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Kundenrezension

am 27. März 2003
Die DVD- Edition zu "Nemesis" enthält die in der Kinoversion schmerzlich vermissten sieben Deleted Scenes, durch deren Wegfall der Film um gut 40 Minuten gekürzt werden musste. Darunter sind viele Dialoge, die dem Ausdruck der Handlung sehr gut tun - ohne sie wirkte das nunmehr vierte Kinoabenteuer der Next Generation Crew oftmals flach und überhastet. Vor allem ein ausführlicher Dialog zwischen Data und Picard (bei einer Flasche Wein des Jahrgangs 2267 `Chateau Picard') über Facetten des Menschseins und eine Korridor- Unterhaltung zwischen Troi und Picard über dessen Gefühle über das Vorhandensein seines Klons geben dem Film sehr viel. Auch zusätzliche Unterhaltungen Picards mit Worf und Dr. Crusher sind auf der DVD enthalten und lindern das Ärgernis darüber, dass die Crew im Kinoschnitt fast zu Statisten degradiert war. Besonders interessant: Nach dem Weggang Rikers lernt Picard in der letzten gelöschten Szene noch seinen neuen ersten Offizier, Commander Madden, kennen, der gleich einen von Riker inszenierten Fauxpas begeht und seinen Captain mit `Jean-Luc' anspricht.

Die Handlung: Die Enterprise wird auf eine diplomatische Mission nach Romulus geschickt, wo der neue Prätor Shinzon offenbar über Frieden mit der Föderation verhandeln will. Der neue Machthaber im Senat soll jedoch den Remanern angehören, dem von den romulanischen Nachbarn verachteten und unterdrückten Schwestervolk. Vorher finden Picard&Co. B-4 (deutsche Synchronisation: "Bevor"), einen `Bruder' Datas, ein früher Prototyp des Androiden, den ebenfalls Datas `Vater' Dr. Soong erschaffen hat. Auf Romulus stellt sich heraus, dass Shinzon ein Mensch ist - ein Klon Picards, den die frühere romulanische Regierung als Agent in die Föderation einzuschleusen beabsichtigte. Dieser leidet an genetischer Degeneration und braucht Picards Blut zum Überleben. Gleichzeitig hat er einen düsteren Plan: Er will die verbotene Thalaron-Strahlung, mit der er bereits den früheren Senat ermordete, einsetzen, um die Erde zu zerstören.
Am Schluss hält das Vertrauen der Romulaner in ihren neuen Prätor nicht lange, und mit Hilfe von zweien ihrer Schiffe schafft es die Enterprise, Shinzons Schiff zu besiegen, und Picard tötet in einem dramatischen Showdown seinen Feind. Jedoch kommt Data auf tragische Weise ums Leben, als er Captain Picard und die gesamte Enterprise rettet, indem er sich opfert und die bereits initiierte tödliche Waffe Shinzons auf dessen Schiff per Phaserschuss zur Explosion bringt.
"Nemesis" ist düster und in seinen Höhepunkten monumental: Shinzons Schiff trifft die Enterprise so hart, dass die halbe Brücke inklusive des Hauptschirms zerfetzt wird - Picard selbst wählt als letztes Mittel, seinen Gegner aufzuhalten, den Kollisionskurs. Das sind gigantische Szenen, und dieses Mal hat es im Gegensatz zu "Star Trek V - The Final Frontier" geklappt, einem anderen Unternehmen außer dem bewährten Industrial Light&Magic die Spezialeffekte zu übertragen - nämlich Digital Domain.
Picard und Data stehen in der Story übermäßig im Vordergrund, was die Idee des Zusammenwirkens der gesamten Crew als Team leider in den Hintergrund rückt. Außerdem sind die Dialoge im Film zumeist sehr oberflächlich, was für Star Trek untypisch ist, da diese traditionell oftmals Wendepunkte ausmachten. Jedoch wird dieses Manko durch immens starke Szenen ohne Worte wieder teilweise ausgeglichen: Captain Picard ist stets Führungspersönlichkeit und Autorität - doch diese Autorität wird völlig aufgelöst, als er seinen persönlichen Feind Shinzon - das Spiegelbild seiner selbst in jungen Jahren - tötet und wie versteinert und tatenlos verharrt...eine eiskalte uns packende Szene!
"Nemesis" ist von Spiegelbildlichkeit und in gewisser Weise auch familiären Aspekten geprägt: Picard sieht einem Widersacher ins Auge, mit dem er sich wie nie zuvor selbst identifiziert; und auch Data hat mit B-4 einen direkten Gegenspieler. Sein `Bruder' wird von Shinzon nämlich unwissentlich benutzt, um die Enterprise auszuspionieren.
