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Kundenrezension

42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen RUNNING WILD goes Hard Rock. Gut oder nicht?, 20. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadowmaker Ltd. (Audio CD)
Sodele, hier ist es nun, das Comeback-Album auf das Fans ewig (ähm) warten mussten...

Ok, lassen wir die Ironie mal außen vor und widmen wir uns der Frage, ist "Shadowmaker" das perfekte Comebackalbum und in welche Phase der Band kann man es einsortieren?

Zunächst möchte ich aber kurz mal was loswerden.
Ich finde es eine bodenlose Frechheit, wenn hier Leute doof von der Seite angemacht werden, nur weil sie dem Album ein oder zwei Sterne geben. Schon mal was von eigener Meinung gehört? Wenn ein Fan von dem Album enttäuscht ist, hat er auch das Recht dies hier niederzuschreiben, ohne gleich mit Sprüchen wie "Du hast keine Ahnung von Metal oder von RW", "Du bist altbacken" etc. bombardiert zu werden. Sowas ist mehr als peinlich und kindisch. Jeder soll hier das schreiben, was er persönlich von dem Album hält und wer damit ein Problem hat, soll sich halt raushalten; Punkt!
Affig, genau wie diese 2-3 Zeilen Rezis. Dann laßt es lieber gleich!

Ich bin seit 1989 beinharter RW Fan und hab die Band auf der "Welcome To Port Royal" Tour zum ersten mal gesehen, da war's um mich geschehen. Genau aus diesem Grund, gehe ich mit dem Album auch etwas kritischer um und bilde mir meine eigene Meinung, unabhängig von Anderen Rezis oder was weiß ich.

Für die Leute, die mit "Shadowmaker" in das Schaffen von RW einsteigen, möchte ich kurz die bisherige Schaffensphase in 4 Phasen einteilen, um später das aktuelle Album in die entsprechende einzuteilen.

Da haben wir zum einen, die 1. Bandphase, die "Black Metal" Phase.
Ja, liebe Leute, auch wenn's schwer fällt, RW galten in ihrer Frühphase, "Gates To Purgatory" und "Branded & Exilded" als Black- oder Satanic Metal, noch lange bevor Panda-Gesichter und Krächzen aktuell wurde. Viele sind der Meinung, dass die Band in dieser Phase noch die eigene Identität am suchen war, welche dann mit der 2. Phase, der "Piraten" Phase von "Under Jolly Roger" bis hin zur "The Rivalry" gefunden wurde. Für nicht grade wenige, incl. Mich, gilt genau diese Phase als das kreative Hoch von RW und Einsteiger sollten auch def. damit anfangen. Danach gab es dann die 3., die "Durchschnittlich" Phase mit "Victory" welche ziemlich schnell in die 4. "We Are Slowly Drifting Into Infinite Belanglosigkeit" Phase mit "The Brotherhood" und "Rogues en Vogue" ein jähes Ende fand, und auch zu Recht als die kreativ schlechteste gilt. Sorry, aber wenn schon die beiden Bonussongs der "Rogues" die Besten auf dem sehr schlecht produzierten Album sind, dann läuft irgendwas falsch.

Kommen wir also zurück zur Anfangsfrage:
Kann "Shadowmaker" das hohe Niveau halten und ist es ein Comeback nach Maß?

Sehr schwer und zwiespältige Angelegenheit.
Der Sound ist definitiv besser als auf den letzten beiden Scheiben, was schon mal sehr positiv ist. Allerdings muss man ganz ehrlich sagen, wer wirklich glaubt, hier trommelt ein Schlagzeuger aus Fleisch und Blut, hat was an den Ohren und sollte def. weniger getriggerten Dumsample Metal hören. Diese ganze Angelo Sasso Geschichte war an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Wie ein schöner aktueller Drumsound geht, zeigen ANGEL WITCH auf ihrem aktuellen Album. Dennoch hört sich der Drumsound wesentlich besser an als auf den beiden Vorgängern, also lassen wir das Thema jetzt mal.
"Piece Of The Action" (Fühlt sich hier noch jemand an Billy Idol erinnert?), "Riding On The Tide" und "I Am Who I Am" sind typische 90er RW Songs, die gar nicht mal so schlecht sind. Allerdings fällt die Platte danach ab, was im schmalzigen "Me & The Boys" gipfelt. Sorry, aber so ein Song passt einfach nicht zu RW. Wenn ich sowas hören möchte, ziehe ich mir die entsprechenden Bands aus dem Regal. Bei "Dracula" versucht Rolf wieder an lange Klassiker Songs wie "Treasure Island" oder "Genesis" anzuknüpfen, was ihm auch hier leider nur teilweise gelingt. Immerhein einer der Besseren Songs auf dem Album.

