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Kundenrezension

am 15. Januar 2009
Ich fotografiere seit 6 Jahren als ambitionierter Amateur. Mein DSLR weg startete mit der Canon 10D über die 30D, dann die 5D bis jetzt zur 5D Mark II. Das Update wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet, da doch einige Dinge an der schon guten 5D zu verbessern waren. Wobei man auch deutlich sagen muß, das Canon an der 5D MK II nicht alles erneuert hat.

Die Frage, ob man eine Vollformat- oder APS-C oder -H Format kaufen soll, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich fotografiere schwerpunktmäßig Portrait, Fashion, Street, Reisen und Architektur. Sport und Tiere in freier Wildbahn etc. bei denen man sehr schnelle und/oder weit entfernte Objekte hat, sind bei mir die Ausnahme. Daher habe ich mich vor Jahren für das Vollformat und die 5D Serie entschieden.

Nach über 2 Wochen intensiven Tests mit der 5D Mark II, hier nun meine Bewertung und einige Vergleiche zur klassischen 5D:

Gehäuse:
Nach dem Auspacken kam schon der erste positive Eindruck von der Gehäusehaptik. Die Kamera fühlt sich stabiler und griffiger als das Vorgängermodell an. Es liegt wahrscheinlich an wertigeren Riefen auf dem Magnesiumgehäuse. Die Drehräder haben mehr Widerstand und rasten satter ein. Wohl eine Qualitätssteigerungsmaßnahme um den neuen Feuchtigkeitsschutz zu gewährleisten. Die CF Karten Klappe ist immer noch aus Kunststoff, aber sie rastet besser ein und schließt lückenloser ab. Die Bedienungsknöpfe wurden nur leicht in Ihrer Position und Funktion verändert. So findet sich nun der Displaybeleuchtungsknopf neben dem Auslöser (für mich so logischer zu bedienen) und die "Löschen" Taste ist nun als unterster Knopf zu den Bedienknöpfen links vom Display gerutscht. (Achtung an alle alt 5D Nutzer! Das ist die Position, an der vorher die "Bild Anzeigen" Taste war. Bitte schnell umgewöhnen, sonst sind Bilder weg!)
Die Abblendtaste ist nun seitlich unter die Objektiv-Verriegelung verlegt worden. Das ermöglicht zwar eine bessere Bedienbarkeit beim Fotografieren, stört mich aber bei der Bedienung der Kamera im "Live View" Modus, da man leicht ungewollt die Taste drückt. Hier muss ich mich erst noch an ein anderes Halten der Kamera gewöhnen.

Display:
Neben dem oberen Kamera Display (LCD Anzeige), auf dem nun auch ENDLICH der ISO Wert angezeigt wird (und nun auch im Sucher Display!) wurde das große und gestochen scharfe 3" Display verbaut. Das alleine wäre schon fast Grund genug für das Update. Es ist hell, scharf und gibt Farben sehr gut wieder. Die Automatische Helligkeitseinstellung des Displays bei veränderlichem Umgebungslicht ist auch hilfreich. Die Menüstruktur ist nun in verschiedene Ordner aufgeteilt und damit für mich logischer und schneller bedienbar. Die Anzahl der Einstellungsmöglichkeiten ist mit den zusätzlichen Funktionen auch gewachsen.

Sucher:
Im direkten Vergleich zur 5D gefällt mir der neue Sucher besser. Ich empfinde ihn als ein bisschen größer, heller und mit bessere Abdeckung des Bildbereichs. Besonders als Brillenträger freue ich mich über diese Verbesserung, da das Sichtfeld durch die Brille sowieso schon eingeschränkt wird (Abstand zum Sucher).

