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Kundenrezension

182 von 182 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergänzung oder Ersatz für DSLR?, 1. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Olympus PEN E-PL1 Systemkamera (13 Megapixel, 6,9 cm (2,7 Zoll) Display, Bildstabilisator) schwarz mit 14-42mm Objektiv schwarz (Camera)
Ich fotografiere seit 2 Jahren mit einer digitalen Oly-SLR und seit Herbst 2010 zusätzlich mit der E-PL1.

Zunächst eine allgemeine Charakterisierung:

Die Bildqualität der PEN mir ihrem guten Zuiko-Objektiv liegt auf dem Niveau von Einsteiger-DSLRs, bei guten Lichtverhältnissen und niedrigen ISOs z.T. auf dem von Mittelklassse DSLRs. Wer so wie ich alles gerne selber einstellt und unter Kontrolle hat findet sich ebenso sofort zurecht wie auch jemand, der sich lieber auf die sehr guten Automatikfunktionen verläßt. Hervorragende Bildergebnisse bei einfacher Bedienung und gutem Preis - was will man mehr?
Weitere Details zur Bildqualität wurden hier schon ausführlich rezensiert.

Grenzen:

* Natürlich hat das PEN-Konzept gegenüber DSLRs auch Einschränkungen. Hauptsächlich liegen sie in der Geschwindigkeit der Autofokus, langsam bewegte Objekte erfasst der AF schon noch, aber sobald "Bewegung" anfängt, kann die PEN - auch wenn der Fotograf mit seiner Erfahrung noch einiges kompensieren kann - nicht mehr mit. Wer also regelmäßig herumtollende Tiere oder Sportveranstaltungen fotografiert muß warten, wie sich die mFT Bodys entwickeln oder zu einer DSLR greifen.

* Der AF funktioniert auch bei Dämmerung erstaunlich gut (die PEN hat kein AF Hilfslicht und auch ihr Blitz simuliert diese Funktion NICHT per Stroboskop - das wäre ein wichtiger Punkt fürs nächste FirmwareUpdate) wenns richtig schummrig wird hat der AF aber öfter mal Mühe, etwas zu finden. Meine Tests wurden dabei alle mit dem 14-42 Kitzoom gemacht.

* Genauigkeit des AF: die AF-Felder sind ziemlich groß und manchmal kann man nicht genau feststellen, wo die Kamera nun hinfokussiert. Es gibt 2 Stufen, in denen man das AF-Feld verkleinern kann. Einfach nachlesen und sich mit auseinandersetzen, lohnt sich!

* ob einem das Fotografieren über das Display statt durch den Sucher liegt, muß jeder selber wissen. Ab einer gewissen Umgebungshelligkeit (starke Sonneneinstrahlung) ist auf dem Display - wie bei allen andern Kameras auch - immer weniger zu erkennen. Dafür gibt es den elektronischen Aufstecksucher, im Prinzip ist das ein Mini-monitor, auf den man durch eine Lupe schaut.

* Es gibt weniger Sofortknöpfe und Einstellräder als an einer DSLR, d.h. für eine Änderung von z.B. Blende, Belichtungskorrektur sind ein selten zwei zusätzliche Knopfdrücke erforderlich. Nach kurzer Gewöhnung geht mir das aber sehr gut von der Hand. Auch hier gilt: außer bei schnell bewegten Motiven ist das für mich keine Einbuße, es hemmt die Bedienungsgeschwindigkeit aber etwas.

* Zum Akkuwechsel muß eine evtl. angeschraubte Stativplatte entfernt werden. Wer öfter mit Stativ fotografiert und die Platte gern immer an der Cam beläßt, weiß was ich meine.

* die Bildqualität der Kamera wird vom (olympustypisch guten!) 14-42 Kitobjektiv dann doch begrenzt (was ja bei Kitlinsen vorkommt ...), aber wer mag ... es gibt ja bessere Linsen.

* der FT-Sensor neigt bei höheren ISOs schneller zum Rauschen als APS-C Sensoren

* unverständlich ist, warum die Möglichkeit zur Kabelfernauslösung weggelassen wurde. Sie wäre für die HDR / Belichtungsreihen und Langzeitbelichtungen wichtig. Der entsprechende USB-Anschluß ist vorhanden und die anderen PENs und alle Kameras des E-Systems haben die Funktion.

Vorteile:

* Neben der sehr guten Bildqualität begeistert mich die Handlichkeit. In die Jackentache passt die PEN nur mit etwas Mühe, solange man das Rüsselzoom draufhat, aber in eine Minitasche oder größere Bauchtasche bekomme ich sie hinein - für mich ein riesen Vorteil gegenüber dem Volumen und Gewicht einer DSLR.

* Speziell bei Streetmotiven fällt die PEN weniger auf, ich erlebe, daß Passanten weniger Vorbehalte haben, als wenn man mit einem großen schwarzen Kasten aufkreuzt, den man sich vors Gesicht hält - ein nicht zu unterschätzender Faktor für mehr gute Bilder.

* Das System ist nach oben offen, d.h.:

- die fast beliebige Adaptierbarkeit aller möglichen Objektive. Das Erlebnis, mit einem alten 35 oder 50mm mit f1.4 mit manueller Fokussierung zu fotografieren, kann man nicht beschreiben, man muß es einfach selber erleben.

- wer will, macht hervorragende .jpgs und gut ist es

- wer einen RAW-Workflow hat oder anstrebt, kann auch das letzte aus den Bildern rauskitzeln.

