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Kundenrezension

am 3. Juli 2008
...sind vergangen, als ich selig und relativ allein einen tollen Sommer mit Coldplays Erstling "Parachutes" verbrachte. Es ist für mich bis heute ein Meilenstein geblieben.
Während anno 2000 außerhalb Englands kaum jemand Notiz von den Jungs nahm, gerät heute jede noch so kleine Info der Band über ein neues Werk zur Pressesensation.
Die großen Erfolge von "A Rush of Blood to the Head" und insbesondere "X+Y", haben sie zur größten Band unserer Zeit werden lassen.
Ganz klar:
Es ist nicht leicht diesem Erwartungsdruck gerecht zu werden - aber mittlerweile sind Coldplay nach einem großartigen "Blutrausch" spätestens mit "X+Y" im Mainstream angekommen.
Ich bin ohne große Erwartungen an "Viva la Vida" heran gegangen, nachdem ich "X+Y" zunächst rauf und runter hörte, aber immer mehr festellen musste, dass sich die Songs mit der Zeit immer mehr abnutzten.
Was ist neu?
Vor allem sicherlich die Produktion, die nach 3 Alben in die Hände von Brian Eno und des Arcade-Fire-Producers gelegt wurde.
Durch die Bank fällt auf, dass die Stimme von Chris Martin weniger hoch ist, aber auch viel mehr in den Hintergrund gemischt wurde.
Das ist grundsätzlich nicht negativ, aber die im Booklet ärgerlicherweise fehlenden Lyrics und die ausgesprochene Freude der Band an Insrumentalpassagen auf "Viva" legen zumindest den Verdacht nahe, dass sie selber nicht zu 100% glücklich mit ihren Texten waren.
Eno hat im Grunde einen guten Job gemacht, aber auch er konnte nicht verhindern, dass die neue insgesamt das schwächste Coldplay-Album geworden ist.

Es geht los mit "Life in Technicolor", das durchaus Freude auf die kommenden Songs macht und als Opener absolut gelungen ist.

"Cemetries of London" ist old-school und mit dem fantastischen Gitarrenpart mein Favorit auf dem Album.

"Lost" finde ich ebenfalls sehr gut - seine Eingängigkeit, der Wiedererkennungswert und der so wahre Text werden es gewiss noch zur Single machen.

"42" ist bis zum Instrumentalteil ein Song zum niederknien, absolut "Parachutes" - man fragt sich eben nur: was soll der 2. Teil?
Es ist nicht stimmig. Dennoch: der dritte, aber leider auch der letzte Volltreffer

Nun also: "Lovers in Japan"/"Reign of Love" - ein gutes Beispiel dafür, dass aus 2 schlechten Songs kein guter wird, nur weil man sie offiziell unter einer Nummer laufen lässt. Und für den Synthie mit dem "Lovers" beginnt, darf man Eno getrost den schlechte 80er-Gedächtnispreis verleihen.

"Yes" ist mit einer dicken mythischen Soundtapete bedeckt, wie sie Ende der 80er gerne von The Mission oder den Sisters of Mercy benutzt wurde.
Trotzdem oder genau deswegen finde ich ihn ziemlich gut, auch wenn die ausufernde Instrumentalhälfte wieder nicht so richtig reinpasst.
Es ist schließlich Coldplay - nicht Pink Floyd.

"Viva la Vida". Sicherlich das wird der Song, der wahrscheinlich in 10 Jahren noch im Radio läuft und der der Band wieder neue Fans beschert.
Allerdings werden neue Hörer, die "Viva" toll finden, vom Rest des Albums enttäuscht sein - wie auch hier schon zu lesen. Denn das ist einfach nicht Coldplay, sondern reiner Zucker.
Er ist völlig überproduziert, die Dosis an Streichern, die ich eigentlich
sehr mag wurde weit überschritten. Es fiept, es klimpert und der Pathos
quillt förmlich heraus. Nicht meiner, danke.

Bei "Violet Hill" ist die Sache anders. Eine grundsolide, ja gute Ballade, deren Gitarrenpart sehr an U2 erinnert. Trotzdem schön und mit der gewissen Note Dramatik, wie sie Chris Martin so leicht aus dem Ärmel schütteln kann. Aber?
Seit der VÖ läuft das Ding unentwegt, im Radio, im Fernsehen, im Supermarkt, man kann nicht entkommen. Und so gut das Lied ist, es hängt mir zum Halse raus. Aber: so in nem Jahr, wenn man ihn mal wieder vorkramt ist er bestimmt wieder schön.

Jetzt sind wir eigentlich durch: "Strawberry" swingt dann so ungeniert bono-esque und belanglos, dass man schnell weiterschaltet und sich fragt, wie monumental "Death and all his Friends" geraten ist.
Antwort: gar nicht, unvollendete Ballade, die sich ohne Refrain und Wiedererkennungswert in einem -genau- Instrumental verliert.

Fazit:
Ich hab zum Ende oft gemeckert, aber was soll DIE Supergroup der Nuller denn tun, wenn sie ihr 4. Album rausbringt?
Schon mal das 4. von Oasis gehört ? Genau.
"Viva la Vida" steht weit über dem Durchschnitt der aktuellen Pop-Landschaft und wird den Status der Band weiter ausbauen.
Wer "X+Y" zu wenig Riskio vorwarf, darf sich über "Viva" erst recht nicht beklagen.
Es ist ein neuer Sound, ein guter. Ich freu mich aufs nächste Mal!
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