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Kundenrezension

am 16. November 2010
Das neue Fable ist endlich da und ich habe es vor einigen Tagen durchgespielt. Hier mein Eindruck dazu.
Im Vergleich zu den Vorgängern wurde bei Fable 3 teils heftig geändert und die Schere angesetzt.
So fällt z.B. das Altern des Charakters komplett weg. Man startet bereits im Erwachsenenalter und durchläuft weder Kindheit noch Jugend. Hier hat Lionhead meiner Meinung nach sehr viel Potential verschenkt und einen Aspekt gekürzt der mir an der Fable Serie immer sehr gut gefallen hat, und der Fable vom "Einheitsbrei" der Rollenspiele abgehoben hat. Gern hätte ich die Kindheit mit dem Bruder Logan erlebt und einigen Schabernack im Schloss getrieben.

Das Fertigkeitensystem wurde fast komplett über den Haufen geworfen oder geändert. So sammelt man keine farbigen Orbs mehr sondern erhält für Quests und Kämpfe Gildensiegel. Für diese Siegel kann man dann auf der Siegesstrasse seine Nahkampf- Fernkampf- oder Zauberstärke erhöhen. Gezieltes aufwerten der Stärke, Ausdauer, oder des Schadens fällt weg. Was besonders bei den Zaubern sehr schade ist, ist dass man sich nicht von Anfang an die Zauber aussuchen kann die man benutzen möchte, sondern warte muss bis diese auf der Siegesstraße "freigeschalten" werden. Schade ist auch dass Nekromantie und Zeitverzögerung nur noch als Tränke?! verfügbar sind und nicht mehr als aktive Zauber.

Um noch einmal auf die Siegesstraße zurück zu kommen. Hier kann man je nach Storyfortschritt seinen Charakter aufwerten oder sogenannte Pakete kaufen. Darunter fallen Färbemittel, Emotes, Fertigkeiten wie Häuser und Geschäftekauf und verbesserte Handwerksfertigkeiten wie z.B. Laute spielen. Aber in Anbetracht dass die Siegesstraße meinen Feldzug gegen den Tyrannen wiederspiegeln soll, wirkt das kaufen von Färbemitteln oder Emotes irgendwie lächerlich.

Die Charaktergestaltung hat am meisten gelitten. So ist es einem, durch die fehlenden Fertigkeiten, nicht mehr möglich den Charakter gezielt zu entwickeln. Je nach Benutzung der Waffen bzw. Magie wird man entweder muskulöser, größer oder bekommt eine magische Aura, die sich allerdings nur beim zaubern zeigt. Will man also nicht dass sein Charakter muskulös wird, muss man gezwungenermaßen auf Nahkampf verzichten. Der Heiligenschein oder die Teufelshörner wurden ebenfalls entfernt. Zwar wird man, je nach Gesinnung, mit Flügeln ausgestattet welche sich aber nur zeigen wenn man einen heftigen Angriff startet, und meiner Meinung nach längst nicht so gut das "Gut und Böse" Prinzip wiederspiegeln.

Das Handelssystem wurde ebenfalls entschlackt, so gibt es bei den kleinen Händlern nur noch einen Artikel zu kaufen und auch die Auswahl bei den großen Geschäften ist recht übersichtlich. Auch haben die Händler stets die selben Artikel im Angebot und nicht, wie in Teil 2, ein sich änderndes Sortiment. Insgesamt hätte ich auf mehr Kleider, Tätowierungen und Schminken als beim Vorgänger gehofft, die Anzahl ist aber gleich wenn nicht sogar leicht reduziert.

Das Inventar wurde komplett entfernt. Um sich seine Waffen, Kleider oder Zauber zu betrachten gibt es nun verschiedene Räume im so genannten Heldenraum. Von dort
aus hat man auch Zugriff auf die Weltkarte.
Von der Weltkarte aus kann man zu Orten oder aktiven Quests reisen oder Geschäfte und Häuser kaufen und diese vermieten. Negativ fällt hierbei auf dass die Häuser mit der Zeit an Qualität verlieren und so ist man gezwungen immmer wieder zu kontrollieren und ggf. zu reparieren, was nervt und den Spielfluss stört.

Das Emotesystem ist gelinde ausgedrückt ein Witz. Wo man früher gezielt Emotes einsetzen konnte, ist man bei Fable 3 darauf beschränkt aus 3 Kategorien die Emotes der Reihe nach "abzuspulen". Das sieht besonders lächerlich aus wenn 2 Männer im Dirty Dancing Stil miteinander tanzen, oder sich umarmen. Geschenke kann man nur noch nach Anfrage an NPC übergeben. Da dies bei mir aber nie der Fall war, habe ich alle Schaukelpferde, Holzschwerter, Parfüms etc. einfach verkauft. Sehr schade denn bei Fable war immer ein Geschenk für meine Familie drin als ich zu Besuch war. Somit lassen sich die oben genannten Gegenstände als nutzlos abstempeln.

Das Kampfsystem ist merklich vereinfacht worden, wirkliche Schwierigkeiten hatte ich nie. Hier ist noch besonders hervorzuheben dass es keinen Gesundheitsbalken mehr gibt. Sobald man etwas Schaden nimmt erscheint eine, nicht wirklich sichtbare, rote Färbung. Wie es aber tatsächlich um die Gesundheit bestellt ist, wird daraus aber nie ersichtlich. Hier wurde ein Prinzip aus aktuellen Shootern oder Actionspielen übernommen, was meiner Meinung nach nichts in einem Rollenspiel verloren hat. Dadurch werden auch die Nahrungsmittel und somit die "Chance" dünn oder dick zu werden, nutzlos.

Die Grafik hat sich zum Vorgänger kaum verändert und ist gewohnt stimmig mit einem leichten Comiclook. Alleerdings fallen gelegentlich Slowdowns negativ auf. Auch die Zauber sehen nicht mehr so spektakulär aus. Der Sound ist gut bis sehr gut, ebenso die Synchro.

Die Story ist gut und die Quests gewohnt einfallsreich und teils sehr witzig.

Mein Fazit: Durch die teilweise gravierenden Änderungen und "Verschlimmbesserungen" im Vergleich zu den Vorgängern ist Fable 3 für mich der schwächste Teil der Serie. Denn im Kern, welcher bei Fable auf Charakterentwicklung und Gestaltung schon immer lag, ist es kein richtiges Fable mehr.
Aber da mich das Spiel trotzdem ein paar Stunden gut unterhalten hat und nicht alles gestrichen wurde (Dämonentüren, Silberschlüssel, etc.) und Aufgrund der guten Story und Quests vergebe ich trotzdem 3 Sterne.
In diesem Sinne. Bei Fable 4 wieder zurück zu den Wurzeln der Serie.
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