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Kundenrezension

am 20. Juli 2007
Jeder der schonmal einen Film von George A. Romero gesehen hat, wird erkennen, dass Robert Kirkman sich diesen zum Vorbild genommen hat, was das erzählen von "Zombiekalypsen" angeht. Der Anfang der Geschichte erinnert auch sehr an den Film "28 Days Later", bei dem der Hauptcharakter ebenfalls nach einem Koma in dieser neuen Weltordnung aufwacht. Mir persönlich war der Einstieg in die Geschichte von "The Walking Dead" etwas zuwider, weil ich es besser gefunden hätte, wenn man vorerst einen ganz normalen Tag im alten Leben von Rick Grimes gezeigt hätte, um die Beziehung zu seiner Familie, die er später voller Sorge suchen muss, bereits zu Anfang dem Leser klarmacht und somit noch mehr Emotionen hineinbringt. Was den restlichen Ablauf der Geschichte angeht gibt es definiftiv nichts zu kritisieren. Auch wenn ein paar Figuren immernoch zu sehr im Hintergrund gehalten werden, wird gut auf sie eingegangen, weshalb man auch eben genannten, kurz geratenen, Anfang entschuldigen kann.
Was die Zeichungen angeht war ich geschockt, als ich voller Begierde den zweiten Band aufschlug und die Zeichnungen von Charlie Adlard gesehen habe. Verglichen mit Tony Moore hat der nämlich nicht viel auf dem Kasten. Die Emotionen der Figuren werden nicht mehr so gut dargestellt und die Brutalität die sie Tag für Tag bedroht geht ebenfalls verloren, da Adlard einen sehr freien und schnellen Zeichenstil hat und sich nicht sehr gut mit Detailzeichnungen versteht. Die sind bei solchen Geschichten eigentlich ein muss, wie ich finde. Aber man kann sich auch an diesen Zeichnstil gewöhnen, auch wenn er einem nicht ganz passt und sich wieder in die Welt von "The Walking Dead" hineinversetzten. Schon allein dadurch, dass die Geschichte so schön erzählt wird, kann man fast über die mittelmäßigen Zeichnungen hinwegsehen. Ich habe allerdings bisher auch nur bis zum zweiten Teil gelesen und will Charlie Adlard deshalb nicht unterstellen im Laufe der restlichen Bände zeichnerisch nichts mehr dazuzulernen.
Was Tony Moore angeht, meine ich gelesen zu haben, dass er, wie auch schon von anderen hier gesagt wurde, aus zeitlichen Gründen die Geschichte nicht fortsetzten konnte, da ,wie in Amerika üblich, jeden Monat ein neues Heft in die Läden kommt. Dadurch, dass er sehr detailreich und mit vielen Graustufen zeichnet, war das also nicht länger möglich. Ausserdem scheint er gefallen an den typischen Heldencomics zu haben. Schade für uns Leser...
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