Autofokus und Belichtungsmessung:
Hier hat sich die 5D Mark II eigentlich nicht verändert. Der AF scheint identisch zu dem der 5D zu sein. Dies ist ein häufig gelesener Kritikpunkt, da es hier keine Verbesserung gab. Ich wäre einer Verbesserung des AF auch nicht abgeneigt gewesen (z.B. neben dem Center auch die anderen Messpunkte als Kreuzsensoren einzubauen), aber bei meinem Einsatzgebiet war der AF der 5D schon immer ausreichend und akkurat genug, da ich hauptsächlich den Center Sensor bei meiner Arbeit nutze. Hier geht Canon einen anderen Weg als Nikon, die ihre Profi AF auch den hochwertigen Amateur Kameras spendieren. Canon verweist dann lieber auf ein anderes Kamerasystem, wie die Profi 1D Mark III oder die günstigere 50D mit besserem AF und schnellerer Serienbildfunktion.
Canon hat der neuen 5D aber ein Linsen Mikrokorrektur spendiert. Hiermit kann man ganz individuell den Fokuspunkt der Objektive nachregelt (Fron- oder Backfocus Korrektur). Ich habe mir die Zeit genommen und meine Objektive einjustiert. Und besonders bei den lichtstarken Objektiven, die bei Offenblende nur einen sehr schmalen Schärfebereich haben, kann ich akkuratere Ergebnisse erzielen! Hinzu kommt auch noch die Live View Funktion, die eine Prüfung der Fokusschärfe sehr zuverlässig anzeigt.
Die Belichtungsmessung scheint identisch zu der der alten 5D zu sein. Ich finde sie bei der Mark II genau so akkurat, wie ich es gewohnt bin. Der Weißabgleich hat sich aber m.E. etwas verbessert. In Innenräumen erhalte ich etwas akkuratere Werte, aber das ist momentan ein Gefühl und kein wissenschaftlicher Vergleich.

Sensorreinigung:
Endlich auch in der neuen 5D! Sehr oft habe ich unterwegs beim Objektivwechsel einige Staubkörner auf den Sensor bekommen. Die bemerkt man dann erst, wenn man zu Hause die Landschafts oder Architekturaufnahmen (mit großer Blende) auf dem Bildschirm sieht. Und die gleiche Staubkörner aus 300 Fotos zu klonen ist sehr nervig. Die 5D MK II hat einen automatischen Reinigungsmechanismus, der solche Staubkörner von dem Sensor schüttelt. Ich hatte bisher keine sichtbaren Staubflecken mehr auf meinen Fotos.

ISO:
Die ISO Möglichkeiten sind heute wirklich erstaunlich. Die Mark II kann von ISO 50 bis 25.600 belichten. Und ein großes Spektrum von diesem Bereich ist auch wirklich brauchbar. Ich versuche trotzdem, wenn möglich und sinnvoll, mit ISO 100 zu fotografieren. Hier ist der Kontrastumfang und das Nachbearbeitungspotential am größten. Aber bis ISO 1.600 sind wirklich noch sehr, sehr gute Ergebnisse (richtige Belichtung vorausgesetzt) erzielbar, die auch noch sehr groß ausgedruckt werden können. ISO 3.200 finde ich auch noch erstaunlich gut und absolut brauchbar. Einige A4 Ausdrucke belegen das. Ab ISO 6.400 sieht man schon einen spürbaren Qualitätsverlust. Für 10 X 15 Fotos aber noch absolut passabel und alle mal einem verwackelten Bild vorzuziehen. ISO 12.800 und 25.600 (als H1 und H2 auf der Kamera bezeichnet) sind immerhin besser als kein Foto zu haben und in kleinem Format auch noch verwendbar. Aber bitte keine Wunder erwarten!
ISO 50 (L) ist eher etwas für extrem helle oder Studiosituationen, in denen man den Blitz nicht weit genug runter regeln kann, oder wenn man längere Belichtungszeiten benötigt um Bewegungsunschärfe zu produzieren und man keinen Graufilter zur Hand hat.

