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Kundenrezension

am 13. August 2004
Die Bach-Edition von Brilliant Classics, wie hier die 14 CDs mit Kammermusik, ist fraglos unschlagbar günstig im Preis. Die Preisfrage ist aber natürlich: Lohnt es sich etwas billiges zu kaufen, oder ist das dann nicht letztlich zu teuer (nämlich wenn es dann nicht gefällt)? Um mal vorweg abzustecken was ich persönlich von der vorliegenden Ausgabe der Kammermusik halte: von den 14 CDs würde ich ca. 4-5 als sehr gut bewerten, 5-6 als ganz gut bis passabel, 4 als weniger gelungen. Wenn man so herangeht, hilft das vielleicht auszurechnen, ob man den Preis bezahlen möchte, auch wenn Ausfälle zu befürchten sind.
Hier nun ein paar Bemerkungen zu den einzelnen CDs: Sehr anhörbar finde ich die Flötensonaten (Preston), bei manchen ist übrigens sogar Jordi Savall als Begleitung zu hören. Möglicherweise handelt es sich hier aber auch um recht robuste Stücke, die nicht sehr misslingen können? Absolut hochklassig die Einspielung der Lautenwerke (Lindberg),sehr einnehmendes, flüssiges Spiel und weicher Klang, keinerlei Knarren oder Scheppern. Die Gambensonaten (Dornenburg) könnte ich mir etwas temperamentvoller vorstellen, aber das machen andere Interpreten größtenteils auch nicht; jedenfalls ist das Gambenspiel wohlklingend und tadellos selbst was die manchmal kritischen hohen Töne betrifft. Das "Notenbüchlein" findet man glaube ich recht selten vollständig eingespielt, das ist eine sehr liebenswerte buntgemischte kleine Aufnahme, auch mit Gesang. Die enthaltene Arie "Bist du bei mir" ist wundervoll (angenehm unprätentiöse Darbietung), sie gehört für mich zu den schönsten Stücken, die Bach nicht geschrieben hat (sie ist von Stölzel). - Unter den Violinsonaten mit Begleitung finden sich Einspielungen mit Santos sowie mit Huggett. Hier hört man deutlich einen Qualitätsunterschied: Huggetts Geigenspiel klingt auffällig warm, kontrolliert und inspiriert (leider nur 2 kurze Sonaten) verglichen mit Santos (leider 2 ganze CDs), dessen Töne mir fast etwas zu schneidend und beinah schon aggressiv erscheinen; diese Einspielung halte ich für gerade eben passabel. Zusammen mit Huggett ist auf derselben CD noch eine Violinsonate mit dem Bach-Ensemble Heidelberg, die sehr hörbar eine alte Aufnahme ist und mich nicht gefreut hat. - Die Suiten und Partiten für Violine solo (Lubotsky) lassen für mich die gestalterische Inspiration vermissen, die einem dann auch Tempos und Phrasierungen erklären würde. Diese Aufnahme kann man nicht als misslungen bezeichnen, das Problem ist aber, dass ein Mangel an Klasse bei so extrem komplexen und tiefgründigen Stücken mehr stört als bei anderen -- ich sehe dann nicht so recht ein, warum man sich einer Interpretation aussetzen sollte, wo die Ausführung nicht ebenso eine Meisterleistung ist wie die Komposition. Exzellente Aufnahmen dieser Werke sind teilweise auch in günstigen Ausgaben zu haben, besonders die älteren, romantisierenden, in deren Tradition sich Lubotsky offenbar auch bewegt (man suche zB nach Szeryng). - Ähnliches gilt dann auch für die Einspielung der Sonaten für Cello solo (Cohen): die würde ich ganz direkt kritisieren, sie sind zwar nicht übermäßig schnell, haben aber dennoch etwas oberflächlich-aufgeregtes an sich, und ein Cello kann doch bitteschön auch ein wesentlich volleres Timbre erzeugen als hier, dieses hier hört sich an wie das Summen einer Wespe...
Insgesamt: Eine CD-Box die einen passablen Gesamteindruck hinterläßt, nicht ohne Ausfälle, und es zeigt sich dass die Methode Brilliant-Classics hörenswerte Einspielungen gängiger Musik bieten kann, aber bei Werken mit hohen Ansprüchen nicht mehr funktioniert. Es möge jeder selbst entscheiden, ob er diese billige Edition letztlich zu teuer findet oder nicht...
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