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Kundenrezension

am 14. Mai 2012
Vorweg gesagt, ich gebe dem Film nicht drei, sondern dreieinhalb Sterne, geht nur nicht anders als so.
Für alle, die wieder mal eine Seal- oder sonstige US-Eliteeinheit erwarten, die knietief in Feindesblut watet, muß ich gleich "vorwarnen": Es sind dieses Mal die Franzosen, die in einem gewissen Land am Hindukusch auf den Putz hauen (OK, erst ist es Pakistan, dann Afghanistan, dürfte wohl kein Spoiler sein).
Dabei muß man sagen, daß die Jungs ihre Sache (im Film) schon ziemlich gut machen, allerdings hat der Regisseur sich dabei allzu sehr an den Ami-Filmen orientiert.

Jetzt kommt es --> Vorsicht Spoiler!

Die Entführung einer französischen Journalistin sowie ihres Begleiters ruft die Grande Armee (oder wie man das schreibt) auf den Plan. Die will mit einer größeren Spezialtruppe eingreifen. Soweit, so gut. Als sich die Lage aber zuspitzt und es klar scheint, daß die Spezialtruppe (die Rede ist von 60 Mann) zu spät käme, schickt man kurzentschlossen die paar Hansel der leichten Aufklärungsabteilung rein, die eigentlich nur fürs Ausspähen der feindlichen Position vorausgeschickt worden waren. Dummerweise spielt sich das Ganze mitten im Feindesland ab, nördliches Pakistan.
Bis dahin ist es sogar gut nachvollziehbar, wie gesagt (den Politikern würde ich, wenn sie ihren Hintern retten wollen, ein solch gewagtes Husarenstück - bei dem sie ja hinterher nicht selber im Dreck sitzen - durchaus zutrauen).

Gut, man greift ein, erledigt einiges an Wachen, holt die beiden armen Vögel raus und verkrümelt sich zu Fuß. Gute Leute, gut ausgebildet, sicher nicht unrealistisch bis zu dem Punkt.
Dann verfolgt eine regelrechte Armee den Sniper, der den Rückzug deckt. Natürlich kleben die dem durchtrainierten Elitesoldaten allesamt derart an der Backe, daß sie ihn um ein Haar einholen. Seine Kumpels warten dann, legen einen Hinterhalt - und als sie losballern, CUT....?!
Plötzlich sind alle Taliban weg - tot? Man unterhält sich lustig, kein Feind mehr da...? Ist ziemlich unwahrscheinlich, daß die eine derart große Anzahl von Kämpfern erwischt haben. Aber damit komme ich gleich auf den Hauptkritikpunkt des Films:
Die Talibs werden wie hirnlose Neuzeit-Orks dargestellt, die einfach lustig mitten ins Feuer der Soldaten reinrennen. Keiner sucht Deckung (ich glaube, das wäre für jeden Menschen nur natürlich), die wenigsten schießen auch nur zurück - sie rennen einfach weiter. Legen die es auf eine Bajonett-Attacke an, oder was?

Tja, dann kommt ein dickes "UNLOGISCH": Das Funkgerät der Truppe geht putt - au, weia!!! Kriegt natürlich - BLÖDES Klischee - eine Kugel ab. Damit ist alles im Eimer. In Zeiten von Satelliten, GPS und weiß-der-Geier-was-noch ist die Grande Armee leider noch immer auf ein blödes, altes Funkgerät angewiesen, um den Standort einer Eliteeinheit zu bestimmen. Echt traurig...! Daher, und wegen Feindbeschuss, hauen die Helis am Treffpunkt auch gleich ab - und die Franzmänner sind ratlos. Man kann über die Amis einiges denken, wenn man mag, aber das wäre den Typen bei "Tränen der Sonne" nicht passiert.

