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Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es kommt auf den Blickwinkel an,, 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: For Those About to Rock (Special Edition Digipack) (Audio CD)
von dem aus man das Album betrachtet.
Ich kann mich noch gut erinnern als ich mir im November 1981 das Album als Cassette zulegte und es mir regelrecht schönhören musste, die Enttäuschung war gross, denn bis auf den hervorragenden Titelsong wurde nichts aussergewöhnlich Gutes mehr geboten. Es war das eindeutig schlechteste AC/DC-Album bis dahin mit absolut austauschbaren stampfenden biederen plumpen lahmen Songs. Kein Vergleich mehr zu den beiden direkten genialen Vorgängern und Megasellern Highway to Hell(1979) und Back in Black(1980), da lagen qualitativ Welten dazwischen, allerdings muss man auch berücksichtigen dass diese beiden aussergewöhnlichen AC/DC-Alben auch hier die Skala nach oben sprengen müssten, weil Sie einfach wesentlich besser sind als vieles für das hier die Höchstpunktzahl von 5 Sternen gegeben wird. Auf beiden Vorgängern waren spritzige prägnante Riffs zu hören mit cleveren genialen Mitsing-Refrains, fabelhaft von Producer Robert Mutt Lange in Szene gesetzt, jeder Song war auf seine Art ein absoluter Kracher, der voll zündet, selbst die Songs aus der vermeintlich 2.Reihe. Auch auf For those about to Rock hat Robert Mutt Lange produktionstechnisch eine fabelhafte Arbeit geleistet, der Scheibe wurde ein voluminöser bombastischer Monster-Sound hingezaubert und aus den durchschnittlichen Songs wurde noch das bestmögliche rausgeholt(allerdings fehlte dadurch auch die unbedarfte jugendliche Frische und vermittelte ein wenig den Eindruck dass Album sei zu glatt poliert). Das Problem sind die durchschnittlichen, viel zu simplen biederen Songs, die einfach viel zu schwerfällig, lahm und plump daherkommen, ausser dem hervorragenden grandiosen Titelsong(5/5) kann kein Lied mit den Vorgängeralben mithalten. Die 1.Single "Lets get it up"(3/5) ist dafür das beste Beispiel, ein recht öder lahmer plumper altbackener klassischer 70Jahre-Rock-Song mit einem ordinären naiven Refrain(obwohl auch der ins Ohr geht), er will so gar nicht zu den Vorgänger-Singles passen. Die recht brauchbaren schmissigen "Snowballed"(4/5) und "Put the Finger on You"(4/5) sind die einzigen flotteren Songs des Albums. Das wuchtige "Inject the Venom"(3/5) kann durch seinen abgehackten, entfernt an Whole Lotta Rosie-erinnernden Anfang punkten, ansonsten aber auch ein recht zäher Song. Das langsam schleppend stampfende "Evil Walks"(4/5) und das flockige "C.O.D."(4/5)können dagegen bedingt überzeugen mit einem wirklich gelungenen Refrain und mit einer gewissen coolen lockeren Heransgehensweise. "Breaking the Rules"(2/5) ist dagegen ein total lahmer Langweiler, "Night of the long Knives"(5/5) ist als weiterer Albumhöhepunkt, ein eher langsamer zäher Stampfer, der aber einen richtig schönen Ohrwurm-Refrain aufzuweisen hat, das unaufgeregt coole "Spellbound"(4/5) beendet dann das Album recht stilvoll, wobei Sänger Brian Johnson hier nochmal eine erstklassige Gesangsleistung aufbietet. Auch Phil Rudd bringt hierauf endlich mal ein paar Breaks und Fills mehr als üblich, der wuchtige Schlagzeug-Sound kommt mit recht donnerndem Hall rüber, was mir sehr gut gefällt. Für mich liefert der bis dahin eher unauffällig banddienlich agierende Phil Rudd hier seine beste Leistung ab, vermutlich aber auch wieder von Robert Mutt Lange dazu angestachelt.

Wenn man For those about to Rock allerdings aus dem Blickwinkel der nachfolgenden Alben sieht, dann muss man sagen, dass viele Songs von For those about to Rock dort zu den besseren Songs gezählt hätten, denn zur alten Form zurück haben AC/DC nie mehr gefunden. Da war dann noch so ein Lichtblick wie das hervorragend catchy-produzierte Album The Razors Edge(1990) mit seinem brillianten Super-Hit "Thunderstruck", da gab es den Nachfolger Flick of the Switch, der wieder im Schnitt leicht besseres schmissigeres lebendigeres prägnanteres Songmaterial als For those about to Rock am Start hatte, allerdings fehlte dem Album eine herausragende Hitsingle und auch die AC/DC-Eigenproduktion ist nicht so gut gelungen wie beim monströsen Vorgänger. Tatsächlich konnten seither nur noch diese beiden Alben an die Qualität von For those about to Rock heranreichen, Stiff upper Lip(2000) und zuletzt Rock or Bust(2014) waren gar langweilige lahme Totalausfälle, denn so richtig Tempo wie zu alten Zeiten haben AC/DC seither nie mehr aufgenommen. Und auch dieser mitreissende nach vorn rockende prägnante Boogie/Blues-Style der Bon Scott-Alben sollte nie mehr zum Vorschein kommen.

