Hier klicken Amazon-Fashion Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle AlexaUndAmazonMusic longss17
Kundenrezension

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flussgötter, mörderische Geister und britischer Humor, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Flüsse von London: Roman (Die Flüsse-von-London-Reihe (Peter Grant)) (Taschenbuch)
Ben Aaronovitchs Roman „Die Flüsse von London“ stand lange in meinem Regal, bevor ich mich dazu entschied, es mir vorzunehmen. Aaronovitch war mir bis dahin komplett unbekannt, was allerdings nicht verwunderlich ist: „Die Flüsse von London“ ist sein erster Roman, der auf dem deutschen Markt veröffentlich wurde. Vorher arbeitete der gebürtige Londoner hauptsächlich als Drehbuchautor, unter anderem für die Serien Doctor Who, Jupiter Moon, Casualty und Dark Knight.

Angesichts seines Geburtsortes ist es nicht überraschend, dass Aaronovitch London als Setting für seine Urban Fantasy – Reihe um den Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant wählte. Dieser stöbert während einer scheinbar ganz normalen Mordermittlung den einzigen Augenzeugen der Tat auf. Es gibt nur ein Problem mit dem Zeugen: er ist ein Geist. Es ist diese Begegnung, die Peters Leben drastisch verändert, wird er doch kurzerhand in die Einheit von Inspector Thomas Nightingale versetzt und findet sich als Londons erster Zauberlehrling seit 50 Jahren wieder. Plötzlich muss er sich damit abfinden, dass sich in London Götter, Vampire und Geister tummeln und dann ist da ja auch immer noch der Mordfall, hinter dem weit mehr steckt, als zu Beginn angenommen.

„Die Flüsse von London“ stellt einen völlig anderen Vertreter des Genres Urban Fantasy dar als all die Romane mit einer starken Heldin im Mittelpunkt. Es beginnt schon damit, dass der Protagonist Peter Grant kein typischer Held ist. Er ist kein Charakter von dem man erwarten würde, dass er den Tag rettet, genau genommen ist er nicht mal ein besonders herausragender Polizist. Was ihn trotzdem außergewöhnlich macht, ist seine intelligente Neugier und die Liebe zu Details. Sein Blick auf die Welt inklusive all ihren übernatürlichen Erscheinungsformen gleicht dem Blick durch ein Mikroskop; Grant interessiert sich immer für das Wie und Warum. Aaronovitch versäumt es nicht, ihn dadurch als leicht ablenkbar darzustellen; eine Eigenschaft, die ihm zwar manchmal zum Nachteil gereicht, ihn jedoch auch umso sympathischer und real wirken lässt.
Peters Umgang mit dem Übernatürlichen selbst lässt sich am besten mit einer lässigen Nonchalance beschreiben, für mich ein absolutes Highlight des Buches. Nie flippt er aus, nie reagiert er hysterisch; er nimmt die Dinge einfach, wie sie sind und hat nur wenig Schwierigkeiten, diese in sein Weltbild zu integrieren, wie erschreckend sie auch sein mögen. Ich fand es unglaublich erfrischend, dass es keine einzige Situation gibt, in der Peter eine Sinnkrise bekommt und sich unter Wut und Tränen fragt, wo das alles hinführt, was es bedeutet und wie er damit zurecht kommen soll.
Diese Gelassenheit wird noch unterstrichen durch den wunderbaren und unaufdringlichen britischen Humor, der den Leser das ganze Buch über begleitet. Ben Aaronovitch schildert alle Ereignisse ironisch trocken und mit einer gehörigen Portion Galgenhumor; ich konnte gar nicht anders, als immer wieder laut aufzulachen.
Die Hauptlinie der Handlung an sich ist – von der übernatürlichen Komponente einmal abgesehen – ein typischer und spannender Kriminalfall; der Leser begibt sich zusammen mit Grant auf die Suche nach einem durchgedrehten Mörder, der ganz eigene Motive für seine Taten hat. Dabei gefiel mir sehr gut, dass man immer genau auf dem gleichen Stand bleibt wie Peter. Leser und Protagonist befinden sich dadurch auf Augenhöhe; man teilt seine Verwirrung, seine Unwissenheit, aber auch seine bereits erwähnte Neugier und das Bedürfnis, den Täter unbedingt schnappen zu wollen. Die meisten Krimis und Thriller bringen den Leser in eine dem Protagonisten gegenüber privilegierte Position; oft weiß man mehr als der Ermittler, weil ganze Kapitel aus Sicht des Mörder geschrieben sind. Das ist in „Die Flüsse von London“ nicht der Fall, man brütet quasi neben Peter über den Hinweisen und versucht, das Rätsel zu lösen. Dadurch entsteht eine ganz besondere Ebene der Identifikation und Sympathie.

Nach der Lektüre von „Die Flüsse von London“ bin ich zum Aaronovitch-Fan mutiert; zum Glück sind bereits zwei weitere Bände um Peter Grant in Deutschland erschienen, der vierte Band folgt im Mai. Ich kann dieses Buch nur wärmstens Liebhabern des englischen Humors empfehlen, die keine Schwierigkeiten haben, sich vorzustellen, dass London noch vielseitiger ist als bisher angenommen. Ich bin sehr erleichtert, dass das Genre Urban Fantasy doch noch Romane hervorbringt, die völlig frei von Klischees und Stereotypen sind und wohl bekannten Stoff humoristisch neu schreiben. Ben Aaronovitch hat mich so umfassend überzeugt, dass ich „Die Flüsse von London“ direkt an meine Eltern weitergereicht und darauf bestanden habe, dass sie es auch lesen. Persönlich freue ich mich bereits jetzt auf weitere Abenteuer mit Peter, Lesley und den Flussgöttern Londons.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Schreiben Sie als erste Person zu dieser Rezension einen Kommentar.

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]