Auflösung:
21 Megapixel... Eigentlich bin ich überhaupt kein Freund von dem Pixel Wahn, der sich in den letzten Jahren als vermeindliches Qualitätsindiez für Digitale Kameras eingebürgert hat. Es kommt doch letztendlich darauf an, wie gut die Pixel dargestellt werden können (Farbe, Kontrastumfang, Rauschen) und wie gut ein Objektiv diese Pixel ohne Farb- und Bildverzerrungen auflösen kann?
Ich hatte bei dem Sprung von 12 zu 21 MPix wirklich Sorgen, da nun 75% mehr Pixel den Platz auf dem Chip teilen müssen, ohne sich gegenseitig dabei zu stören. Zum Glück war diese Sorge unbegründet! Die Auflösung, Farbwiedergabe und der Kontrastumfang begeistern mich bei der 5D MK II. Aber, eine Vollformatkamera braucht gute Objektive, und eine 21 Mpix Kamera braucht hervorragende Objektive um die Detailauflösung wirklich darzustellen.
Leider tendieren viele ambitionierte Fotografen dazu nach den besten Kameras zu greifen, dann aber an den Objektiven zu sparen. Ein gutes Objektiv hat man vielleicht Jahrzehnte, ein DSLR Gehäuse aber z.T. nur 3-5 Jahre. Ein Vergleichstest mit einem günstigen Zoom Objektiv war wirklich erschreckend. Im Vergleich zu dem hochwertigen Canon 70-200 f/4 IS L wirkten die anderen Fotos, als hätte man Vaseline auf die Frontlinse geschmiert. Es müssen nicht immer Canon "L" Objektive sein, aber bei den Zoomobjektiven ist man mit der f/4 L Reihe von Canon schon sehr gut aufgehoben, wenn man nicht das Maximum an Lichtstärke benötigt (ich bin mit diesen absolut zufrieden: 17-40, 24-105(sehr als "Immer drauf" und Reiseobjektiv zu empfehlen) und 70-200). Aber auch Festbrennweiten ohne "L" machen einen sehr guten Eindruck (50mm f/1.4, 85mm f/1.8, 100mm f/2.8 macro).
Der Sprung von 12 zu 21 MPix bedeutet real, dass ein Bild bei 100% Ausgabegröße im Vergleich "nur" ca. 1/3 längere Kantenlängen hat. Also ein Ausdruck mit 12 MPix von vorher z.B. 100 X 66cm würde dann bei 21 MPix 150X100cm bedeuten (je nach dpi Vorgabe).

Bildergebnisse:
Die Fotoergebnisse überzeugen mich von dem Fortschritt der Sensor- und Prozessortechnologie. Die Detailauflösung (mit guten Objektiven) ist erstaunlich! Und der Bearbeitungsspielraum der RAW Dateien eindeutig größer, als die der alten 5D.
Allerdings bezieht sich mein Ergebnis nur auf Bilder, die im RAW Modus fotografiert wurden. JPG Ergebnisse überzeugen nicht so sehr, da gerade Details in dunklen Bereichen etwas matschig werden (zu starke Rauschunterdrückung?).
Ich kann jedem nur empfehlen, seine Fotos immer in RAW zu fotografieren. Die Dateien sind zwar größer, aber wer eine so teure und hochwertige Kamera kauft, der sollte seine Ergebnisse nicht in einem Verlusstbehafteten Format wie JPG sichern.
Und mit einer ordentlichen Fotosoftware wie Apple Aperture oder Adobe Lightroom 2 ist die Bearbeitung und das Verwalten der digitalen RAW Schätze auch viel einfacher geworden.

