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Kundenrezension

76 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thema komplex verfehlt, 4. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Komplexitäten: Warum wir erst anfangen, die Welt zu verstehen (edition unseld) (Taschenbuch)
Der Umgang mit Dynamik und Komplexität war schon immer ein Thema der Menschen und ist es erst recht in unserer heutigen schnelllebigen und vernetzten Zeit. Vor der Frage steht eigentlich jeder: Wie geht man mit einem Phänomen um, dem Unverständlichkeit und Unbeherrschbarkeit irgendwie inhärent sind? In dieses natürliche wie auch generelle Interesse stößt der Titel von Sandra Mitchells neuestem Buch. Von daher hat der Titel ohne Weiteres das Zeug zu einem Bestseller. Jedoch verheißt der Titel leider ungleich mehr als die Lektüre des Buches schließlich hält.

Mitchell beschränkt sich in ihren Betrachtungen weitgehend auf komplexe biologische Systeme, sie unternimmt nur ganz wenige Ausflüge z. B. in den Bereich sozio-ökonomischer Systeme. Über lange Strecken äußert Mitchell in Ich-Form ihre Auffassungen, die keineswegs uninteressant sind, die aber eben nur ihre höchstpersönliche Ansicht darstellen. Wenn man sich mit einem gestandenen Regelungstechniker und Kybernetiker unterhält, wird man schnell verstehen, dass Strukturen/Systeme nicht schon deswegen komplex zu nennen sind, weil Rückkopplungen bestehen und wirken. Solche rückgekoppelten Strukturen sind für den Kybernetiker das "tägliche Brot". Auch in ihren mehr wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Ausführungen geht Mitchell nicht über den "Stand der Kunst" hinaus.

Mitchell hätte eine Definition des allgemeinen Phänomens "Komplexität" über alle Wissenschaftsdisziplinen hinweg versuchen sollen, wie es der Titel ihres Buches auch erwarten lässt. Interessant wäre es darüber hinaus gewesen, wie die Menschen mit ihrer jeweils komplexen Lebenssituation (besser) umgehen. Sind die Herangehensweisen einzelner Menschen bzw. die praktizierten Managementansätze in komplexen Organisationen dem aktuellen komplexen Umfeld noch adäquat? Wird die Welt, wird unser Leben, werden unsere Geschäftsprozesse immer komplexer? Gibt es ein Ausmaß an Komplexität, dem wir bzw. unsere Unternehmen und Institutionen nicht mehr gewachsen sein werden? Was lässt sich unternehmen, um eine solche Komplexitäts-Katastrophe abzuwenden? Gibt es Kulturen, die mit Komplexität und einem größeren Quantum an Chaos leichter umgehen können als andere? Helfen uns unsere Ziele durch die uns umgebende Komplexität einen Weg zu finden? Ist diese Ziel-Methode zuverlässig und effizient? Oder wäre etwas anderes vorzuziehen? Was wäre das?...

Solche (und ähnliche) Fragen werden von Mitchell, die sich auf biologische und biochemische Systeme konzentriert, leider nicht gestellt, geschweige denn beantwortet... insofern meine ich, erhebt der Titel von Mitchells Buch einen Anspruch, den er - trotz interessanter Details - keineswegs erfüllt.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.08.2008 21:12:56 GMT+02:00
Umbaumba meint:
Hat mir voll aus dem Herzen gesprochen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.03.2009 17:50:37 GMT+01:00
B. Metz meint:
Absolut. Und wenn hier schon die Frage danach aufkommt, was es gilt in einer komplexer werdenden Welt zu unternehmen, um eine Komplexitäts-Katastrophe abzuwenden, empfehle ich die Lektüre von Paul Virilio.

Veröffentlicht am 20.02.2014 12:23:02 GMT+01:00
Bob meint:
Interessant, wenn "gestandene Kybernetiker" der Komplexität der verschiedenen Literaturen nicht Herr werden, und von einem philosophierenden Einführungsbändchen eine lehrbuchartige Beantwortung eines großen Kataloges von Fragen erwarten.
Wie immer, wenn es um "Systeme" geht, fühlen sich die beamtenhaften Besserwisser berufen, mit der großen Keule diejenigen Reflexionen, die nicht gleich den halben Index ihres favorisierten Lehrbuches zitieren, als vollkommen überflüssig darzustellen. Sicher beflügelt das die persönlichen Hoffnungen des Kommentierenden auf den Nobelpreis, ist aber für interessierte nachdenkliche Leser uninteressant.
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