für die Rolle des Rooster Cogburn. Wenn er, schwer angetrunken, versucht einigermaßen galant vom Pferd abzusteigen, wäre das für mich schon eine Oscarnominierung wert. Doch Bridges bringt nicht nur den Trinker, sondern auch den scharf kalkulierenden "Scharfrichter" Cogburn perfekt. All das, was Gerechtigkeit ausmacht, steckt ganz tief in diesem Wrack von Mensch. Matt Damon ist als Texas Ranger La Boeuf kaum zu erkennen und ein brillianter Gegenpart zu Bridges. Ein ganz dickes Plus notiere ich für Hailee Steinfeld. Sie ist der zentrale Mittelpunkt der Geschichte. Dabei sorgt auch die gute deutsche Synchronisation dafür, dass Matties Erzählstimme uns in der Story bannt.

Natürlich wäre ein Coen-Film kein Coen-Film, wenn es nicht auch Kritiker gäbe, die das alles völlig anders sehen. Ihr gutes Recht. Ich persönlich kann mich da nicht anschließen. -True Grit- hat mich von den Bildern, der Geschichte und den Darstellern komplett überzeugt. Ich kann mich da zwar nicht als völlig objektiv bezeichnen, zu sehr haben mich Filme wie -Fargo, The Big Lebowski oder Arizona Junior- in den Bann gezogen. Nach einigen, für mich nicht ganz so überzeugenden Produktionen haben sich die Coens mit -True Grit- der Qualität dieser Filme wieder angenähert. Eigenwilliges, komisch-ernsthaftes Kino der Extraklasse. Unbedingt empfehlenswert!
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