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Customer Review

on February 8, 2013
Ich denke, dass mir ein Großteil aller Metalheads bei folgender These unterstützend zunicken wird: Die schwedischen NWOBHM-Fetischisten von ENFORCER gehören zu den wohl hoffnungsvollsten Szene-Newcomern der letzten Jahre. Zusammen mit Acts wie u.a. ALPHA TIGER oder HIGH SPIRITS überzeugt das Quartett durch seine enorme Spielfreude, rohe Live-Performances und vor allem eine gehörige Packung "good-time rock", die bei begeisterungsfähigen Hörern (aller Altersschichten!) verdammt gut ankommt. Nach den beiden Vorgänger-Scheiben "Into the night" und "Diamonds" (Pflicht!) darf sich die weltweite Headbanger-Gemeinde nun erneut voller Freude die Finger verbrennen...denn mit dem zackigen, erneut bewusst basisch produziertem 35-Minüter "Death by fire" haben ENFORCER zum wiederholten male alles richtig gemacht.
Obwohl, wirklich alles? Hier kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Nicht diskutierbar ist und bleibt auf jeden Fall die Tatsache, dass der 9-Tracker unglaublich viel Spaß macht, was für eine Kaufempfehlung eigentlich schon locker ausreicht. Mit einem derart kraftvollen und sympathischen NWOBHM/Speed-Metal-Schulterschluss aus IRON MAIDEN , SAVAGE GRACE , RIOT , EXCITER und TYGERS OF PAN TANG kann die Band tatsächlich nur gewinnen. Auch ich habe mich nach den ersten "Death by fire"-Durchläufen von der rohen Power etwas blenden lassen, und hätte eine 5-Sterne-Bewertung vermutlich sofort blind unterschrieben...übrigens eine Bewertung, die anhand der bereits genannten Positiv-Punkte auch für mich nachvollziehbar wäre.
Nach ein Paar Tagen in der ENFORCER-Endlosschleife muss ich jedoch feststellen, dass sich Songs wie u.a. "Run for your life" , "Satan" , "Mesmerized by fire" oder "Death rides this night" doch weitaus schneller abnutzen, als ich es anfangs erwartet hatte. Die musikalische Herangehensweise ist hier bei jeder Nummer fast identisch - selbst die guten (!) Refrains ähneln sich dabei merklich. Die große Ausnahme auf der A-Seite ist das furiose "Take me out of this nightmare", das zukünftig gewiss zum großen Live-Abräumer avancieren wird. Dennoch: Im Vergleich zum vor zwei Jahren veröffentlichten "Diamonds"-Oberhammer bleiben relativ wenige Hits wirklich beim Hörer hängen. Konnten die Songs auf dem direkten Vorgänger (z.B. die endgeilen "Katana" und "Running in menace") selbst nach dem hundertsten Durchlauf noch restlos überzeugen, so sind diese Momente auf "Death by fire" eher rar gesät. Wohl gemerkt, ich spreche dabei aus meiner persönlichen Sicht. Das ist alles solide gemacht, und für die nach purer Metal-Nostalgie lechzenden Szene ist eine Band wie ENFORCER auch echt Gold wert. Eine musikalische Weiterentwicklung ist bloß leider kaum zu spüren.
Richtig klasse wird der Schweden-Vierer jedoch immer dann, wenn die Musiker aus dem eng-geschnürten Speed-Metal-Korsett ausbrechen: Mit dem fabulösen Instrumental "Crystal suite" schreitet man punktgenau in den MAIDEN-Fußstapfen der DiAnno-Phase, so dass diese Nummer selbst für den Jahrhundert-Klassiker "Killers" eine Bereicherung gewesen wäre. Ein noch größeres Lob muss man für das zweigeteilte "Silent hour / The conjugation" aussprechen, auf dem ENFORCER für ihre Verhältnisse fast schon vertrackt zu Werke gehen, und ihren Sound somit ein gutes Stück neu erfinden. Besonders erwähnenswert ist die tolle Gitarrenarbeit, die - wie eigentlich auf dem kompletten Album! - diesem Song durch ständige, unerwartete Wendungen die Krone aufsetzt. Genial!
Fazit: Wie gesagt, es bleibt absolut unbestritten, dass eine Band wie ENFORCER den hart erkämpften Erfolg einfahren wird - und auch einfahren muss! Alles in allem gefällt mir der Zweitling "Diamonds" aber doch um einiges besser. Auf den nächsten Scheiben sollten die Schweden daher mehr Mut zur Veränderung zeigen. Vorausschauen statt Stillstehen! Das oben genannte Highlight "Silent hour / The conjugation" kann hier nur der Anfang sein...denn besser bzw. mitreißender kann man Heavy-Metal heutzutage eigentlich nicht spielen.
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