Es gibt eine regelrechte Schlacht gegen die vielen, vielen, VIELEN Talibs, die wie Heuschrecken angerannt kommen. Im Duell auf ungefähr zwanzig, dreißig Meter radiert die Spezialeinheit die armen Stammeskrieger zu Dutzenden aus - und das wieder ohne Deckung, offen, direkt Auge in Auge! Nur für jeden, der das nicht weiß: Die AK 47 hat eine höhere Durchschlagskraft als die allermeisten der Waffen, die die Franzosen in diesem Gefecht benutzen, sie fasst 30 Schuß im Magazin, die Treffsicherheit ist bei der lächerlichen Entfernung noch absolut einwandfrei. Selbst halb blinde und maximal verblödete Taliban hätten - bei der Zahl und Bewaffnung - die paar einsamen, offen herumstehenden Cowboys aus Franzland recht schnell erledigt.
Aber, nö, die Talibs rennen an, schießen kaum zurück - und sind Vogelfutter. Stand eben im Drehbuch.

OK, man kommt in ein Dorf, die Dorfleute können die Taliban nicht leiden und erteilen der Truppe ihre Gastfreundschaft. Es gibt ein wirklich gut gemachtes Scharfschützenduell des Snipers der Gruppe gegen einen Talib mit Dragunov. Dann kommt der Ober-Talib mit seinen Horden. Zuerst hauen die Elite-Fuzzies ab - und dann, als das schlechte Gewissen sie packt, kehren sie um....wozu? Sie wissen, daß sie weit unterlegen sind, sich dem Kampf zu stellen ist sinnlos - sie retten damit letzten Endes niemanden, auch nicht die paar Dorfbewohner, die sie in ihre Häuser schubsen (weil die da drin ja ABSOLUT sicher sind, gelle?).
Der Ober-Talib verfügt natürlich über telepathische Fähigkeiten - als er den Begleiter der Journalistin, der gekleidet ist wie ungefähr die Hälfte seiner eigenen Leute samt einer AK 47 zufällig von hinten erblickt, weiß er - logischerweise - sofort: FEIND - und putzt das arme Schwein weg, ohne auch nur sein Gesicht gesehen zu haben.

Dann quält man sich, stark dezimiert inzwischen, mit dreieinhalb Mann(einer ist schwer verwundet)/1 Frau durch das Hindukusch-Gebirge nach Afghanistan.
Dabei ein klarer Pluspunkt: Die Bilder von Berglandschaften und auch von den Landschaften dort sind phänomenal, davon gibt es hier ein paar, die wirklich beeindrucken. OK, der Verletzte erfriert dann, nicht schön, aber realistisch.

Tja, dann kommt man freudestrahlend und völlig fertig in Afghanistan wieder raus, die Berge hinter sich lassend - und auf einmal rückt wieder der Ober-Talib samt seinen....äh...Horden? an...? Nee, denn nachdem noch einer der Truppe das Zeitliche segnet, gehen den vorher wimmelnden Legionen an Fanatikern die Leute aus. Keine Ahnung, wohin oder warum, aber auf einmal...alle putt. Sieben, acht, so ungefähr, plötzlich sind alle weg, alle futsch. Wie sie derart schnell vor der Eliteeinheit da sein konnten, keinen Schimmer. Selbst, wenn man mutmaßt, daß sie einen schnelleren Weg durch ein Tal genommen haben, frage ich mal frech: Wie zum Geier haben die die paar Hansel in dieser zerklüfteten Wildnis gefunden, wo es keine Wege gibt?
Der Ober-Talib wird dann, als er --> böses Klischee! Die Frau als Geisel nimmt, recht unspektakulär, aber wenigstens sicher zu seinen....wieviel Jungfrauen..? geschickt. Gut.

Der Rest des Films zeigt dann noch die Frau, die - als einzige von allen Überlebenden noch lauffähig - es schafft, Hilfe zu holen.
Positiv will ich anmerken, daß einige der Eliteeinheit es durchaus schaffen, daß man sie symphatisch findet, so daß es durchaus an die Nieren geht, sie draufgehen zu sehen. Nicht jeder Film schafft das.
Mein Fazit ist: Sofern man über recht viel Unlogisches, das sich aber in so ziemlich jedem Film derartiger Kategorie findet, hinwegsieht, bekommt man einen wirklich "glotzbaren", visuell ansprechenden Actionfilm.
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