- wer sich eines der hervorragenden Pro Zuikos oder eine der mFT Festbrennweiten dranschraubt ... aber das muß man selber mal probieren

* der Spaßfaktor: mit so einem - relativ - handlichen Gerät solche Bilder zu produzieren ...

* Noch ein Gimmick sei erwähnt: Blitzen über die Decke mit dem eingebauten Blitz: man kann den ausgeklappten Blitz der E-PL1 in beliebigem Winkel von 0 .. 90Grad nach oben richten und so indirekt über die Decke blitzen. In kleinen Räumen ergibt das eine schöne Ausleuchtung.

* Auch wenn die Bilder out of cam schon sehr gut sind, ich möchte ermutigen sich etwas mit dem (mitgelieferten bzw.kostenlos downloadbaren) Olympus Viewer 2 zu beschäftigen. Ganz leicht können damit z.B. Objektivverzerrungen korrigiert (bei Architekturaufnahmen ganz nützlich) oder die Tonwertkurve angepasst werden (und vieles mehr rund um die RAW/jpg-Entwicklung). Mit wenig Aufwand kann man den Fotos (auch den .jpgs) noch mehr Pep verleihen.

Fazit:

Ich denke, daß Kamerakauf immer ein Kompromiss ist. Top Qualität fast in allen Einsatzlagen erreiche ich mit einer guten und teuren DSLR und einigen kg Glas, die umhergeschleppt werden wollen und nicht spontan einsatzfähig sind. Auf der anderen Seite des Spektrums passt die Kompakte in die Hosentasche, ist unauffällig, wiegt fast nichts und ist sofort zur Hand. Leider ist deren Bildqualität für meine Ansprüche zu bescheiden. Die spiegellosen Systemkameras wie die PEN bieten DSLR-vergleichbare Bildqualität in einem deutlich kompakteren Gehäuse mit gewissen Einschränkungen, die mancher "Normalnutzer" garnicht bemerken wird und die mit etwas Erfahrung und gutem Willen zum Teil ausgeglichen werden können.

Die Bewertung hängt stark von den persönlichen Fotografiergewohnheiten ab und von der Bereitschaft, Ausrüstung mit sich herumzutragen.Da ich fast nie Sport- und schnelle Motive fotografiere, habe ich oft nur die PEN dabei. Sonst die DSLR.
Für wen die o.a. Grenzen des PEN-Systems nicht wichtig sind, der ist mit der PEN sehr gut bedient. Wer auf schnellen AF, schnelle Bedienung oder genaues Setzen von Fokuspunkten angewiesen ist, für den kann sie evtl. eine Ergänzung in "unkritischen" Situationen sein.
Wegen der Einschränkungen könnte man einen Punkt abziehen, ich vergebe 4,5* was dann gerundet die volle Punktzahl ergibt, wegen der Flexibilität, des stimmigen Gesamtkomzepts und wegen des Preis/Leistungsverhältnisses.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.05.2011, 20:50:09 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2011, 20:50:47 GMT+2
Leolo Losone meint:
Also das muss ja auch mal gesagt werden: Spitzen-Review und tolle Entscheidungshilfe!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2011, 18:52:28 GMT+2
Mister G. meint:
Danke :-)

Veröffentlicht am 03.08.2011, 17:24:10 GMT+2
Matdog meint:
Auch von meiner Seite: 5 Sterne für diese Rezi.

Ich habe nach einer Zweitkamera zu meiner DSLR (Canon) gesucht und anfangs über einen zweiten Body nachgedacht. Inzwischen habe ich die PEN auch bei den "großen" Fototouren dabei, was mir in der einen oder anderen Situation die Objektivschrauberei erspart! Und ich bekomme über einen Adapter sogar meine Sigma-Gläser an das mFT-Bajonett... ech nett :)

Veröffentlicht am 15.03.2012, 09:53:05 GMT+1
Middlebub meint:
Hallo Aragon,

erstmal herzlichen Dank für Ihre hervorragende Rezension. Ich habe eine Nachfrage zu einem Ihrer erwähnten Punkte:
Zitat: "* Noch ein Gimmick sei erwähnt: Blitzen über die Decke mit dem eingebauten Blitz: man kann den ausgeklappten Blitz der E-PL1 in beliebigem Winkel von 0 .. 90Grad nach oben richten und so indirekt über die Decke blitzen. In kleinen Räumen ergibt das eine schöne Ausleuchtung."

Ich habe es bisher nur geschafft die vertikale Ausrichtung durch permantes "Finger-draufhalten" auf den Blitzschwenker zu verändern und zu halten. Haben Sie eine Möglichkeit gefunden die vertikale Blitzausrichtung zu verändern, so dass diese "alleine" in einem gewünschten Winkel stehen bleibt? Über eine kurze Info hierzu, würde ich mich sehr freuen :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.03.2012, 11:18:34 GMT+1
Mister G. meint:
Hallo,

also mit den Bordmitteln der PEN nicht, aber in meiner Fototasche ist immer auch eine Rolle Tesa und eine Nagelschere (z.B. um bei Nahaufnahmen Grashalme abzuschneiden), ein paar Zewa-Tücher zum Aufhellen und eine Plastiktüte zum hinknien.
Mit einem kurzen Tesastreifen (!!! nicht vorne auf den Blitz kleben, nur auf die Seite !!) hab ich ihn schon fixiert. Weil das aber nur gelegentlich vorkommt halt ich ihn meistens mit dem Finger fest.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.03.2012, 16:32:54 GMT+1
Middlebub meint:
Danke für Ihr schnelles Feedback. An eine seitliche Fixierung mit Tesa o.ä. habe ich auch schon gedacht. :-)
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