Video:
Video ist eine Funktion die ich nett finde, die meine Kaufentscheidung aber nicht beeinflusst hat. Es ist schon praktisch neben der relativ schweren Fotoausrüstung nicht auch noch eine Videokamera mitschleppen zu müssen, aber eine normale Videokamera zum spontanen Filmen im Urlaub oder bei Familienfeiern ersetzt die 5D II in meinen Augen nicht. Es fängt schon bei der unhandlicheren Ergonomie für Videoaufnahmen an und setzt sich bei der schlechten Kontrastautofokus Steuerung fort. Zwar kann man jetzt mit einem Vollformatsensor und den hochwertigen Objektiven Cineastisch sehr hochwertige Filme drehen, aber schon die manuelle Scharfstellung an den doch manchmal etwas schmal geratenen Fokusringen der Objektive ist ein Akt (dank des großen Sensors und der lichtstarken Objektive kann man die z.T. sehr geringe Schärfentiefe viel besser beeinflussen als bei kompakten Videokameras, aber daher ist eine akkurate AF Steuerung umso wichtiger, da sonst nur unfokussierte Filme heraus kommen. Da nützt auch die tolle HD Auflösung nichts). Das eingebaute Mikrofon überträgt auch die Geräusche des IS (sofern vorhanden) und der Zoom oder Fokusverstellung und sollte unbedingt durch ein externes Mikrofon ergänzt werden.
Wer sich aber als Filmemacher probieren möchte, kann mit Stativ, externem Mikrofon und ordentlich manueller Fokusübung sehr vorzeigbare Ergebnisse erzielen (siehe Canon Website oder Video Portale).

Fazit:
Die 5D Mark II ist die logische und konsequente Weiterentwicklung der klassischen 5D. Höhere Geschwindigkeit, besseres Display und Sucher, sowie Annehmlichkeiten einer Sensorreinigung oder Live View plus Videomodus runden das Paket ab. Die Auflösung und Farbwiedergabe der Bilder im RAW Modus sind aus heutiger Sicht und in dieser Preisklasse mit guten Objektiven einfach überragend.
Canon bleibt seiner Modellpolitik treu und baut nicht alles technisch machbare in die 5D MK II ein. Das bleibt dem Topmodell der 1Ds Serie vorbehalten. Die 5D MK II ist dafür aber auch 70% günstiger als die 1Ds MK III. Je nach Einsatzzweck der Kamera muss man vielleicht kleine Abstriche beim Autofokus machen, oder aber sich für das Modell entscheiden, welches den fotografischen Haupteinsatzbereich am besten abdeckt.
Bei diesen technischen Fortschritten dürfen wir ab nicht vergessen, dass es immer noch der Fotograf ist, der gute oder weniger gute Fotos macht. Die 5D MK II ist keine Allheilmittel und wird nur in geschulten Händen auch überragende Ergebnisse erzielen können.

Alles in Allem meine Bewertung aus meiner Sicht und für meinen Einsatzzweck nach Schulnoten: 1-

Pro:
+ Besseres Gehäuse
+ Besserer Sucher
+ Viel besseres Display
+ Bessre Menüsteuerung
+ Sensorreinigung
+ AF Microadjustment der Objektive
+ Live View
+ 3 Custom Funktionsspeicher
+ Sehr hohe Auflösung mit guten Objektiven
+ Farb- und Kontrastumfang in RAW Dateien größer als bei der 5D
+ 1- 1,5 Blendenstufen besseres ISO Rauschverhalten
+ Video Möglichkeit für Profis

Contra:
- AF nicht durch weitere Kreuzsensoren aufgewertet
- AF in Videomodus ungenügend (Kontrastbasier, da Spiegel hochgeklappt ist)
- Auto ISO nicht ausreichend einstufbar
- ISO Empfindlichkeit scheinen nicht ganz akkurat zu sein. Ich vermute, dass ISO 200 in Wirklichkeit eher 150 ist. Das ist ein wenig Augenwischerei. Die alte 5D war da näher am Realwert.

P.S. Ich habe keine Probleme mit der Firmware 1.06 und konnte keine Fehler im Grenzbereich feststellen. Ein Update auf FW Version 1.07 habe ich daher noch nicht vorgenommen.
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