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Kundenrezension

am 22. Juli 2007
Happy Feet ist etwas Besonderes. Eine Mischung aus Musical und Utopie.
Das besondere daran ist, dass er nicht dem klassischen Schema des Animationsfilms entspricht. Der Held ein kleiner Kaiserpinguin, der mit seinem "Anderssein" von Anfang an auf Vorurteile und Isolation trifft. Grund, die Kultur der Pinguine bedient sich des Gesangs als zentralem Element der Kommunikation und des eigenen emotionalen Ausdrucks. Mumble, der Held, wird aber ohne eine erträgliche Gesangsstimme geboren, jedoch mit der gleichen Liebe zu Rythmus und Melodie wie alle anderen. Statt still und ruhig sein Lied zu finden, muss er mit seinen Füßen den Takt und den Rythmus aufnehmen und sich "frei und froh" tanzen.
Das ist aber nicht Pinguinart. So kommt es, dass er als pubertierender Pinguin beim ersten Werben um seine "große Liebe" keinen Stich landen kann und alleine zurückbleibt. Hier lernt er bei einer Flucht vor einem gefräßigen Seehund eine andere Pinguinspezies kennen, genau genommen eine Gruppe gleichaltriger "Hispano-Machos", die aber ein großes Herz, viel Witz und vor allem größte Achtung vor seinen Fähigkeiten haben und ihn in ihrer Clique aufnehmen. Um ihm bei seinem Liebeskummer zu helfen, unterstützen sie ihn beim nächsten Zusammentreffen mit der Angebeteten und versuchen es über eine echt abgefahrene Playbacknummer, die aber kläglich auffliegt. Um der zutiefst enttäuschten Flamme doch noch ein Gefühl für sich abzuringen, legt er alle Leidenschaft und Inbrunst in seinen Stepptanz und ... er kann sie gewinnen.
Alle jugendlichen Kaiserpinguine schließen sich dem neuen Lebensgefühl an und ziehen zum Stamm und den Brutstätten tanzend zurück, wo es zu einer großen Auseinandersetzung mit den Stammesältesten kommt, die diese letztendlich für sich entscheiden und indem sie die Schuld für die seit Jahren sich verschlimmernde Futternot in Mumbles "Andersartigkeit" sehen. Als sich auch noch sein eigener Vater gegen ihn stellt, bricht etwas in Mumber. Der Vater ist davon überzeugt,da er in der Brutzeit mal nicht auf das Ei (Mumble noch nicht geschlüpft) aufpasste , Verursacher von dessen "Andersartigkeit" zu sein und geplagt von einem schlechten Gewissen, glaubt er Mumble müsste sich so ändern, dass alle anderen Pinguine keinen Anstoss an ihm nehmen und die Futternot dadurch wieder abgewendet wird.
Mumble kann und will sich aber nicht ändern und wird von den Ältesten verbannt, doch er schwört, dass er die wahren Gründe für die Futternot finden wird und beschließt die "Aliens" dafür aufzusuchen, wo er die wahre Ursache der Futternot vermutet. Die Aliens sind letztendlich die Menschen und eine neuer Abschnitt des Films beginnt, der nun mehr einen Touch in Richtung Anklage gegen die Ignoranz unserer Spezies bekommt und sich stärker in eine Utopie verwandelt, bzw. in ein modernes Märchen und ... mehr möchte ich nicht verraten. Ab hier hat der Film mit der üblichen Animationskost nur noch wenig zu tun.
Zum Thema FSK: Puh, einige haben hier geschrieben, dass sie den Film nicht der FSK-Freigabe entsprechend finden. Das ist denke ich weitestgehend richtig. Der Handlungsfaden wird teilweise sehr komplex und auch recht bedrückend und teilweise grausig.
In manchen Sequenzen ist der Film mit Sicherheit eher FSK:12 als ohne oder FSK:6 Jahre.
Prinzipiell setze ich meine Kinder aber sowieso nicht alleine vor einen Film. Jeder Film wird gemeinsam geschaut, auch die ohne FSK. Manche schaue ich auch erst mit meiner Frau vorher an und wir entscheiden dann, ob ein Film für unsere Kinder überhaupt geeignet ist.

Mumble habe ich mit meiner Tochter (sechs Jahre) zusammen angeschaut und ich musste an einigen Stellen anhalten und wir haben erstmal darüber gesprochen.
Sie liebt Mumble, war aber eindeutig an diversen Stellen überfordert.
Daher mein Tip, auf keinen Fall für Kinder unter 6 Jahre und schon garnicht alleine. Ab 10 bis 12 Jahren sollten Kinder das Thema allein verarbeiten können.

Rein als Filmwerk, also Bild, Ton und Animation sowie Story und Umsetzung daher 5 Sterne. Die FSK ist aber nicht zutreffend.

Was ich am bemerkenswertesten finde: George Miller hätte ich nach seinen Mad Max Streifen nie so einen feinfühligen Film zugetraut.
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