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Kundenrezension

am 12. Februar 2013
Envinya existieren nun seit dem Jahr 2006 und bringen nun über Massacre Records ihr Debütalbum in die Plattenläden: „Inner Silence“. Songs einer vorab veröffentlichten Demo mit Namen „Beyond The Dark“ sind enthalten. Es wagt der Tage lang erwartet endlich eine deutsche (Bayern) Symphonic-Metal-Band den Schritt ins Rampenlicht, zudem direkt mit zwei Frauen im Gespann. An der Front Pereira dos Santos und beinahe nicht minder im Vordergrund Keyboarderin Moni Strobl. Letztere agiert leicht verhalten mit symphonisch bombastischen Elementen, weniger verhalten in Soli und Melodie, was den folgenden Vergleich leider dennoch nicht vermeidbar macht.
Envinya schreiben sich in ein Genre mit vielen Female-Fronted-Metal Bands ein. An oberster Stelle selbstverständlich die finnischen Nightwish. Schnell folgen andere Acts wie Within Temptation, Krypteria oder Epica. Das hörbar ähnliche Ziel ist keine Illusion des Hörers, tatsächlich klingen Envinya wie ein bitter schmeckender Abklatsch. Das Vorurteil spielt hier vielem Übel mit, ich habe jedoch möglichst objektiv die Scheibe laufen lassen und im Auge behalten, wie sich das Sextett mit eben genannten Genrepartnern im Duell macht.

Schnelles Ergebnis: Mit dem letzten Ton des abschließenden Songs „Demoralized“ fehlte mir jeglicher Bezug zu dem hier annähernd naiv abgelieferten Material. Einzig der Opener „Faceless“ hatte eine Melodie hinterlassen, die meine Gedankengänge noch nicht verloren hatten. Weitere Highlights bleiben fern. Zentrales Problem ist, dass Envinya keinen originellen Sound, sogar kein besonders herausstechendes Element beherbergen, welches vom Einheitsbrei der Female-Fronted-Masse abheben könnte. Lässt man sich auf eine Stilrichtung mit etlichen Konkurrenten ein und zeigt Ignoranz gegenüber der Einseitigkeit und Nachahmerei, so ist es einem bereits vorbestimmt, ein Highlight-loses Werk zu fabrizieren.

Ein Draufgeber ist die Tatsache, dass ich vor wenigen Tagen - ohnehin just in dem Moment über die Band rätselnd - entdeckte, dass die amtlich gute Stimme (wenn auch verwechselbar) schon weiterhin nicht mehr den stimmlichen Sound ausmachen wird. Nightwish wechseln ihre Sängerinnen ebenso wie Unterhosen, ist es da eventuell das große Vorbild, was zu dementsprechend unsinnigen Aktionen treibt? Ein zynischer Spaß am Rande, doch ehrlich: Album veröffentlicht, da erfährt man: Die Band gibt es in der Besetzung gar nicht mehr. Betroffen – und das ist das schlimmste – ist das Debüt. So schießt man sich selbst ins Bein.

Nun zurück zur Musik: Trotz technischer Finesse und gutem Sound kann „Inner Silence“ nicht viel reißen, was auf das kompositorische zurückzuführen ist. Breaks, fette Gitarren, Soli und ein Wechselspiel zwischen hart (z.B. Doublebase) und zart (ruhige Keyboardpassagen) sind gewährt. Die Kreativität gleicht jedoch einem Songwriting-Zwang: „Schreibe Female-Fronted-Metal, auch wenn keine herausstechenden Ideen vorhanden sind“.
Letztendlich dümpeln Envinya in belanglosen und allerseits bereits verbreiteten Passagen rum, welche aufgrund des mangelhaften Wiedererkennungsfaktors lediglich den technischen Aspekt positiv hervorheben können. Das Gesamte ist zu gewollt, zu kontrolliert, zu nahe am Vorbild. Eigenständigkeit fehlt, denn das (inzwischen) Quintett lässt das eventuell vorhandene Potenzial nie ausbrechen sondern bleibt verhalten hinter der Grenze. Diese ist zudem – Achtung negatives Sahnehäubchen – nicht mal die eigene, sondern vielmehr eine bereits vorhandene. Aber über die Ähnlichkeit zu anderen Gruppen habe ich heute genug Wörter verloren.

Das Debüt ist eine Enttäuschung und die Band bestärkt weiterhin die Tatsache, dass heutzutage zu wenige Gruppen gewillt sind ihren eigenen Weg einzuschlagen. Ich empfehle, wenn wir schon über diese Stilrichtung reden, eher mal die Soundgefilde des aktuellen Nightwish-outputs oder des letzten Epica-Rundlings abzuchecken. Daumen drücken, dass der irgendwann folgende Envinya-Auftritt, mit wohl anderer Stimme, glücklicher wird.

8/20 Punkte
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