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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 26. August 2007
Die Gallier leisten den Römern mal wieder Widerstand... Das Leben ist nicht leicht für die römischen Besatzungsmächte. Und dabei versucht der dort stationierte Gaius Bonus (bereits aus den Comics bekannt) alles, um der Lage irgendwie Herr zu werden. Fernab von allen Prügeln bereitet sich Cäsar gerade auf die Besetzung der Insel Britanniens vor. Sein Gouverneur Tullius Destructivus weiß um die Geschehnisse in Gallien, hält aber lieber den Mund. Er will sich ganz nach oben intrigieren. Dafür würde er über Leichen gehen. Als der Steuereintreiber Inkorruptus nach Gallien kommt um in den dortigen Provinzen das Geld der Unterworfenen einzutreiben, macht er natürlich auch Zwischenstop in der Region um Aremorica, dort wo die unbeugsamen Gallier leben. In der mitgebrachten Steuertruhe hat er eine ganze Menge Goldstücke. Dies bleibt natürlich dem Gallier Lügfix, der für die Römer als Zwangsarbeiter arbeitet, nicht unbemerkt. Doch wie kommt man an das Gold heran? Da er um die unbeugsamen Gallier weiß, gibt er sich dort als Seher aus und lügt den Galliern das Blaue vom Himmel. Er erzählt ihnen, dass bald jemand mit viel Gold in ihr Dorf käme. Mit diesen Gold könne Majestix eine Armee aufbauen und die verhassten Römer aus dem Land werfen. Das hört sich natürlich gut an und als Inkorruptus ins Gallierdorf kommt, klauen die Gallier ihm das Gold. Asterix ist zwar bei der Prügelei dabei, aber schlägt vor, das Gold zurückzugeben. Zwar können die Gallier einigen Römern standhalten, er ist sich aber der Gefahr bewusst, wenn die ganzen römischen Legionen vor dem Dorf auftauchen. Majestix lehnt dies ab. Cäsar ist aufgebracht. Als er davon erfährt, lässt er die Truppen der Römerlager antreten, die natürlich verprügelt werden. Asterix will jedoch immer noch das Gold zurückgeben, denn eine solche Schmach lässt sich Cäsar nicht bieten. Während einer Feier mischt Lügfix Asterix etwas ins Omelett. Daraufhin sieht dieser überall Cäsar und fängt dort Streit an. Lügfix nutzt die Gunst und verzieht sich mit dem Gold.

In der Zwischenzeit ersinnt Destructivus einen düsteren Plan. Mit dem Zaubertrank könnte man doch der Gallier habhaft werden. Er erläutert Cäsar, dass man den Druiden entführen müsse. Cäsar jedoch hat den Galliern zugesichert, dass deren Bräuche nicht angetastet werden. Dies gelte jedoch nur für die, die sich an Cäsars Worte halten, kann ihn Destrucivus beruhigen. In Wahrheit möchte er jedoch nicht an den Zaubertrank, um ihm Cäsar zu geben, sondern er will die Macht an sich reißen. Miraculix, der Druide des Dorfes, ist schnell entführt, Zaubertrank kaum noch vorhanden. Und da die römischen Legionen vor dem Dorftor stehen, bleibt Asterix nur noch eine List. Obelix soll sich als Legionär verkleiden und Asterix ausliefern, damit dieser an Miraculix kommt. Doch der gute Obelix hat ganz andere Probleme: Er ist Hals über Kopf in die wunderschöne Falballa verknallt...

Jeder kennt Asterix, den kleinen witzigen intelligenten Gallier, und seinen schwergew... äh gutgebauten und etwas naiven Freund Obelix. Gemeinsam lehren sie den römischen Besatzungsmächten in Gallien das Fürchten. Denn sie stammen aus dem einzigen von Galliern bevölkerten Dorf, das nicht aufhört, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Ein Zaubertrank macht sie unbesiegbar. Legion um Legion wird verprügelt... fliegen die Römer tief, gibt's schönes Wetter... die Frage ist nur... Im Zeichentrickfilmen bekommt man ja alles hin, aber dieser Stoff galt einfach mit realen Darstellern lange Zeit als unverfilmbar.

