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Customer Review

TOP 1000 REVIEWERon February 23, 2011
Vorschusslorbeeren sind immer eine schwere Bürde für einen Film, da sie eine gewisse Erwartungshaltung auslösen.
Was hat man über diesen Film nicht alles im Vorfeld lesen können, von einem Thriller der Extraklasse war da die Rede, von überragenden Schauspielleistungen, spektakulären Ballettszenen und und und...
Ich habe mir daher nach "Genuss" dieses Machwerkes die Frage gestellt, ob es mich mehr hätte überzeugen können, wenn ich es ohne Vorinformation gesehen hätte.
Die Antwort ist leider eindeutig ausgefallen: Nein.

Die Geschichte ist schnell erzählt:
Eine junge Balletttänzerin will in einer Schwanensee-Inszenierung die Doppelrolle des guten weißen und des bösen schwarzen Schwanes verkörpern.
Vom Typ her eher der unschuldige weiße Schwan, weckt die Identifikation mit dem schwarzen Schwan eine bereits zuvor latent in ihr schlummernde Schizophrenie.

Es mag sein, daß die Darstellung eines schizophrenen Charakters gewisse Anforderungen an Schauspieler stellt und die guten Kritiken für die Leistung von Natalie Portman in diesem Film daher eine zumindest gewisse Berechtigung haben, zumal die Konkurrenz in der Sparte weibliche Hauptdarstellerin im Oscarjahr 2010 nicht allzu überragend ist.

Das ändert aber nichts daran, daß "Black Swan" ein schwacher Film ist.
Geschichte: vorhersehbar
Ballettszenen: unspektakulär
Darsteller: durchweg gut, aber leider an diesen Film verschwendet

Dazu wird wirklich kein Klischee ausgelassen, die nicht nur psychisch labile, sondern natürlich auch essgestörte Ballerina, die ehrgeizzerfressene Mutter, die an ihrem mit Gewalt "klein" gehaltenen Töchterchen die eigenen unerfüllten Karriereträume von einst ausleben will, der tyrannische Trainer, die undurchsichtige sexy Konkurrentin, mittels der hier auch noch schnell ein paar möglicherweise publicityförderliche homoerotische Fantasien präsentiert werden, ein paar splatterartige Ekelsequenzen mit aufgerissenen Nagelbetten, aufgekratzter Haut und ähnlichem...

Selbst die wunderschöne Musik von Tschaikowski rettet da nicht viel, zumal der Soundtrack nicht mit interessanten Neuarrangements oder -interpretationen aufwarten kann

Winona Ryder überzeugt in einer kleinen, aber feinen Nebenrolle als Exballerina.
Auch Mila Kunis als schwarzer Schwan ist eine interessante Entdeckung.
Umso enttäuschender, daß sich der sonst oft so großartige Vincent Cassel für diesen Film hergegeben hat.
Die Darstellungen von Natalie Portman und Barbara Hershey, die ihre Mutter spielt, mögen nicht schlecht sein, erschienen mir persönlich aber allzu überzeichnet.

Alles in allem ein für mich leider enttäuschend oberflächliches, oft unfreiwillig komisches kleines Splatterfilmchen und auf gar keinen Fall der tiefgründige große Wurf, als den die Macher und die amerikanischen Kritiker uns dieses zu verkaufen versuchen.
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