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Kundenrezension

am 30. Oktober 2011
Voarab zur BluRay Edition

Die Bildqualität ist absolute Spitzenklasse genauso wie der Ton. DTS-HD Master in 5.1 Surround sowohl Englisch als auch Deutsch lassen nichts zu wünschen übrig. Wer sich mit Blu Rays auseinandergesetzt hat weis, das DTS gegnüber Dolby besser klingt und die große Anzahl an DTS Spuren auf BluRays sollte für sich sprechen.

Der Film startet direkt, man muss nicht erst im Menü starten. Mal eine andere herangehensweise.

Die Extras sind gut. Interviews mit den Darstellern, die Kinotrailer so wie ein Behind the Scenes runden die Disc ab. Das Geld definitiv wert.

Nun zum Film:
Ein Freund zeigte mir eines Abends diesen Film, von dessen Existenz ich bis dahin nichts wusste.
Ich hatte also die Gelegenheit völlig unvoreingenommen zu sein.

Erwartet habe ich einen Film nach Hollywood Manier mit Feuergefechten heroischen Heldentaten der Soldaten und natürlich wieder massig Action - wie so oft. Doch hat mich der Film eines besseren belehrt. Allein schon die Anfangsszene ist so spannend gewesen, dass ich meine Augen nicht vom Schirm nehmen konnte.
Wenn man ein bischen Empathie und Einfühlungsvermögen hat, kann man sich gut in die Situation des Soldaten im Anzug versetzen. Große Kampfszenen mit vielen verschossenen Patronen sucht man hier vergeblich. Der Film fokusiert auf die Atmosphäre der jeweiligen Situation.
Ton, Ton-Schnitt, Bildqualität und Bildschnitt sind 1A und wirken nicht wie hochglanz.

Das gemeckere das der Film stinklangweilig sei, keine Spannung hätte und inhaltlich falsch sei, möchte ich hier zurückweisen. Wenn man einen Hollywood Blockbuster mit viel Action sucht, ist es klar das man enttäuscht wird. Dies war nicht die Intention. Weder der Regisseurin noch des Drehbuchautors Mark Boal.
"Für die episodenhafte Geschichte um ein US-amerikanisches Bombenräumkommando im Irak hatte der Journalist Ende 2004 selbst mehrere Wochen eine Einheit an die Kriegsschauplätze in Bagdad begleitet. Boal, [...] wollte sein Drehbuch so realistisch wie möglich gestalten und bot das Skript Kathryn Bigelow an." -Mark Boal Wikipedia Eintrag.

Für mich liegt der Film zwischen Kinofilm und Dokumentation und ist uneingeschränkt Empfehlenswert. Er versucht weder Blockbuster à la Soldat James Ryan zu sein noch zu sehr Dokumentarisch wie z.B. Restrepo. Eine Gratwanderung zwischen Film und Realismus.

Fazit:
Der Film zielt nicht auf actiongeladene Unterhaltung ab. Er versucht die vielen Facetten der physiologischen und psychologischen Belastung, mit der Soldaten im Kriegsgebiet Irak zu kämpfen haben, einzufangen ohne dabei heroisch oder zu spielfilmartig zu sein.
Eine gelungene Umsetzung dessen, was das Filmteam beabsichtigt hat und die 6 Oscars definitv Wert.
Das nicht nur feuergefechtreiche Blockbuster Oscars bekommen, sondern auch solche wie "The Hurtlocker" zeigt nicht nur die Objektivität der Oscarjurie, sondern ist sehr wünschenswert.

SPOILER----SPOILER----SPOILER (das heißt nicht weiterlesen, den jetzt kommen Inhalte)

Anfangs erlebt man, wie ein Einsatz auch schiefgehen kann. Der Zugfüher stirbt bei einem missglückten Entschärfungsversuch, als der Attentäter per Handy den Zünder auslöst. Trotz des schweren Schutzanzugs wird dieser von der Druckwelle getötet.

Einer seiner 2 Teamkameraden, Specialist Owen Eldridge wird mit dessen Tod nicht fertig und befindet sich deswegen in psychologischer Behandlung. Als Ersatzleiter der Truppe wird William James, ein erfahrener Sprengstoffexperte des EODs zugeteilt.
Es stellt sich in diversen Situationen herraus, das dieser wohl den Adrenalinkick der Gefahr sucht. Er entschärft beispielsweise eine Autobombe obwohl das Team längst abziehen könnte. Da es sich hierbei um so viel Sprengstoff handelt, dass er auch mit Anzug keine Chance hätte, legt er diesen ab. Es gelingt ihm schließlich die Bombe zu entschärfen.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Scharfschützenduell, dass sich das Team unter Staff Sergeant James mit Aufständischen leistet. Sie treffen eine Gruppe von sog. Contractorn (angehörige Privater Sicherheitsfirmen wie z.B. ehemals Black Water), welche 2 gesuchte Terroristen in Gewahrsam genommen haben und einen kaputten Reifen haben.

Einer der Söldner wird während der Reparatur tödlich von einem feindlichen Scharfschützen getroffen, woraufhin natürlich alle in Deckung gehen und kämpfen müssen.
Nachdem auch der Scharfschütze der Söldner im Duell vom Gegner getötet wird, nehmen sich Staff Sgt. James und Sgt. Sanborn der Situation an. James als Spotter und Sanborn als Schütze.
Nach einigen Erfolglosen Schüssen fehlt Munition, die dem toten Söldner abgenommen wird.
Durch das Blut des Toten im Magazin, muss der mit der Situation überforderte Eldridge die Patronen säubern bevor Sgt. Sanborn weiterfeuern kann.

Wie das Duell ausgeht, verrate ich hier nicht.

Es sind kleine Details im Film, wie z.B. das nicht jeder Aufständische ein lausiger Schütze ist sondern als ebenbürtiger Feind angesehen werden muss oder ein Magzin, das wegen verunreingung nicht funktioniert. Etwas das ich in vielen Hollywood Filmen bemängle und sehr unrealistisch finde.

Wie man das letzte viertel des Films bewertet, bleibt einem selbst Überlassen. Alleingänge unter Soldaten, vor allem kleinen Einheiten können durchaus in Wirklichkeit vorkommen. Mir fehlt hierfür zwar jeglicher Vergleich, da ich kein Soldat bin, jedoch ist es für mich nicht unmöglich oder unglaubwürdig.
Wenn man zwischen den Zeilen liest, lässt sich dies vollkommen mit dem Drang von Sgt. James, den Jungen aus dem Camp zu "rächen" in Einklang bringen. James geht davon aus, das dieser als Körperbombe benutzt werden sollte und lässt sich, da er den Jungen angefangen hat zu mögen, emotional mitreissen.
Er verkraftet es nicht und will deswegen die Bombenleger eines nächtlichen Einsatz finden. Einer seines Teams wird bei der unüberlegten Suchaktion fast verschleppt und bei dem Rettungsversuch seiner Kameraden von diesen angeschossen.
James realisiert das er die Grenze überschritten hat (Szene in der Dusche) und realisiert letzten Endes, dass er sich in die Situation hineingesteigert hat (Der Junge ist wieder im Camp und verkauft DVDs).

Er wird sich letzten Endes bewusst, dass er Süchtig nach seiner Arbeit, dem Adrenalin und dem verbundenen Kick ist, getrieben vom Drang anderen das Leben zu retten in dem er Bomben entschärft (Szene in der Küche mit seiner Frau gegen Ende).

Nimmt man sich die Zeit hinzuhören und lässt sich auf den Film ein, beginnt man zu verstehen warum dieser ausgezeichnet wurde.
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