Claude Zidi hat es geschafft. Mit seinerzeit neuartigen Effekten ist es ihm gelungen ein Comicfeuerwerk zu zaubern - und das als Realfilm. Doch der Film lebt nicht nur von seinen Effekten, sondern auch von seinen großartigen Darstellern, die den Comicvorbildern sehr ähnlich sehen. Mit einem europäischen Staraufgebot konnte diese Realverfilmung aufwarten:
Da ist zum Einen Asterix (Christian Clavier "Napoleon", "Die Besucher") und natürlich sein bester Freund Obelix (einmalig: Gérard Depardieu). Ihr Widersacher Cäsar (unglaubliche Comicähnlichkeit: Gottfried John) und sein schmieriger Getreuer Destructivus (Mit Spaß am Blödsinn dabei Roberto Benigni "Das Leben ist schön"). Bis in die kleinsten Nebenrollen ist der Film hochkarätig besetzt: Falballa (dargestellt vom korsischen Top-Model Letetia Casta), Gutemine (Marianne Sägebrecht) und Majestix (jetzt kommts: Dargestellt vom Urgestein Michel Galabru! Den jüngeren Zuschauern wird er nichts sagen, aber den junggebliebenen Zuschauern: Es handelt sich tatsächlich um den Schauspielkollegen von Louis deFunes, der in unzähligen Filmen mitgespielt hat, so als "Bürovorsteherchen" in der gesamten deFunes-Flic-Reihe.). Untermalt wird der Film von einem stimmungsvollen Soundtrack, der das keltische mit dem römischen verbindet!

Der Film ist m. E. nach bislang die beste Realverfilmung. Der zweite Teil ist zwar auf seine Art auch einzigartig, jedoch fehlen die Darsteller der Gallier und Römer des ersten Teils, die diesen so sehenswert machen.

Asterix & Obelix gegen Cäsar versucht das comichafte mit der realen historischen Welt zu verbinden. So sehen die Römer auch nicht aus wie im Comic, sondern eher wie in der damaligen Zeit. Einziger Wermutstropfen ist, dass man es nicht geschafft hat, eine neue Geschichte zu erfinden, sondern dass hier - wie sonst bei Asterix auch bis auf den Film "Asterix erobert Rom" als einzige Ausnahme - Comics oder Comicteile Pate gestanden haben. So ist Lügfix mal wieder aus "Der Seher" oder aus "Operation Hinkelstein", der sich auch "Der Seher" zum Vorbild genommen hat, in Erscheinung getreten. Und das auch noch ziemlich verpulvert... Nach seinem Kurzauftritt ist er auch schon wieder weg. Das Ganze erinnert auch an den Film "Asterix - Der Gallier" und den ersten Band. Nur ist es hier nicht Gaius Bonus, der mit Machtgelüsten daherkommt, sondern Destructivus, der auch seinen Comicauftritt in "Streit um Asterix" hatte, wenn auch nicht in dieser Form. Falballa ist bekannt aus "Sieg über Cäsar". Ein Teil aus "Asterix bei den Briten" (Ansprache zur Eroberung der Insel Britanniens) sind ebenfalls in dem Film zu sehen. So bleibt der Film zwar sehenswert, was Schauspieler und Effekte anbelangt, eine innovative Story jedoch, wie "Asterix erobert Rom" bietet er nicht.

Die DVD kommt mit einigen Specials daher. So kann man innerhalb des Films bei Erscheinen diverser roter Punkte sich die Realisierung der Effekte zeigen lassen, des Weiteren ist das Original-Musikvideo mit dem Originalsänger, das hier in Deutschland mit Xavier Naidoo und dem Song "Sie sieht mich einfach nicht" zum Erfolg geworden ist, ansehen.
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