In Sachen Humor kommen die Star Trek- Fans voll auf ihre Kosten: Captain Picard spricht den frisch mit seiner Deanna vermählten Riker mit "Mr. Troi" an und geht in Vorbereitung der Hochzeitszeremonie auf Betazed, zu der man nackt erscheinen muss, noch mal schnell in den Fitnessraum. Der absolute Knüller ist aber Data, der auf der Erde dem Hochzeitspaar als Geschenk den Titel "Blue Skies" singt und swingt. In der Ankündigung seiner Darbietung spricht er in seiner typisch analytischen Manier "Ladies, Gentlemen and invited transgender species" an - eine kultige Szene!
Die bombastische Aufmachung voller satter Spezialeffekte kann in "Nemesis" nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Umsetzung der Handlung ein Stück fehlt, um völlig zu den Star Trek- Vorgängern aufzuschließen. Man weiß nie so recht, ob Shinzon jetzt gerade die Erde zerstören oder inzwischen doch schon Picard töten will. Einer echten Bedrohung des Planeten kommt der Bösewicht niemals wirklich nahe und wirkt daher leider zu keiner Zeit so furchteinflößend wie einige seiner Vorgänger wie Khan oder der klingonische General Chang in früheren Filmen. Darüber hinaus bietet die Story kaum einen dramatischen Wendepunkt und verläuft zu geradlinig und ohne große Überraschungen.
Die Autoren haben sich in auffallender Weise an altem Star Trek- Material bedient. Die Jagd auf die Enterprise durch ein getarntes Schiff und das Aufspüren des gefährlichen Gegners durch eine brillante Idee ist nicht gerade ein kleines Stück der Handlung aus "Star Trek VI - The Undiscovered Country" ("Das unentdeckte Land"). Am Gravierendsten ist aber der Schluss des Films, bei dem von "Star Trek II - The Wrath of Khan" ("Der Zorn des Khan") abgekupfert wurde: Ein hochbeliebter Trek- Charakter opfert sein Leben, um alle anderen zu retten - damals Spock, und nun ausgerechnet Data - der `Spock' der Next Generation.
Diese Parallelen geben aber auch Anlass zur Hoffnung: Im nächsten Leinwandabenteuer nach Spocks Tod wurde er wieder zurückgeholt; und was damals der vulkanischen Mythologie entsprang, könnte sich jetzt durch Datas mechanische Natur verwirklichen lassen: Spock übertrug Dr. McCoy all sein Wissen - in "Nemesis" könnte es kein Zufall sein, dass Data B-4 seine komplette Gedächtnisdatenbank überspielt hat, um ihn vielleicht auf sein geistiges Niveau zu bringen, was aber vorerst scheiterte. Der Film endet mit einer durchaus positiven Note, indem B-4 sich plötzlich an den Wortlaut von "Blue Skies" erinnert, das Data zu Beginn trällerte. Brent Spiner äußerte sich in neuerlichen Interviews eher ausweichend auf die Frage, ob er in Zukunft wieder als Data zu sehen sein könnte. Früher war er entschlossen dagegen........
Einige Notizen zu Star Trek - Nemesis:
- Kate Mulgrew, bekannt als Captain Janeway aus Star Trek - Voyager, taucht kurz auf und gibt in ihrem neuen Rang als Admiral Captain Picard seine Anweisungen. Auch alte Bekannte aus TNG sind auf der Feier am Anfang zu sehen: Whoopi Goldberg als Guinan und Wil Wheaton als Wesley Crusher.
- Zum ersten Mal in Star Trek sehen wir den romulanischen Senat, und am Ende gibt es sogar diplomatische Hoffnung im Verhältnis zu den alten Feinden der Föderation, nachdem die romulanischen Schiffe der Enterprise zu Hilfe geeilt sind
- Riker wird endlich zum Captain befördert und verlässt als solcher die Enterprise mit Picards Glückwünschen zu seinem neuen Kommando, der U.S.S. Titan
- Für B-4s Kopf, den Picard, Data und Worf in der Wüste finden, wurde das Modell von Datas Kopf aus der TNG- Episode "Time's Arrow" wieder verwendet
- Damit Shinzon- Darsteller Tom Hardy noch mehr Ähnlichkeit zu Patrick Stewart erhält, wurde ihm in der Maske eine größere Nase angeklebt
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