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Kundenrezension

am 8. Mai 2014
Glücklich ist derjenige, der hoffentlich nervenstarken Horrorfans die "Rec" zum ersten Mal erleben.
Dieser Film ist eine Extremerfahrung in Sachen pures Grauen, unablässiger Panik und tödlichem Horror.
Dreimal tief durchatmen, ich habe ihn überstanden.
Dieses Gefühl ist für den Horrorfreund, der hier in einem Höchstmaß an intelligenter Suggestivkraft diese Angstlektion erlebt ein äusserst beglückendes Gefühl.
Wenn es einen Film gibt der 75 Minuten lang alle Nervenzellen zerkrümelt, den Angstschweiß auf die Stirn treibt und ohne Unterlaß den Wunsch nach einem Kissen vor den Augen hervorruft, dann ist es dieses teuflische bis ins letzte Detail auf uneingeschränktes Miterleben konzipierte Werk
Jaume Balaguero ist wohl das einzig wirklich ernstzunehmende Talent im leider von wahren Könnern wenig verwöhnten Horrorgenre.
Ein Meister der Angst, der sein Talent leise schleichendes Unbehagen erzeugen zu können bis hin zu tiefen Entsetzen immer wieder aufs neue eindrucksvoll beweist.
Mit seinem finsteren mit Preisen überhäuften "The Nameless" über eine dunkle Sekte begann seine Karriere.
Es folgten fesselnde Einträge in das Geisterspuk- Genre ("Fragile", Darkness), bis er zuletzt mit dem ruhigen, unglaublich, perfiden, intensiven Psychoschocker "Sleep Tight" einmal mehr überraschte.
Jaume Balaguero kann traumwandlerisch gut alle Facetten des Horrogrenres bedienen.
Doch in "Rec" hält er uns nicht mehr in einem wohligen Grundgefühl des Schauderns gefangen, hier macht er uns zu Gefangenen purer Angst, treibt Schweißperlen auf unsere Stirn, und zieht uns vor Grauen den Boden unter den Füssen weg.
Schleichender, unheilvoll bedrohlicher Beginn, im Mittelteil klaustrophobische Panik ausgeliefert in der infernalischen Situation,und die letzten zwanzig Minuten nur noch Stille, die Stille der Angst, des lauernden Schocks.
Diese letzten zwanzig Minuten machen aus einem grossen Film einen überragenden , denn hier wird das Grauen vor dem unbekannten, der maßlosen abgrundtief bösen Wahnhaftigkeit auf die Spitze getrieben.
Wenn wir mit der Protagonistin in einer dunklen Dachkammer auf des Rätsels schreckliche Lösung treffen, wenn im Halbdunkel im flackernden Kameralicht dunkle Heiligenbilder an den Wänden auftauchen, wenn eine Gestalt des irrationalen Schreckens hier auf uns wartet, dann erleben wir den im Horrorfilm so selten gewordenen Moment vollkommener Anspannung.
Das Gefühl nicht mehr weiter schauen zu wollen und doch weiter schauen zu müssen.
Für höchste Authentizität, daß uns die Angst so realistisch umkrallt wie nur möglich wählt Jaume Balaguero, für ihn sonst unüblich, den dramaturgischen Kniff des Found Footage Materials.
Dieser hyperrealistische Reportagestil läßt uns permanent wie bei einer Nachrichtensendung durch die wackelnde und schwebende Kamera des Filmenden schauen.
Undefinierbare Gefahren im Dunkel, denen wir somit selbst ausgesetzt sind, aufblitzende Szenerien, grauenerregende plötzliche Eskalationen.
Am Ende fast nur noch Finsternis und der angsterstarrte Blick in das grüne Licht der Nachtsichtkamera.
"Blair Witch Projekt" machte diesen besonderen Filmstil bekannt, in "Rec" kommt er zur Perfektion.
Oft sind nur Umrisse zu erkenen, dann plötzliche Schwenks, hilfloses Rennen, Panik.
Die Tonspur, ein Creszendo des Entsetzens. Röchelndes Atmen in der finsteren Hölle.