Ich persönlich würde das Album direkt nach "The Rivalry" einordnen. Viele sind ja der Meinung, dass "Shadowmaker" das Beste Album seit der "Rivalry" ist, und dem kann ich nur zustimmen

Ich möchte aber nochmal hervorheben, das wir hier von RW sprechen, meiner Alltime Fave Band, und da ist ein "Gutes" Album für mich persönlich im Jahr 2012 einfach nicht genug. Das Rolf nicht mehr an die frühen Klassiker anschließen kann, war eigentlich von Anfang an klar, ABER, hätte Rolf eine richtige Band um sich, die gemeinsam Songs schreibt, vielleicht sogar auch mit Ex.-Mitgliedern, hätte der gute Mann hier ein Album zaubern können, was selbst den alten Fans die Kinnlade runterklappen läßt.

Mir persönlich ist das Album im direkten Vergleich mit den Klassikern zu fröhlich und ich vermisse einige Besondere Trademarks bei den Songs. Selbst in der Vergangenheit hatten RW Hard Rock Songs, die aber kamen durch eine bessere und gleichzeitig dreckigere Produktion viel besser rüber.

FAZIT:
So schlecht, wie viele das Album machen, ist es definitiv nicht.
Aber um Himmels Willen auch kein 5 Sterne Album.
Wir wollen da mal lieber die Kirche im Dorf lassen. Ich hab das Album jetzt öfter gehört als "Rogues" und "Brotherhood" zusammen und muss selbst einiges von meiner Seite revidieren. Aber 5 Sterne bekommt es mit Sicherheit nicht. Es ist gut, nicht mehr und nicht weniger.
Von daher sind 3 Sterne mehr als angebracht!

Aber das Cover...Rolf, DAS COVER..........
Was ich Rolf dennoch sehr hoch anrechne ist, dass er sein Ding durchzieht und sich von niemandem reinreden lässt. Hut ab dafür. Beim nächsten Album noch ein bissl mehr an dem orientieren, was die alten Fans wollen und man kann mit einem tollen Album rechnen!

Noch kurz was zur limitierten Groß-Box:

Diese beinhaltet die CD/DVD Kombo in einem schwarzen Jewelcase mit silbernem Aufdruck. die Bonus DVD ist meiner Meinung nach komplett überflüssig, da sie eine spielzeit von noch nicht mal 25 Minuten hat. Knapp 11 Minuten erzählt Rolf was zu jedem Track, der Rest soll ein "Making Of" sein, was aber nur Schnipsel aus dem kleinen Studio zeigt. Bild und Sound sind unterstes Amateur Niveau; muss sowas sein?
Die Doppel LP besitzt leider KEIN eigenes Cover, was ich sehr schade finde.
Des weiteren sind noch ein sticker, eine Postkarte, ein Poster sowie ein "Buch" enthalten, bei dem es sich um ein dickeres LP Inlay handelt. Die Bezeichnung Buch ist hier leider komplett falsch. Es enthält eine lieblos runtergenudelte Banbio in d und E, sowie einige rare Fotos aus der Band history, sowie einige, wie ich finde, verzichtbare Fan Pics!
Die Box ist somit nur den die Hard Fans zu empfehlen, Andere könnten ob derem Inhalt enttäuscht sein!
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1-10 von 27 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.04.2012, 10:38:55 GMT+2
Edgar Elch meint:
Eine sehr schöne und ehrliche Rezension, danke dafür!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.04.2012, 10:48:59 GMT+2
Alex Panz meint:
Besten Dank :-)

Veröffentlicht am 26.04.2012, 21:45:28 GMT+2
D. Nentwig meint:
Tja, ne schöne ausführliche Spitzen-Rezi, an der man erkennen kann, dass auch Fans viel Herzblut einbringen können. Vor allem sachlich, auch wenn's relativ kritisch zugeht.

Für mich aber vollkommen nachvollziehbar, denn unter den erwähnten historischen Aspekten fällt auf, dass "Running Wild" als richtige Band, richtig gute Alben rausgebracht hat. Als zunehmendes Solo-Projekt geht das Niveau spürbar runter was einfach, aus Fansicht, schade ist. Vielleicht besinnt Rolf sich ja irgendwann mal und geht wieder mehr Richtung Band, dann könnte es wirklich mal eine größere Nummer werden. Hier 5 Sterne zu verteilen halte ich auch für vermessen, da die Altwerke deutlichen Vorsprung verdienen. Für mich wären vielleicht auch 3 drin gewesen, aber dieses gräßliche "Me & the boys" ist, für mich, ein richtiger Album-Killer und kostet den einen Stern.

