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Kundenrezension

am 23. Januar 2011
Das Album zeigt eine verunsicherte Band, die sich noch nicht darauf geeinigt hat, wo die Reise hingehen soll. Symptomatisch dafür ist, dass beinahe jeder Titel einen anderen Autor oder eine Kombination von Autoren trägt. Und das rächt sich. Banks weiß einmal mehr nicht wohin mit seinen harmonischen und melodischen Einfällen - ein Problem, dass die meisten Rockbands erst gar nicht haben - und entsprechend überladen sind seine eigenen Songs; ihm fehlt hier das Gespür für Proportion. Ein Korrektiv sollte später in Gestalt von Collins auftreten, der sich hier aber noch zurückhält. Rutherford - das war auch in anderen Rezensionen zu lesen - kommt hier in der Tat zu kurz. Seine Rolle als Gitarrist hat er noch nicht gefunden, gleichwohl das Riff von "Follow You..." wirklich großartig ist. Das befreite Bassspiel der früheren Alben, in dem er eigenständige melodische Akzente setzen konnte, vermisst man hier fast durchgängig.

Die Verunsicherung wird noch größer, wenn man sich den popmusikalischen Kontext der Zeit ansieht. Hinter Progrock stand der Wunsch, sich von den harmonischen Klischees der Rockmusik und der oft schlichten Melodik zu lösen. Die Ausschweifungen des Progrock in ungeraden Taktarten und oft ziellosen harmonischen Modulationen waren mittlerweile aber selbst zum Klischee geworden, und Vereinfachung tat not. Disco und Punk kamen auf als glitzernder und schmutziger Gegenpol zur Kopfmusik. Wer sich darin nicht wiederfand, konnte im Hard Rock sein Heil suchen. So unterscheidlich diese Genres sein mochten: gemein war ihnen eine Kompaktheit, eine Übersichtlichkeit. Es ist zwar kein Makel, nicht mit dem Trend der Zeit zu schwimmen, aber für eine Band wie Genesis, die in den Vorjahren Trends gesetzt hatte ungewöhnlich. Mir fehlt bei diesem Album der Finger am Puls der Zeit.

Was lässt sich Gutes über das Album sagen? Es enthält eine Reihe von schönen musikalischen Momenten, die für Vieles entschädigen und ein paar komplett gelungene Songs. Der Opener "Down And Out" rockt ordentlich, verschenkt den guten Eindruck aber etwas mit seinem süßlichen Schluss. "Scenes from a Night's Dream" mag vielen zu poppig sein, ist aber mal ein Song, der von Anfang bis Ende abgeht. Es dürfte der erste typische Phil Collins Song überhaupt sein (Co-Autor Banks); man höre sich nur die Backing Vocals in der Strophe an! "Many too Many" ist zwar Keyboardschwulst, aber einer, der sich nicht verzettelt. Naja, und mit "Follow you..." ist der Hit definiert. Schöne Idee, die Gesangslinie mit dem Synthesizer zu doppeln; wer macht das schon?

Dementsprechend eine Drei-Sterne-Wertung. Maßstab ist dabei nicht der Rest der Rockmusik, sondern Genesis selber.
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