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Kundenrezension

am 26. Januar 2008
Es ist schon etwas Besonderes, ein Herr der Ringe-Spiel als ein Rollenspiel zu präsentieren, allerdings ist das bei Action-Spezialist Electronic Arts ordentlich nach hinten losgegangen, jedenfalls, wenn man das erwartet, was ein Rollenspiel regulär bieten sollte. Besonders bei diesem Spiel ist auch, dass die Haupt-Charaktere nicht aus dem Film stammen. So bietet das Spiel eine ganz eigene Handlung, aber genau dadurch entstehen viele Konfliktpunkte mit der Hauptgeschichte vom HDR. Wer sich daran nicht stört, wird vielleicht eine etwas bessere Auffassung haben.

pro:
- sehr gute Grafik
- Kampfbewegungen wirken sehr realistisch
- eigenständige Handlung, die immer mal wieder auf die Handlung des Herrn der Ringe trifft
- eigenständige Charaktere, die auch jeweils eine eigene Vor-Geschichte haben
- Umgebungen sind sehr weitläufig
- man hat sowohl Pflichtaufgaben, als auch freiwillige Aufgaben zu erledigen
- Design der Spieleumgebung sieht exakt so aus wie das der Filme (so ist man schon ziemlich fasziniert, wenn man in Helms Klamm oder Minas Tirith umherlaufen kann und eigentlich alles wiedererkennt)
- Musik ist dem Soundtrack entnommen und passt zum ersten Mal auch zur jeweiligen Umgebung (also wird auch die Helms Klamm-Musik für Helms Klamm benutzt und nicht für Moria oder so...)
- sehr viele (über 100) Zwischensequenzen aus den drei Filmen
- einige Zwischensequenzen, die die Handlung der spielbaren Truppe weitererzählen
- Sounds sind sehr realistisch und passen sich dem Untergrund, auf dem man geht, sehr gut an
- Steuerung ist sehr simpel gehalten
- rundenbasiertes Kampfsystem mit ausreichend Options-Möglichkeiten
- einstellbarer Schwierigkeitsgrad
- sehr viele einsetzbare Objekte, die auch in ihren Eigenschaften mit der Film- bzw. Buchvorlage übereinstimmen
- weitere Dialoge der HDR-Hauptcharaktere, die von den originalen Sprechern gesprochen wurden

contra:
- Spiel ist auch auf Schwierigkeitsgrad "leicht" sehr schwer und als Rollenspiel-Neuling wird man wohl manchmal Teile nochmal spielen müssen
- Speichern kann man nur an festgesetzten Speicherpunkten und die kommen mal häufig und mal auch fast gar nicht vor
- Helms Klamm ist als solches viel zu schwierig geraten und ist eigentlich der schwierigste Level des ganzen Spiels. Richtig gemein wird es dann, wenn die Schlacht beginnt. Vorher wird nochmal abgespeichert und dann kommt die Schlacht, in welcher immer wieder Gegner nachrücken (dieses Nachrücken passiert so an die 10 mal) und ist die eine Schlacht abgeschlossen, folgt nach einer kurzen Zwischensequenz die nächste Schlacht nach dem gleichen Schema und keine Speichermöglichkeit. Alles in allem kommt dabei heraus, dass alleine die Schlacht in Helms Klamm ca. 1 Stunde dauert und wenn man kurz vorm Ende stirbt (wie ich) dann muss man die komplette Stunde noch einmal spielen!
- auf älteren PlayStation 2-Konsolen kann es manchmal zu kleinen Sprüngen (oder versetztem Bild und Sound) in den Zwischensequenzen kommen
- Spielverlauf ist mehr als eintönig! Ein Kampf jagt den nächsten! (mehr dazu unten)
- Spielanleitung ist viel zu kurz und erklärt eigentlich gar nicht, wie man das Spiel bewältigen kann. Das muss man sich schon selbst beibringen und vor allem Neulinge werden damit wohl auch Probleme haben
- Handlung ist manchmal sehr unlogisch und lässt sich nicht in die Handlung der Filmvorlage fügen (mehr dazu unten)
- Spiel hat einige Bugs, die den Spielverlauf stark beeinträchtigen! (mehr dazu unten)
- Sprecher betonen einige Namen sehr schlecht oder schlichtweg falsch (ironischerweise sind das genau DIE Sprecher, die auch den Film richtig synchronisiert haben...)

neutral:
- Spieler, die den Herrn der Ringe nicht gesehen haben, werden es bei diesem Spiel noch schwieriger haben, denn z.B. Gegner, die im Film empfindlich auf Pfeile reagieren, reagieren ebenso im Spiel. Für Filmfans ist das natürlich ein großer Pluspunkt, aber andere müssen erst ausprobieren, worauf Gegner empfindlich reagieren
- Spielzeit ist mit über 20 Stunden für Gelegenheitsspieler recht lang, aber für echte Rollenspieler viel zu kurz (langwierig wird die Spielzeit aber durch keinerlei Abwechslung in den Aufgaben)