Ansonsten...Alles gesagt...Danke!

Veröffentlicht am 27.04.2012, 07:37:52 GMT+2
Parsec meint:
Eine sehr gut geschriebene, differenzierte und faire Rezension!

Veröffentlicht am 27.04.2012, 16:25:52 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2012, 16:28:04 GMT+2
roocky meint:
ich kann das nur bestätigen aber ich hätte doch ein
pünktchen mehr gegeben aber sonst eine
tadellose rezi....danke

Veröffentlicht am 28.04.2012, 17:05:36 GMT+2
Eine unglaublich gute Rezi. Klasse!

Veröffentlicht am 29.04.2012, 16:13:28 GMT+2
Alex Panz meint:
Besten Dank euch Allen!
Freut mich, wenn die Rezi gut ankommt.

Ich hab für Alle RW Fans noch 2 Alternativ-Tips, die man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte:

CAST IRON aus Finland haben eine CD/LP EP draussen, die sich nach den ersten beiden RW Scheiben anhört, unbedingt kaufen. Und der Gitarist/Sänger sieht aus wie der Zwillingsbruder von Rolf.
BRIMSTONE aus Schweden haben vor knapp 10 Jahren ein musikalisch sehr RW inspiriertes Album aufgenommen. Die vocals sind zwar sehr Death Metal lastig, aber die Riffs könnten zu 100% von RW sei.
Hört einfach mal rein wenn's Euch gefällt :-)

Veröffentlicht am 03.05.2012, 09:28:34 GMT+2
Jens Pohl meint:
Der Text ist leider wenig hilfreich, weil es hier nur darum geht, sich "an dem (zu) orientieren, was die alten Fans (oder der Schreiber selbst) wollen". Ein Musiker hat sich allerdings auszuleben und eben nicht an dem zu orientieren, was andere wollen, nur begreifen das einige Leute offensichtlich nicht. Man kann ein Album gut oder schlecht finden, da hat jeder ein Recht drauf, und RUNNING WILD haben selbst auch genug Alben für (fast) jeden Geschmack, aber um kreativ bleiben zu können darf sich ein Musiker nicht reinreden lassen, sonst wiederholt man sich selbst und dann wird's langweilig (wie eine ganze Reihe an "Bands", die immer nur nach den Wünschen ihrer "Fans" spielen, bestens beweisen). In Bezug zur DVD gebe ich jedoch Recht, die hätte man sich sparen können, weil tatsächlich wenig zu sehen ist, und anstatt dessen vielleicht zwei Bonustracks mitliefern können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.05.2012, 10:47:54 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 03.05.2012, 11:01:37 GMT+2
Alex Panz meint:
Jens, ich weiß, wie Du durch die Homepage und Anderem zu RW stehst; das ist auch gut so und ich rechne es Rolf mehr als hoch an, dass er sein Ding durchzieht.
Dennoch finde ich es ein bisschen arg seltsam, wenn er sagt, dass dieses Album zum stärksten Material gehört was er je geschrieben hat (was def. nicht der Fall ist). Ferner hat er mit dieser Drummer Geschichte IMO an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Anstatt "AS" mal selbst zu Wort kommen zu lassen wurde auf einmal gesagt, er sei plötzlich verstorben. Sorry, aber.....
Und bitte nenne mir EINE Band, die nicht an ihren Klassikern gemessen wird. Weshalb haben denn METALLICA mit ihren neueren Sachen so abgekackt, wieso sind QUEENSRYCHE nur noch lachhaft und wieso regen sich so viele über das Album auf? Doch nur weil diese Bands in der Vergangenheit Klassiker geschaffen haben und an denen muss sich nun mal auch ein neues RW Album messen; ob man es will oder nicht!
Rolf ist def. auf dem richtigen weg, denn das Album ist besser als die letzten 2. Aber zum richtig guten Comeback fehlt halt noch ein bissl, u.a. eine richtige Band und gute Songs mit einer noch besseren Produktion! Ist nun mal so!
Ich gehe mal davon aus, das 95-99% der Leute, die sich das Album kaufen, KEINE Neulinge in Sachen RW sind und daher sehr wohl entscheiden können, wie sie das Album zu bewerten haben!
Mir persönlich ist es egal, was für ein Album Rolf aufnimmt, aber wenn ich das aktuelle Album nur mittelmässig finde (und da bin ich nicht der einzige) muss er und vor Allem auch du damit leben, so einfach ist das.