Plötzliche Schocks, die die Haare zu Berge stehen lassen.
Wie viel Authentizität zur Verstörung des Auditoriums ist möglich?
"Rec" zieht alle Register.
Ohne Filmmusik oder künstlerische Verfremdung sind wir von der ersten Sekunde an Zeuge des unmittelbaren Geschehens, das somit auch 75 Minuten in Echtzeit abläuft..
Die junge TV-Reporterin Angela Vidal und ihr Kameramann Pablo (respektive wir selbst) drehen eine Reportage der Fernsehdokumentation "Während sie schlafen".
Eine Nacht lang wollen sie die Arbeit und die Einsätze der spanischen Feuerwehr live mitverfolgen..
Es wird gescherzt , es wird gelacht. Die Mannschaft erwartet eine ruhige Nacht.
Niemand ahnt ,daß ein plötzlicher Notruf nicht zu einem Routineeinsatz sondern direkt in unvorstellbares Grauen führen wird.
Niemand wird auf das Furchterregende wirklich vorbereitet sein.
In einem grossen alten Mietshaus hört man Schreie einer hilfbedürftigen alten Frau.
Die Tür der Wohnung ist versperrt, worauf die erwachten Mitbewohner die Feuerwehr alarmierten.
Blaulicht, Hektik, Eile, -wir sind hautnah dabei.
Die Einsatzkräfte stürmen die Treppe des alten verwinkelten Mietshauses hoch.
Die Tür der Wohnung wird eingeschlagen,- im Halbdunkel ein langer Gang, alte Gemälde, -im Hintergrund schemenhaft zu erkennen eine halbbekleidete scheinbar geistig verwirrte alte Frau.
Vorsichtig gehen die Männer auf sie zu, sprechen sie an und plötzlich...
Mehr zu erzählen wäre wirklich Sünde.
Es erwartet sie eine Achterbahnfahrt des Schreckens ohne Unterlaß.
Lesen sie keine weiteren Inhaltsangaben, löschen sie jegliches Licht, schauen sie den Film am besten allein.
"Rec" macht sie selbst zu Opfern der klaustrophobisch tödlichen, unberechenbaren Situation.
Jaume Balaguero inszeniert in höchster Perfektion. 75 Minuten Extremerfahrung Angst.
"Rec" ist blutig. Jedoch nicht im klamaukhaften Stil amerikanischer Filme, sondern in unfassbar, realistischen Schockbildern.
Die Angst wird körperlich spürbar, läßt uns nicht los. Die Schauspielleistung absolut überzeugend.
Jedes aufgerissene Augenpaar, jedes enervierende, schauerliche Schreien, Keuchen, Treppen hoch, runter rasen, stürzt uns in den Strudel der Panik.
Zusammenzucken, nicht hinsehen wollen, wie gebannt sein, mit allen Sinnen gefesselt.
Das ereicht "Rec" ohne einmal Luft holen zu lassen.
Wirklichkeit und Fiktion verschieben sich.
"Rec" ist so angstlähmend , daß er uns keine Möglichkeit gibt uns jemals von dem Gezeigten zu distanzieren.
Wir selbst erleben die Lebensgefahr, die schreckliche Erkenntnis bitteren Ausgeliefertseins.
Zusätzlich bedient Balaguero auch verstörende, tiefe Ur-Ängste, mit teuflischer Freude so scheint es.
Die Angst vor Krankheitem , vor hilflosem Sterben, vor Unentrinnbarkeit und finsteren irrealen Mächten.
Jaume Balaguero hat hier als einzige Filmintension Schrecken fast körperlich zu erzeugen.
Er möchte keine grosse Geschichte erzählen, er möchte keine Hintergünde vermitteln.
Sein Film ist der unglaublich beeindruckende Beweis dafür, wie blankes Grauen erzeugt wird, wenn ein Regisseur die suggestiven Tricks bis zum letzten beherrscht und ausreizt.
Ein phantastisches Erlebnis, das allerdings die ein oder andere Herzrythmusstörung hervorruft.
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