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Kundenrezension

am 18. Oktober 2013
Rosemarie und Guy Woodhouse besichtigen eine Wohnung in einem von ihnen begehrten Haus in New York und erhalten tatsächlich den Zuschlag. Daraufhin ereignet sich so einiges im Leben des jungen Paares: Sie lernen die freundlichen aber aufdringlichen Nachbarn kennen, Guy erhält nach einer beruflichen Flaute endlich eine bedeutende Theaterrolle und Rosemarie wird schwanger. Doch diese Schwangerschaft (und auch die Zeugung) werden noch von immer merkwürdigeren Umständen begleitet...

Ich verrate nicht viel mehr, auch wenn die Geschichte wohl auch durch die berühmte Verfilmung von Roman Polanski allgemein bekannt ist. Es ist eine Art satanisches Gruselmärchen, dass sich mitten in New York abspielt. Und dazu noch ein unglaublich gutes.

Was die unheimliche Atmosphäre ausmacht sind die schleichenden Veränderungen in Rosemaries Leben, die am Anfang als normal oder nicht so schlimm abgetan werden, die aber zunehmend an Körper und Geist gehen, bis am Ende der eigentliche, grauenvolle Zweck ihrer Schwangerschaft aufgeklärt wird. Auch schafft es der Roman, zwischen der Hauptfigur Rosemarie und dem Leser eine Beziehung aufzubauen. Letztendlich hat man doch Mitleid mit ihr: Sie versucht, als werdende Mutter, Ehefrau und Nachbarin alles richtig zu machen. Sie ist dabei einzig und allein angewiesen auf Fremde, die sich ihr mit allerlei Gefälligkeiten aufdrängeln und auf einen Ehemann, der sich immer mehr von seinem ehemaligen Ich entfernt.
Dabei wird Ihre Perspektive stets eingehalten. Zwar wird nicht aus der Ich-Perspektive erzählt, doch stets bekommen wir mit, was Rosemarie erlebt. Das heisst, was ihr Mann oder ihre Nachbarn tun, wenn sie nicht dabei ist, bleibt im Dunkeln. Auch das schafft ein Gefühl der Verunsicherung, wie sie eben auch Rosemarie durchmachen muss.
Man versteht auch, dass sie so manchen seltsamen Vorschlag scheinbar kompetenter Experten annimmt, wenn es um das Wohl ihres ungeborenen Kindes geht, sie weiss es als "Anfängerin" nunmal nicht besser. Wohin das Ganze letztendlich führt ist wirklich eindrucksvoll und gruselig verfasst. Denn was das Buch auch fesselnd macht ist, dass er sich nicht gänzlich wie ein Fantasyroman liest (das vielleicht erst in den letzten ein, zwei Kapiteln), sondern wie eine Geschichte, wie sie sich theoretisch eben in unserer Welt abspielen könnte.
Auf Details will ich nicht eingehen, die lernt man am besten selber kennen.

Zur Buchausgabe, die ich gelesen habe: Es ist diese von 1975 und ich kenne leider nur diese deutsche Ausgabe, daher kann ich nicht beurteilen, ob sie dem englischen Originaltext gerecht wird.

Fazit: Ein absolut empfehlenswerter, eher subtiler Horrorroman und zurecht ein Klassiker.
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