Dieses Spiel schafft es, einen in einer Minute so zu faszinieren, dass man denkt, das sei bisher das detailreichste und liebevollste Spiel, das den Film umsetzt und im nächsten Moment wird dann alles wieder zerstört. Das passiert vor allem dann, wenn die Handlung unserer Gefährten-Truppe auf die Handlung des eigentlichen Films trifft. Dort gibt es immer wieder Überschneidungen, die jedem Fan die Haare zu Berge stehen lassen! Fast jede Überschneidung mit Charakteren aus dem Film geht dabei absolut in die Hose, denn das Spiel bezieht sich ja auf den Film und lässt dabei aber total das Gezeigte im Film außer acht. So schafft es der Wächter im Wasser, den Mineneingang nach Moria mit nur einem Schlag wieder freizumachen, die Treppe zur Brücke von Khazad-dum wurde im Film durch große Felsen zerstört und ist teilweise kommplett weggebrochen. Komisch, dass sie im Spiel wieder heile ist, obwohl die echten Gefährten schon vor einem sind. Der Knüller überhaupt folgt danach: Der Kampf mit dem Balrog. Hat etwas jemand von euch im Film Berethor und zwei weitere Personen gemeinsam mit Gandalf gegen den Balrog kämpfen sehen? Da muss ich wohl eingeschlafen sein... Danach folgen wieder Parts, ich denen man sich denken kann, dass sie das wirklich so parallel zum Herrn der Ringe zugetragen hätte. Alles, inlusive Helms Klamm lässt sich nahtlos in die Verfilmung einfügen, denn die Hauptcharaktere könnten ja in den nicht gezeigten Szenen auf die Gefährten-Truppe des Spiels gestoßen sein. Aber dann geht es wieder los... Berethor und Co kämpfen an der Seite von Faramir in Osgiliath, der Hexenkönig von Angmar bekommt während des Spiels gleich dreimal was auf den Deckel (komisch, irgendwie scheint er dadurch auch immer stärker zu werden...), man kämpft gemeinsam mit Gandalf gegen den Hexenkönig und als wäre das noch nicht schlimm genug, weil Gandalf ja im Film gar nicht gegen ihn kämpft, fehlen auch noch Pippin und das Pferd in der Szene komplett, der brennende Denethor rennt an den Spiel-Gefährten vorbei (auch da haben wir wohl im Film wieder geschlafen) und der Oberknaller am Ende: Man kämpft gegen das Auge Saurons auf der Spitze des Barad-dur! Erstaunlicherweise ist Sauron auch viel leichter als der dritte Kampf gegen den Hexenkönig von Angmar.

Als wäre das jetzt nicht genug: Das Spiel an sich lässt sich wirklich nicht als Rollenspiel bezeichnen, denn es ist einfach ein rundenbasiertes Action-Spiel. Mehr als Kämpfen und Truhen öffnen (die man noch dazu sehr gut findet) muss man hier nicht. Auf Rätsel-Elemente wurde komplett verzichtet und auch Dialoge mit anderen Charakteren kommen außer in Rohan nie vor! Noch dazu bietet das Spiel einige Bugs, die die Handlung stark beeinflussen. Jedes Mal, wenn man abspeichert, sind sowohl Gesundheit als auch Aktionspunkte wieder komplett hergestellt (das bietet aber auch Vorteile, da sonst das Spiel noch viel schwieriger wäre) und manche Gegner lassen sich nicht besiegen! In Osgiliath flüchtet man durch die Tunnel, um Idrial zu retten, die sich währenddessen alleine gegen Orks durchschlagen muss. Immer wieder gelangt man also auch in ihren Kampfbildschirm. Geht man aber in einen bestimmten Tunnel in Osgiliath, schlagen die Orks solange auf sie ein, bis die tot ist... Gleiches Problem auf dem Pelennor: Die beiden Mumakils schlagen sooft auf die Charaktere ein, bis sie tot sind... Erst wenn man wirklich alle Truhen und alle Gegner, die keine Pflicht sind, beseitigt hat, lassen sich auch die Olifanten erledigen. Setzt man ein gegnereinschläferndes Objekt ein, aber der Gegner ist dagegen immun, wird das zwar angezeigt, aber die Charakter-Reihenfolge tut so, als sei der Gegner betäubt und demzufolge sieht man nicht mehr, wann und wie oft der Gegner das nächste Mal zuschlagen wird. Das wird einem auch öferts mal das Leben kosten... Darüber hinaus gibt es noch diverse weitere Bugs.
Dieses Spiel können leider auch nicht mehr die schöne Umgebung, die Musik und die vielen Zwischensequenzen retten. Dafür sind die Nachteile einfach zu groß. Wer allerdings immer schonmal Mittelerde noch näher als bisher erleben wollte, sollte mal eine Reise wagen, aber spätestens ab der Hälfte will man es unbedingt durchspielen, aber nicht weil es so spannend ist. Die vielen Kämpfe hängen einem irgendwann zum Hals raus, sodass die weiten Level viel zu lang wirken und das Übrige tun dann die schlampig verknüpfte Handlung und die Bugs...
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