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Kundenrezension

28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wirr, wirrer, Steppenwolf, 19. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Steppenwolf (Broschiert)
Um es vorweg zu nehmen: mir hat das Buch schon damals nicht gefallen, als ich es im Deutsch LK lesen musste. Inzwischen habe ich jedoch meinen Frieden mit Hesse gemacht, einige Werke gefallen mir sogar außerordentlich gut. Also griff ich 35 Jahre später nochmal zu, als ich das Buch beim Händler im Regal erblickte (vielleicht auch in der rührenden Hoffnung, endlich alt, reif und belesen genug zu sein, um es zu verstehen..). Weit gefehlt. Offenbar habe ich mich in den letzten Jahrzehnten nicht sonderlich entwickelt, denn ich erinnerte mich genau des seltsamen Frusts, der mich bei der Lektüre ergriff. Hesse jagt seinen Helden (der stark autobiographische Züge trägt) durch eine tour de force seltsamer Episoden und Erlebnisse, die keinen Sinn ergeben. Ein Maskenball, Tanzunterricht, ein surrealistisches Theater, alles gewürzt mit Psychoanalyse, Antroposophie, Metaphysik, einem Schuss buddhistischer Weisheit, Sozialkritik und zu guter Letzt sexuellen Erlösungsphantasien eines alternden Mannes. Harry lernt sonderbare Menschen kennen - hauptsächlich junge und schöne Frauen -, die, ich vermute es, sämtlich Alter Egos von ihm selbst sind. Ob diese Interpretation stimmt... keine Ahnung. Man ahnt: jeder Satz ist mit Bedeutung aufgeladen, alles kommt extrem tiefsinnig daher, aber man entdeckt sie nicht, die Botschaft. Zumindest ich nicht. Vielleicht war ich damals zu jung, um sie zu finden, und heute bin ich zu alt. Soll ja häufiger im Leben so sein.
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Von 3 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.07.2011 10:47:15 GMT+02:00
Andre Wagner meint:
Vielleicht sind Sie damals nicht zu jung gewesen und jetzt auch nicht zu alt... vielleicht hat das Buch einfach zu wenig mit Ihrem Leben, Ihrer Persönlichkeit, Ihrem Empfinden zu tun? Gerade bei Romanen mit autobiographischen Zügen ist das wichtig, so zumindest meine Erfahrung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2011 13:40:51 GMT+02:00
Wahrscheinlich haben Sie recht. Das Esoterische liegt mir nicht besonders. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass man heute ein wenig übersättigt von solchen Themen ist - kein Tatort, in dem nicht die "Sinnfrage" gestellt wird - und vergisst, dass das Buch in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geschrieben wurde. Damals vermutlich ein Wagnis. Trotzdem liest sich diese Melange für mich wie ein "Psycho-Brei."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2012 13:10:46 GMT+02:00
Auch wenn die Kundgabe Ihrer Meinung vollstens legitim und sogar wertvoll ist, so möchte für den Interessenten doch einige Aspekte Ihrer Kritik etwas aufschließen. Das, was sie etwas pejorativ als "Psycho-Brei" bezeichnen, ist von einer psychoanalytischen Tiefe, wie sie, gerade in Bezug auf Harrys Beziehung zu Maria, die augenscheinlich ein 'Introjekt' seiner Mutter darstellen soll bzw. dessen Kontrapunkt, finden wir erst 1980, fast 60 Jahre später bei Alice Miller. Auch Harrys Bild von Goethe, dass in seiner Subjektivität zwar wahrscheinlich näher an dem tatsächlichen, objektiven Goethe ist, als es jenes des Malers es war, legt eine Kernfrage des Buches offen, undzwar in wiefern sich individuelle Lebensanschauung in Bezug zur Realität der Dinge überhaupt bewerten lässt, da der Idealismus aus dem Wesen einer Person folgend eine Bewertung dieser implizieren müsste. Ausweg aus diesem Dilemma ist der liberalistische / relativistische Standpunkt Hallers gegen Ende des Buches, der das Leben des Momentes frei von Wertbezügen betont und - weiter noch - die Diskrepanz zwischen Meinungen und Personen und deren, mitunter desaströse gesamtgesellschaftliche Konsequenzen, als notwendige Bedingung einer Realität erkennt, die autoprozessiv, das heißt selbstbasierend ist. Dies zu negieren bedeutet den eigenen Existenzzweck zu begatellisieren und einem unglücklichen Zufall in die Schuhe zu schieben, wie es Haller zu Beginn ja noch vertritt. Das solche Philosophien esoterisch sind, nur weil sie neuzeitlich gerne mit pseudospiritistischen Vereinigungen assoziert werden ist zu bestreiten; derartiges Gedankengut finden wir nicht nur im Orient, sondern auch in bestimmten Entwicklungsstufen okzidentalischer Kultur, wie in bestimmten Kreisen des antiken Griechenlands. Derartiges mathematisch auszudrücken ist auch die Wissenschaft nicht mehr fern.

Lange Rede, kurzer Sinn - für mich hat das Buch prophetischen Charakter (ich bin selbst 18). Verstehen Sie es aber bitte nicht als Kritik an Ihrer Person, ich denke eine solche wäre im Übrigen gegen den Geist des BUches....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2012 01:31:12 GMT+02:00
Papageno meint:
Respekt fuer diesen Kommentar wenn Sie a) tatsaechlich erst 18 sind und b) den Kommentar - Text nicht (weitgehend) woanders abgeschrieben haben.

Beeindruckend!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2012 09:37:17 GMT+02:00
Lieber Abiturient,
wahrscheinlich haben Sie das Buch aufmerksamer gelesen und besser verstanden als ich. Respekt. Warum sollte ich eine andere Meinung als persönliche Kritik auffassen? Mir ist durchaus bewusst, dass dieses Buch glühende Anhänger hat; schon damals stand ich mit meiner Meinung ziemlich allein da.
Allerdings haben solche Interpretationen wie Ihre damals dazu geführt, dass ich beschlossen habe, doch lieber Informatiker zu werden :-)

Veröffentlicht am 13.02.2013 11:17:39 GMT+01:00
Der Kojote kommt zurück

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.02.2013 16:10:11 GMT+01:00
Egypt meint:
Das war sicher die richtige Entscheidung!
Ich habe damals den Steppenwolf auch nicht verstanden.
In den 60 er Jahren war es das meistverkaufte Buch in USA aus der deutschen Literatur. Warum? Das wird mir immer ein Rätsel bleiben. Lag wahrscheinlich am LSD.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.04.2013 03:24:49 GMT+02:00
R. Spielmann meint:
Dann wissen Sie anscheinend nicht, was in den 60er Jahren los war....außer LSD-Konsum.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2014 13:14:14 GMT+01:00
Szazira meint:
Werbung für ein BoD-Buch kann man a) besser und b) seriöser gestalten. Zum Beispiel ein Hinweis, dass sich der Autor erlaubt einen inoffiziellen zweiten Teil von Hermann Hesses Steppenwolf geschrieben zu haben und eine kurze Inhaltsangabe.
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