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Kundenrezension

am 9. November 2007
Schon wieder ein Comeback einer Altherren-Band? Die Nachricht eines neuen Studioalbums erweckte in mir eher gemischte Gefühle. Sollte da die Erinnerung an eine grandiose Band kaputt gemacht werden? Aber die Neugier zwang mich zum Kauf: Und Wow. Das Ding is nicht nur besser als erwartet, sondern genial.
Der Opener "No More Walks In The Wood" empfängt A Capella mit dem unnachahmlichen und typischen Chor-Gesang, dezent veredelt mit feiner Akustik-Gitarre. Danach rockt "How Long" (eine Komposition aus dem Jahr 1972) über den Highway, bevor mit "Busy Being Faboulus" das erste ganz große Highlight im klassischen Eagles-Stil daher kommt. Auf sehnsuchtstrunkenen Melodien tanzen geschliffene Chöre und treffen auf virtuose Gitarren-Licks. Spätestens die Hookline zieht einen dann unwiderstehlich in ihren Bann. "Guilty Of The Crime" rockt straff und straight mit einem flirrendes Honky Tonk-Kneipen-Piano. "I Don't Want To Hear Any More" greift erneut auf gefühlvolle Song-Anlagen zurück, wie auch "Waiting In The Weeds" und "No More Cloudy Days". "Fast Company" zieht die Zügel mitsamt knackigen Bläser-Einsätzen wieder kräftig an. "You Are Not Alone" ist kein Remake der gleichnamigen Michael Jackson-Ballade, sondern erinnert in manchen Passagen und besonders im Intro stark an Ralph McTells "Streets Of London".

Textlich wandeln die Eagles nicht auf politisch-rebellischen Rocker-Pfaden. Doch die beschritten sie ohnehin nie. Heute wie damals verfassen sie eher allgemeingültige Statements wie etwa. der Songtitel des Instrumentals "I Dreamed There Was No War". Die wahre Intention der Band war von jeher das Erschaffen von Stimmungsbildern und gewiss nicht das Schreiben knallharter Protestsongs. Selbst wenn sie auf der vorliegenden CD Kritik an der Politik eines George W. Bush üben (besonders im Titeltrack) und Statements zur Umweltzerstörung zu finden sind. So heißt es in "Frail Grasp And A Big Picture": "we keep making the same mistakes". Politisch korrekter Protest also.
CD 2 startet mit dem rund zehnminütigen Titelsong , der musikalisch einen spannenden Mix unterschiedlichster Stilelemente enthält, darunter arabische Klänge und ein großartiges Gitarren-Solo. "Somebody" rockt weiter nach vorn, "Frail Grasp And A Big Picture" bietet rhythmisch dezent zitierte Toto-Elemente. "Last Good Time In Town" sorgt mit dezenten Funk-Anleihen in der Gitarren-Arbeit weiter für Abwechslung. "It's Your World Now" weckt unweigerlich starke Erinnerungen an "New Kid In Town" was Komposition und Song-Aufbau anbelangt. Stark ausgeprägt ist hier der mexikanische Anstrich inklusive Trompeten-Arbeit. Ein schnödes, gar dreistes Selbstplagiat? I wo. Nehmen wir beide Songs als ein zeitlos schönes Mädchen, das man nun in ein brandneues und äußerst schmuckes Sommerkleid hüllt. Die Eagles 2007: Sehr gestern, sehr heute, und vor allem: sehr zeitlos. Die Band beherrscht das Spiel mit Selbstzitaten und anderweitigen Referenzen meisterhaft, ohne in erstarrte Posen abzugleiten. Ganz im Gegenteil: Das Songwriting steht - wie auch die Produktion- auf hohem Niveau.
Ja, da ist er wieder: Dieser sanft schmeichelnde, kalifornische Wüsten-Wind der Dämmerung, der mein Gesicht umweht, während ich auf ein bestimmtes Hotel zusteuere; und ein altbekannter Night Man dort schon auf mich wartet. Er wusste, dass ich eines Tages zurück kehre. Die Zeit scheint still zu stehen. Neben dem Empfangsschalter hängt noch immer der abgegriffene Wählscheiben-Münzfernsprecher. Und dort, im Halbschatten in der Ecke, steht sie noch immer, meine Schöne; wie damals Tiffany-twisted, und wartet auf mich ... natürlich. Warum sollte sich hier etwas ändern? Denn schon 1976 hat man mir es gesagt: "Welcome to the Hotel California / Such a lovely place / Such a lovely face / Plenty of room at the Hotel California / Any time of year / you can find it here". Mein langer Weg aus Eden hat endlich sein Ziel gefunden.

Tut gut, so ,ne Scheibe in 2007, wo Sternechen als Avril Lavigne und Tokio Hotel Music Awards einheimsen, und die Musikwelt von Combacks der No Angels, oder B. Spears berichtet.
Nie war daher ein Comback einer Altherrenband so wichtig, wie dieses....
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