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Kundenrezension

am 12. September 2012
Nein, ich werde ihn nicht wieder mit Leonard Cohen vergleichen. Oder etwa mit Van Morrison. Oder Tom Waits. Oder allen zusammen...Das wurde schon zur Genüge von anderen getan.

Wenn man überhaupt einen Vergleich anstellen möchte, dann vielleicht nur mit ihm selbst - insbesondere dem Sean Rowe des Vorgängeralbums "Magic". Sollten Sie sich nämlich fragten, ob es ihm gelungen ist, seine vormals hoch angelegte emotionale Messlatte erneut zu erreichen, dann sei hier versichert: Er hat sie übertroffen!

Ja - seine Stimme gehört zu der Sorte welche man - wenn einmal gehört - nie wieder vergisst. Und das trifft auch auf seine Texte zu, die in ihrer filigranen Urgewalt mitunter dem Samenkorn gleichen, das den Felsen sprengt oder der Kerze, die den Gletscher zum Schmelzen bringt.

Bestes Beispiel: "there is a shark on my ceiling and a salesman in my head" aus "the wall"!

Der ruhige Beginn des Albums hüllt den Hörer zunächst, wie in eine warme Decke an einem kalten Wintermorgen ein. In "Bring back the night" schunkelt man förmlich mit. Und auch "Flying" gleicht zunächst eher einem gemütlichen Spaziergang. Die friedliche Atmosphäre täuscht jedoch, wenn man genauer hinhört. Und spätestens "The lonely maze" vermittelt einen ersten verstörenden Eindruck von der Tief(ab)gründigkeit eines Sängers, dem man im wirklichen Leben in irgendeiner abgelegenen Einöde über den Weg laufen könnte. Wie er so in einen Canyon starrend ein kaum noch glimmendes Lagerfeuer unter tanzenden Sternen schürt - und ganz bei sich selbst über die Last der Erfahrung lautmalt: "Oh, this weight is like a stone - it is hard to drop the things I've come to know"!

Im vierten Stück "Joe's cult" kommt dann der erste Bruch im bis dato introvertierten Gefüge. Eine dreckig gezupfte, keuchende Gitarre und erstmals mahnende Worte: "Oh Friends, I am gonna be honest with you now - I am weary of our global mission".

Doch was dann folgt, ist schwer zu erklären: "Signs", "The wall" und "The ballad of buttermilk falls" nehmen den Hörer mit in den glühenden Kern einer Welt, der das Innerste behutsam nach aussen kehrt. Sean Rowe erweist sich hier nicht etwa als Chirurg, der sezierend mit dem Skalpell hantiert, sondern eher als Wunderheiler, der die Operation am offenen Herzen mit blossen Händen durchführt. Zurück bleibt dabei nur ein schmerzloses Staunen. Auch die Frauenstimme in "The wall" erzeugt ein emotionales Wechselbad, das zumindest mir die Tränen in die Augen treibt. Und das "ooh ooh ooh ooh ooh" in "The ballad of buttermilk falls" lässt einen förmlich vom Boden abheben, nur um in wenigen Zentimetern Höhe in wohliger Reglosigkeit zu verharren...

"Horses" ist ein einziger wilder Ritt, bei dem das Album merklich Fahrt aufnimmt. Doch Sean Rowe wäre nicht Sean Rowe, wenn es ihm nicht auch hier gelingen würde, eine kurze Episode der Einkehr in den gestreckten Galopp zu integrieren. Großartig!

"Old shoes" klingt genauso, wie jenes vertraute Gefühl, in ebensolchen zu laufen und trotzdem zu stolpern. Wie gut, dass einem auch hier wieder eine weibliche Stimme unter die Arme greift.

In "Downwind" möchte man sich förmlich neben ihn setzen: In ein chromglänzendes Cabrio, bei offenem Verdeck, dem Wind im Rücken und der Sonne am Horizont. Und ist man dann ausgestiegen, wartet schon der "Thunderbird". Die verschlafene Spritztour im Mondlicht - die offene Flasche Bourbon in der Papiertüte auf dem Beifahrersitz - fällt jedoch aus.

Lang ist der Weg dann am Ende dieses Albums. Lang, minimalistisch - und mit Worten, geformt von den Zähnen einer Knochensäge: "He had her name at the end of his tongue. He made love to his memory. It stung him in the dark." Mit Klavier-Begleitung entlässt Sean Rowe den nach Atem ringenden Hörer in "The long way home". Und hat man die tragische Odyssee seines von den Wunden des Krieges gezeichneten Helden am Ende durchgestanden, möchte man am liebsten gleich wieder von vorn beginnen. Ganz im Geiste dessen, was Rowe auf der Innenseite seines Covers festhält:

"I want to stay in this dream until I believe"!
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