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Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider erster Versuch, 14. August 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Ein Maskenball (Querschnitt) [italienische ] (Audio CD)
Es sollte der PR-Gag des Jahrhunderts werden: Für die Hauptrollen in Sir Georg Soltis erster Studioaufnahme von Verdis Oper über die Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. waren die beiden größten schwedischen Opernstars ihrer Zeit verpflichtet worden: Birgit Nilsson und der wunderbare Jussi Björling. Doch dann verstarb der Tenor plötzlich kurz vor den Aufnahmen und musste durch den damals noch relativ unbekannten Carlo Bergonzi ersetzt werden.

Übrig blieb Nilsson und damit ein Problem der Aufnahme: Sie kannte die Rolle gut, hatte sie auch auf der Bühne mit Erfolg gesungen, und schafft es in der Aufnahme auch, die Partie nicht mit ihrer Riesenstimme zu erschlagen. Allerdings hatte sie einfach nicht das ideale Instrument für diese Rolle: Die Amelia muss eine weich einschwingende Stimme und ein warm leuchtendes Piano haben - wie etwa Leontyne Price. Nilssons Stimme klingt v. a. in den leisen Passagen eher kühl, flach und hart. Ihre Stärke waren nun einmal starke Frauen, denen sie ihr strahlend metallisches forte leihen konnte.

Carlo Bergonzi dagegen nutzte die Chance, mit dieser Aufnahme - seiner ersten von zwei Maskenball-Einspielungen - zu zeigen, dass er der legitime Nachfolger Björlings als technisch bester, stilsicherster Verdi-Tenor seiner Zeit war - man höre sich nur einmal an, wie souverän, sehnsüchtig und elegant er "Di' tu se fedele" singt, um dann hinterher mit überschäumender Freude das "È scherzo od' è follia" anzuführen.

Die restlichen Sänger der Aufnahme sind gut (MacNeill) bis hervorragend (Simionato), an Chor und Orchester gibt es wenig auszusetzen.

Mit den sehr langsamen Tempi von Sir Georg Solti habe ich allerdings Probleme. Diese tragikomischste der Opern Verdis bräuchte eigentlich eine leichtere Hand, wie sie etwa Abbado und Ricardo Muti später gefunden haben.

Insgesamt also eine wirklich gute, wenn auch etwas schwerfällige Gesamtaufnahme des Maskenballs, die aber nicht ganz die sängerische Einheitlichkeit der in dieser Hinsicht unübertroffenen Leinsdorf-Aufnahme (auch mit Bergonzi, daneben aber Leontyne Price, Merrill, Verrett, Grist) oder die Eleganz von Mutis Einspielung (mit dem jungen Domingo, Arroyo, Cappuccilli, Cossotto, Grist) erreicht.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.10.2010, 22:50:21 GMT+2
david oi. meint:
hallo vully "vully", eine sehr interessante und treffende Rezensio ! Besitze diesen Querschnitt auch - warte aber sehnsüchtig auf eine Neuauflage der Gesamteinspielung !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2010, 01:49:15 GMT+2
vully meint:
Gibt's doch:

Un Ballo in Maschera (Ga)

Veröffentlicht am 14.05.2015, 23:04:01 GMT+2
Jan Friedrich meint:
Dass Björling die Rolle nicht unter Solti sang lag daran, dass Solti sich gegenüber Björling schikanös benommen hat, nachzulesen in Björlings Biographie.

Es kuliminierte dergestalt, dass Björling zu Solti sagte: " Gehen Sie nach Hause und studieren Ihren Part, ich kenne meinen". Darauf Solti: " Danke vielmals".

So erinnerte sich Birgit Nilsson daran (a.a.O. S. 346 f.) Die Björlings sind dann am 15.7.1960 von Rom, wo die Aufnahmen stattfinden sollten, nach Schweden zurück gereist.

Vor seinem Tod ist Björling nach seiner Rückkher aus Rom noch viermal in Schweden aufgetreten, zuletzt am 20.08.1960. Er starb am 9.9.1960.
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