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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 22. November 2011
Der Graben, in dem man sich vor mindestens einem Drake Beitrag verstecken konnte, muß wohl erst noch gebuddelt werden. Innerhalb der letzten 24 Monate hat sich der kanadische MC zu einem der gefragtesten Acts im R&B/Hip Hop Geschäft entwickelt. Dabei kommt ihm die Fähigkeit Rapvocals und Gesang gleichermaßen gekonnt vorzutragen, definitiv zu Gute. Namhafte Größen wie Eminem, Kanye West, Jay-Z, Mary J. Blige, Rihanna und natürlich auch Labelkollegen wie Lil Wayne und Nicki Minaj schmücken sich mit seinem Feature und sein Debütalbum "Thank me later" lässt die Hip Hop Gemeinde, neben zahlreichen Kritikerstimmen, Lobeshymnen anstimmen. Neben den 2 Juno Awards, legen mehrfache Grammy Nominierungen Zeugnis dafür ab. Noch während seiner Zeit als Darsteller in einer Teenie Soap veröffentlicht er sein erstes Mixtape "Room for improvement". Mittlerweile Zugpferd der Young Money Familie und Vertreter einer Zunft, die weder Gangsterimage, noch Bling Bling Gehabe widerspiegeln, sondern tiefgründig und gut dosiert den Weg in das Gedächtnis des Hörers finden soll.

1 1/2 Jahre nach seinem ersten Langspieler brennt die Flamme des Kanadiers immer noch ungebrochen. "Take Care" geht also über den bloßen Versuch einen aufstrebenden Künstler weiter zu etablieren hinaus. Sich seiner Stärken bewusst, ändert er bei seinem zweiten Album nicht die Marschrichtung. Gedrosseltes Tempo und atmosphärischer Sound statt fette Beats und Battlerhymes. Ein nachdenklicher Geschichtenerzähler in der Reihe von Kanye West's "808s & Heartbreak" oder "Kid Cudi's "Man on the moon". Melodisch-düstere Synthesizer und Keyboardelemente verströmen den bestimmend melancholischen, sinnlichen Charakter. R&B, Pop und Electronica stecken seine Interpretation von Hip Hop ab. Gedämpfte Strukturen und feinsinnige Akkorde. Instrumente wie Gitarre und Piano arbeiten dieser Stimmung zu. Irgendwo im R&B der 90er verwurzelt und um moderne Bauträger erweitert. Er sucht den leisen Weg, lässt viele Melodien einfach fließen und bedient sich seltener seinen Rapvocals als beim Vorgänger. Die Gastauftritte erneut gut gewählt. Mit The Weeknd (Crew love) und Kendrick Lamar gleich zwei aufstrebende Newcomer am Mic. Dazu gefestigte Größen wie Rihanna (Take Care), Rick Ross, Rihanna, Andre 3000 und natürlich auch wieder Gönner Lil Wayne. Es geht um zerbrochene, verfehlte Beziehungen, den Wert von Familie und Freunden und die Suche nach der richtigen Balance - mit steigendem Ruhm und Anerkennung. Selbstbetrachtung und Aufrichtigkeit. Damit entspricht Drake so gar nicht den gängigen Macho Hip Hop Zügen. Sein eigener Flow birgt immer auch die Gefahr den Hörer runterzuziehen. Mainstream klingt eigentlich anders. Oft streift Drake durch sein Bestreben ein Album als funktionierendes Ganzes zu konzipieren (ohne einzelne Tracks hervorheben zu können) haarscharf an etwas wie Monotonie und "Langeweile" vorbei. Aber vielleicht ist gerade diese Gratwanderung das Besondere an diesem Musiker.

Anspieltipps: "Shot for me", "The Real Her" und "Practice"
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Produktdetails

4,2 von 5 Sternen
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