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Kundenrezension

24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da muss doch noch Leben ins Leben! (Wolf Biermann), 17. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Glengarry Glen Ross (DVD)
Zur Geschichte:
Dieser Film spielt vorwiegend in einem heruntergekommenen Grossraumbüro und handelt von vier Grundstücksmaklern. Diese versuchen mit meist schäbigen Tricks, ahnungslosen Mittelklasse-Leuten wertlose Parzellen in irgendwelchen gottverlassenen Gegenden zu verhökern. Jeder hat sich aber seinen Platz in der Firma auf irgend eine Weise eingerichtet, hat sich mit der Situation abgefunden - und so könnte das Jammerdasein gerne weitergehen.
Doch dann wird die Story mit einem Paukenschlag initiiert: Die Muttergesellschaft hat die Nase voll von den miesen Verkaufszahlen und stellt neue, bedingungslose Regeln auf.
Wer bis Ende Monat den grössten Umsatz schafft, bekommt einen Luxuswagen; wer am weitesten zurückliegt, der wird gefeuert.
Und nun beginnt ein Katz- und Mausspiel an allen Fronten:
Laufend bilden sich neue Gruppen Verzweifelter. An stets neuen konspirativen Treffen werden Pläne geschmiedet, wie man zu den begehrten Top-Kundenadressen kommen könnte, denn dann wäre das Rennen zu den eigenen Gunsten entschieden. Die Adressen jedoch sind ausschliesslich denjenigen vorbehalten, die auch tatsächlich gut verkaufen.
Kein Wunder wird der Büro-Chef, der die Adressen unter Verschluss hält, unvermittelt zu einem Gralswächter. Vom unscheinbaren Mauerblümchen zum äusserst begehrten Kameraden gemausert, wird er von allen Seiten beworben. Doch auch er zeigt seine absolut korrupte, gnadenlose Seite und ist sich für einen schäbigen Deal nicht zu schade.
Jeder ist hier nicht nur gegen jeden, sondern auch mit den eigenen Problemen konfrontiert: Die jahrelang geschluckte Frustration tritt ans Tageslicht. Jeder hadert mit seinem Schicksal, die Verzweiflung greift immer mehr um sich und dominiert schliesslich alles. Plötzlich scheinen keine Regeln mehr zu gelten, und nichts kann ausgeschlossen werden.
Zur Machart:
Die absolute Top-Elite von Charakterdarstellern wurde für diesen Film zusammengetrommelt:
> Kevin Spacey: Graues und grausames Büromäuschen
> Jack Lemmon: Ein alter Hund, der seine besten Jahre weit hinter sich gelassen hat
> Ed Harris: Total frustrierter Emporkömmling ohne Rückgrat
> Alan Arkin: Desillusioniert und duckmäuserisch, für jede Konspiration gut
> Al Pacino: 'Erfolgreicher' Makler voller Italianità hat noch einen letzten Resten Empathie bewahrt
> Alec Baldwin: Der knallharte Gesandte des Mutterhauses. Ohne Pardon, äusserst erfolgreich und absolut gnadenlos. Der wahre Terminator!
> Jonathan Pryce: Zögerlicher Investor, der sich hinter seiner Frau versteckt.
Die Rollen sind exzellent besetzt und trotz des scheinbar einfachen Plots kommt nie Langeweile auf. Im Gegenteil: Die Handlung tritt in den Hintergrund und bildet die Plattform für die Schauspieler und ihr nuancenreiches Spiel.
Kommt dazu das Drehbuch von David Mamet, der schon Filme wie 'The Verdict' mit Paul Newman oder vielleicht eher bekannt 'Wag the Dog' mit Robert de Niro und Dustin Hoffman geschrieben hat, oder aber 'The Spanish Prisoner' mit Steve Martin (war aber leider eine Fehlbesetzung...).
Jack Lemmon meinte zu diesem Film, dass er niemals sonst - weder vorher noch nachher - mit einem solch grossen Ensemble hat spielen dürfen. Und die Schauspieler waren auch an drehfreien Tagen auf Platz, nur um den anderen beim Spielen zuschauen zu können.
Kurz:
Ein würdiges Ensemble mit ganz hohem Anspruch, auch ans Publikum.
Fazit:
Dieser Film spielt die leisen Töne und benutzt dazu meist brachiale Mittel. Ein Kammerspiel der ersten Garde. Die Special-Effects in diesem Film bestehen aus schleichend-wachsender Verzweiflung, die sich beim Zuseher breit macht. Ein rundherum gelungenes Meisterwerk!
Wenn es einen Makel an diesem Film gibt, dann den, dass er aus Hollywood stammt. Einen solch klassischen Autorenfilm mit solch superbem Ensemble vermutet man eher am Broadway als im Mainstream-Hollywood. Und er bietet dem Publikum nicht nur extrem viel, sondern er fordert den Zuschauer auch heraus. Also alles andere als Popcorn-Kino, sondern Einladung zum Nachdenken über Sinn und Unsinn der Geschäftswelt.
Und mitunter auch zum Rekapitulieren der eigenen Situation im 'wahren Leben'.
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