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Kundenrezension

am 25. September 2010
Camille Saint Saëns auf seinen "Karneval der Tiere", den "Danse macabre" oder das erste Cellokonzert zu reduzieren, ist bestimmt nicht zulässig. Schließlich gehört er zu den wenigen Komponisten der Romantik, dem es stets leicht fiel, schöne Melodien zu finden. Außerdem ist er einer der produktivsten Komponisten der ausgehenden Romantik gewesen.
Seine fünf Klavierkonzerte legen Zeugnis über sein großes Talent ab, weitschweifige, melodische Bögen zu finden und diese in einnehmende Leidenschaft zu tauchen. Weiterhin zeigen sie uns einen Komponisten, dem die klassische Formanlage des Klavierkonzerts nicht mehr ausreicht, der mit der Vorgabe spielt und diese originell variiert.

Sein erstes Klavierkonzert in D Dur op. 17 ist ein frühes Meisterwerk. Es ist nicht nur die prächtige Einleitung des Kopfsatzes und dessen melodiöse Schönheit, sondern vor allem das tiefsinnige Adagio des zweiten Satzes, was in seinen Bann zieht. Als Finale wählt Saint Saëns einen feurigen Kehraus, der zwar den Bezug zu den vorigen beiden Sätzen etwas vermissen lässt, für sich genommen allerdings überzeugt.

Bekannter hingegen ist das zweite Konzert in g moll op. 22. Interessanterweise setzt der französische Tonsetzer anstelle des schnellen Kopfsatzes ein ausgedehntes, lyrisches Andante, das sogleich berückt. Beliebt ist dieses Konzert insbesondere wegen seines flinken Scherzos, das an zweiter Stelle steht vor einem rauschenden Finale, dessen Kern voller Bitterkeit und Härte steckt.

Das üppigste Konzert ist das dritte in Es Dur op. 29. Es beginnt mit einer gehaltvollen Einleitung zu einem majestätischen, aber nie plumpen Kopfsatz, der wieder durch seine Vielfalt und seinen Abwechslungsreichtum entzückt. Der langsame Satz ist nur wenig gemessener, spendet kaum Ruhe, dafür aber einige heilsame Momente. Schließlich wartet Saint Saëns mit einem leichteren Finale auf, das dem Werk den letzten Schliff gibt.

Am populärsten geworden ist das vierte Klavierkonzert in c moll op. 44. Es ist auch eines der wenigen Werke des französischen Komponisten, das sich bis heute einigermaßen in den Konzertsälen der Welt halten kann. die Anlage ist nur zweisätzig. Im ersten Satz verwebt Saint Saëns gekonnt Kopfsatz und langsamen Satz miteinander. Dieser Satz ist voller Trauer und Tiefsinn, kennt keine Linderung. Auch im zweiten bedarf es erst einem getragenen Intermezzo in die Wut, bis versöhnlichere Elemente eingestreut werden und dieses grandiose Konzert gelungen abrunden.

Bevor Saint Saëns sein letztes Konzert schrieb, komponierte er zwei Charakterstücke für Klavier und Orchester, nämlich den sogenannten "Wedding Cake" op. 76 - einen legeren, warmen Walzer - und die "Africa Fantaisie" op. 89 - ein pittoreskes Stück voller Emotion und Leidenschaft.

Saint Saëns war ein Weltenbummler. Besonders Afrika hatte es ihm besonders angetan. Sein fünftes und letztes Klavierkonzert F Dur op. 103 entstand auf einer dieser Exkursionen, weswegen das Werk den Beinamen "Ägyptisches" trägt, wobei es freilich mit Ägypten nichts am Hut hat. Vielmehr steckt das Werk voller pastoraler und lyrischer Elemente. Der Kopfsatz strotzt vor Kraft und Vitalität. Leider verzichtet Saint Saëns auf einen wirklich langsamen Satz. Das Finale jedenfalls ist wieder geglückt und wunderbar anzuhören.

Die Darbietung durch den französischen Pianisten Jean Philippe Collard und dem Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von André Previn ist perfekt, da sie transparent und farbenreich ist. Den typisch leidenschaftlichen Habitus der Werke erfassen die Akteure punktgenau. Collards Anschlag ist lyrisch fühlend. Zusammen mit Previns punktgenau akzentuiertem und bunt nuanciertem Dirigat - und der hervorragenden Aufnahmequalität - entsteht eine Aufnahme, die beweist, dass die fünf Klavierkonzerte zu den besten Werken Saint Saëns' gehören.
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