Genau so könnte ich jetzt sagen, dass Deine Rezi nicht hilfreich ist da sie für mich zum einen nix aussagt und zum anderen als "hochpushen" empfunden werden könnte, da Du ja mit RW mehr verbunden bist als sonst einer hier der eine Rezi schreibt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.05.2012, 00:15:24 GMT+2
D. Nentwig meint:
Der Kommentar von Herrn Pohl, ist eher zwiespältig, wobei ich ihn nicht als wertlos betrachte, gibt er doch die Möglichkeit mal laut darüber nachzudenken.

Ok, der Künstler hat alle Freiheiten und das ist auch gut so. Seine Kreativität soll möglichst nicht leiden, unter äußeren Erwartungen. Eine langjährige Künstler-Karriere ist aber, realistisch betrachtet, nicht unter diesen idealen Umständen zu sehen. Newcomer schon eher, aber auch Die müssen sich am bereits Bestehenden messen lassen.

Es gibt schon mal das Problem, dass der verdiente Künstler unter bestimmtem Namen auftritt und somit sein Werk von Leuten begutachtet wird, die sich, unmöglich nicht, an früheren Werken orientieren können. Erfolgreiche Arbeit hebt überall die Erwartungshaltungen, egal ob es sich um Autos oder sonst was für Produkte handelt.
Logischerweise wird sich auch irgendwann, an den erfolgreichsten Sachen, orientiert. Künstler leben davon ihr Kreativ-Produkt zu verkaufen, denn es geht ja nicht um pure Kunstidealisten. Sehr bewusst wird mit dem Marken-Namen Werbung gemacht. Das ist auch legitim, aber bitte soll die Assoziation, alter (guter) Name --> neues (gutes) Produkt auch nicht nur in die vom Künstler gewünschte Richtung funktionieren. Auch die Richtung des Kunden/ Fans, der vom Marken-Namen über ältere Produkte auf das Neue schließt, sollte dem Künstler nicht völlig egal sein. Sonst braucht er sich nicht zu wundern, dass das ehemals verwöhnte Publikum meutert. Gutes Stichwort um jetzt mal konkret zu werden.

Der Künstler Rolf Kasparek, der es geschafft hat, sich mit „Running Wild“ einen guten Namen zu machen, verkauft schließlich auch unter seinem Alt-Label, seine Neu-Werke. Und bedient sich sehr wohl bewusst dieses Namens, genau, um Erwartungen einer bestimmten Stamm-Klientel zu erfüllen. Dafür hat Er ja den Laden extra wieder aufgemacht, nachdem Der mal kurz, vorübergehend, geschlossen war.
Ist nicht Herr Kasparek selbst auf die Idee gekommen, das neue Werk über den grünen Klee zu loben? Um es dann selbst auch noch (ja doch, Promotion) mit seinen älteren Sachen zu vergleichen, wenn Er meint es wäre das Beste seit „Masquerade“? Er weckt wohl mit solchen Aussagen selbst die Erwartungen der alten Fans. Da ist das natürlich erlaubt, aber bitte nicht zu sehr daran orientieren?

Da kann man schon mal fragen:

Woran soll sich denn der zahlende Musik-Konsument orientieren? Denn nach Meinung des Musikers/ Künstlers ist ja das neue Werk IMMER kaufenswert? So das aber eher nicht stimmt, sollte sich der Fan denn mit weniger begnügen, als ihm versprochen wurde, unter dem Label „Running Wild“, z.B.?

Ich würde mal sagen, bei dem Versuch die Marke „Running Wild“ wiederzubeleben, wird sich auch Herr Kasparek den Gesetzmäßigkeiten des Marktes fügen müssen. Das heißt, dass die Rechnung entweder aufgeht, weil die Kasse stimmt oder der Fan verweigert sich aus unterschiedlichen Gründen. Ende offen…

Wenn es musikalisch wirklich etwas Großes zu feiern gäbe…wird sich das ja noch rausstellen…aber Zweifel darf der erfahrene Musik-Liebhaber schon mal äußern. Denn wenn nur der Vermarktungsmasche der Künstler gefolgt würde, bleiben die möglichen, großen künstlerischen Leistungen wohl eher aus, weil es ja keiner größeren Anstrengung oder außergewöhnlichen Inspiration bedarf. Und das kann ja schließlich Niemand wollen der Wert auf gute oder vielleicht gehobene Unterhaltung legt!

Gruß
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