Fazit:
For those about to Rock ist nicht so schlecht wie damals gedacht, es ist gemeinsam mit The Razors Edge das zweitbeste Werk der Brian Johnson-Ära, nicht zuletzt dank der hervorragenden monströsen donnernden Produktion und natürlich dank des grandiosen mitreissenden Titelsongs, der normal jedes AC/DC-Spektakel würdig abschliesst.

Noch einige Anmerkungen:
Warum AC/DC seit 1990, 5 Jahre oder länger brauchen um ein neues Studio-Album aufzunehmen, ist mir bei der simplen, wenig komplexen Art Ihrer Musik wirklich ein Rätsel. Offensichtlich sind die Youngs nicht mehr in der Lage geniale prägnante Songs zu komponieren, so wie früher jedes Jahr. Und je weniger sie in Übung sind und sich ein luxuriöses Leben gönnen mit allen Annehmlichkeiten, desto schwieriger wird es für die Youngs werden, gute adäquate AC/DC-Songs hinzubekommen. Ich habe eh den Eindruck dass man quasi nach The Razors Edge und dem Super-Hit Thunderstruck, der die Band nach einer längerandauernden Durststrecke des Misserfolgs seit 1983 endlich wieder aus dem Tief herauskatapultierte, es nicht mehr für nötig ansahen, tatsächlich nochmal ernstzunehmende Songs zu komponieren und aufzunehmen. Eigentlich sind alle AC/DC-Studio-Alben nach The Razors Edge reine Alibi-Alben vom Reissbrett, ohne grösseren Arbeitsaufwand schnell 0/8/15 dahingeschrieben, um einen Grund zum touren zu haben und da man seit Thunderstruck quasi zur lebenden Legende aufgestiegen ist und sich sowieso alles seither wie geschnitten Brot verkauft, von der musikalischen Qualität völlig unabhängig. Wobei AC/DC bei diesen millionenfachen Verkäufen und diesem Hype natürlich selbst gar keinen Grund mehr darin sehen(und es womöglich selbst auch gar nicht wissen) sich qualitativ wieder zu steigern.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.12.2013 20:08:09 GMT+01:00
Bei der Album-Bewertung muss ich dir recht geben. Irgendwie war die Luft damals raus. Allerdings hatte ich das gleiche Gefühl (nur stärker) schon zuvor bei der Powerage. An die Scheibe komm ich bis heute nicht wirklich heran.
Und warum die Jungs sich heutzutage so sehr ausruhen, hast du ja im Grunde selbst erkannt. Die haben halt Geld und konstante Arbeit nicht mehr nötig ;) .
Obwohl ich das schade finde, weil zumindest ich die (nun seltenen) Shows noch recht gelungen finde (jaa, Angus ist langsamer geworden und er soliert immer gleich, aber die Musik macht auch so noch genügend Spaß) und selbst die Alben nach The Razors Edge fand ich durchweg gelungen. Gut, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber neben dem grandios-trocken-bluesigen Stiff Upper Lip ist vor allem Black Ice ein simpel-hard-rockendes Meisterwerk geworden. Vielleicht gibst du ja dem letzteren Album noch ne Chance? Es lohnt sich wirklich.
I salute you :)

Veröffentlicht am 28.12.2014 01:51:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.12.2014 01:54:16 GMT+01:00
Wow, es ist wirklich selten, dass man einer Rezension Wort für Wort zustimmt. Hier mache ich hinter jeden Satz ein Ausrufezeichen. Lediglich bei Deiner Einschätzung, dass sie "es nicht mehr für nötig ansehen, ernst zu nehmende Songs aufzunehmen", bin ich mir nicht so sicher. Ich fürchte eher, ihnen fehlt einfach die jugendlich ungestüme Art, die Wut im Bauch, der Wahnsinn im Hirn, von denen die frühen Alben getragen waren. Das kann man durch "Wollen" nicht zurückholen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.02.2015 12:40:24 GMT+01:00
Robert Graf meint:
Powerage ist doch eigentlich eines der besten AC/DC-Alben! :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.02.2015 13:43:36 GMT+01:00
Ja, das sagen viele, dass die "Powerage" übelst gut ist.. Ich versteh' es nicht. Für mich ist sie nur Durchschnitt und schließt stilistisch direkt an die "Let there be Rock" an, die meiner Meinung nach um einiges stärker war. Ich komm an Powerage überhaupt nicht ran, obwohl ich damit ziemlich alleine da stehe.
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