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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 27. Oktober 2013
Dieses Buch des Wiener Strategieberaters Gerhard Scheucher ist das dritte in einer Serie zum Phänomen des Scheiterns und der Kunst des Wiederaufstehens.

Die Ankerpunkte in seinem Buch sind die Geschichten um bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten deren Biographien durch Elemente des Scheiterns geprägt sind.Sie handeln von Schul- oder Studienabbrechern wie Richard Branson, Mick Jagger und Steve Jobs, aber auch von dem Obdachlosen Chris Gardner, der einen Mann, der aus seinem Ferrari stieg, nach dessen Beruf fragte und es dann tatsächlich schaffte, genau wie dieser selber Börsenmakler zu werden. (Diese uramerikanische Hoffnungsbotschaft wurde natürlich verfilmt: Das Streben nach Glück [Blu-ray] mit Will Smith :-). Zweifellos inspirieren solche Geschichten, auch wenn mancher die eine oder andere schon kennt. Überhaupt ist Scheitern nicht so schlimm, wie es scheint. Möglicherweise gehört es zum Erfolg dazu, in dem Sinne, daß der Weg zum Erfolg in der Regel einfach mit Scheiter-Situationen und Scheiter-Ereignissen gepflastert ist. Wer zu früh aufgäbe, hätte die Erfolgsereignisse, die die Zukunft als Option noch bereithielt nie kennengelernt.

Neben denen, die nicht aufgeben und es immer wieder neu versuchen, gibt es aber noch zwei andere Gruppen, zu denen der Autor keine Geschichten bereithält, wenn er auch das Loslassen zum Thema macht. Was ist denn mit denen, die aussichtslos an einer Idee festhalten und denen, die klug genug sind, sie aufzugeben? Dazu fällt mir selber eine Geschichte ein, nämlich die von Hans und Hansi. Die Karrieren des berühmten deutschen Volksschauspielers Hans Albers und seiner jüdischen Frau Hansi Burg hätten nicht unterschiedlicher sein können. Beide waren Schauspieler, aber Burg hat bald eingesehen, daß ihr keine große Karriere an der Bühne beschieden war und zog sich aus dem Künstlerleben zurück. Sie ließ los, er beharrte. Albers hat an seiner Karriere in Deutschland durch die Widrigkeiten der NS-Zeit hindurch, über die erzwungene Trennung von seiner Frau hinweg, bis in die Nachkriegszeit erfolgreich festgehalten. Es ist schon richtig, daß das Buch aufmuntert, aber ob seine Einlassungen immer so schlüssig sind, muß offenbleiben, da sich zu Einzelbelegen auch immer Gegenbelege finden lassen.

Vielleicht muß man noch wissen, daß Scheuchers Schreibstil der Plauderton der mündlichen Rede ist. So schreibt er gerne, daß er bei Autor A einen Hinweis auf Autor B gelesen habe, der gesagt hätte, daß usw. Dieser sehr flüssige Stil macht das Buch voluminöser als es bei der Reduktion auf den Kern seiner Gedanken sein müßte und erschwert es, den roten Faden im Blick zu behalten. Hinzu kommt, daß der Autor einfach ziemlich viele verschiedene Dinge anspricht. Neben der mutigen Verteidigung der integrationsfreundlichen Thesen des Thilo Sarrazin ist auch eine noch mutigere (weil scharfe) Kritik an männerfeindlichen Äußerungen Alice Schwarzers dabei. Vielleicht liegt die Aufgabe, einen roten Faden zu spinnen, ja sowieso ganz beim Leser. Scheuchers klug ausgesuchter Stoff entschädigt aber. Immer wieder stößt man auf überraschende Hinweise und Zitate. Aufschlußreich für mich z.B. beim Thema Europa, die Hellsichtigkeit von Stefan Zweig, der 1932 schrieb: "Wird Europa seine Selbstzerstörung fortsetzen oder wird es eins werden?"

Die Anekdoten, die der Autor erzählt sind auf alle Fälle überaus kurzweilig und anregend und besonders köstlich ist natürlich die Geschichte, die dem Buch seinen Namen gab. Es ist an dem Leser, aus den vielen Funken, die Scheucher geschlagen hat, etwas zu machen ;-).
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