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Kundenrezension

am 21. Oktober 2011
Ein hervorragendes Buch, von dem ich überaus positiv überrascht bin und welches ich in einem Rutsch mit sehr grossem Vergnügen durchgelesen habe.
Erwartet, bzw befürchtet, hatte ich aufgrund des sehr bissigen Titels und einem vorab in einer Zeitung abgedruckten Auszug sehr viel sehr ätzenden Sarkasmus und jede Menge Plattheiten, tatsächlich aber handelt es sich durchweg um einfach nur äusserst zutreffende Beobachtungen einer klugen und vor allem auch (selbst-)reflektierten Journalistin, die zwar mit ironischer Distanz schreibt, aber letztendlich auch nichts dafür kann, wenn vieles von dem, was sie im Prenzlauer Berg vorfindet,von aussen betrachtet einfach nur Realsatire ist. Ist man allerdings in irgendeiner Form in PB involviert, ist es oft nicht mehr ganz so lustig.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin selbst Mutter mehrerer Kinder ist und man ihr deshalb nicht vorwerfen kann, sie wolle nur ihren Frust ablassen und hätte wegen ihrer Kinderlosigkeit sowieso keine Ahnung, was das Muttersein heisst und was es für Anforderungen mit sich bringt.

Ausserdem hat sie früher in Prenzlauer Berg gelebt, ist aber vor 10 Jahren ins Berliner Umland gezogen und kann so darüber berichten, was sich im Vergleich zu früher verändert hat und was verloren gegangen ist. Hierbei handelt es sich keineswegs um schlichte allgemeine Abneigung dagegen, dass Zeiten und Orte sich ändern und auch nicht um rosarote Ostalgie, sondern um eine Analyse dessen was passiert, wenn eine zahlenmässig grosse und vor allem solvente Gruppe von Menschen ihre Definition vom guten Leben rücksichtslos in einem relativ kleinen, ursprünglich heterogenen Gebiet durchsetzt.

Interessant ist aber vor allem die Frage, wie es denn nun weitergehen wird im Prenzlauer Berg und ähnlichen Gebieten in anderen Städten.
Wenn ein ganzer Bezirk kollektiv in der Familienphase ist, wird diese auch kollektiv beendet sein. Zuerst aber kommen diese ganzen vielversprechenden anspruchsvollen 'me first'-Kinder, denen nie nennenswerte Grenzen gesetzt wurde und die aufgewachsen sind, ohne das sie von alten, armen, ungebildeten, stillosen oder gar dicken Menschen behelligt wurden, kollektiv in die Pubertät. Und wie das dann abläuft bleibt abzuwarten. Ein Kollege kommentierte seine Vison dessen, was sich dann abspielen wird jedenfalls mit einem wohlig-gruselnden: 'Boah, dann wird das da ein echt asozialer Bezirk.'
Und dann? Dann sinken irgendwann die Mieten......
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