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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 9. Mai 2014
So falsch kann man mit der Behauptung nicht liegen: Wer die ersten zehn Minuten, also zwei Songs, dieses Albums ohne größere Tobsuchtsanfälle und Übersprungshandlungen übersteht, der hat es geschafft, der bleibt dabei. Garantiert. Denn mit diesen zwei Songs ist klar, dass sich Dan Auerbach und Patrick Carney für ihre mittlerweile achte Platte ein ganzes Stück weit vom ursprünglich favorisierten, knackigen LoFi-Blues verabschiedet haben. Aber ganz so schlimm, das ist der Trost, wie eben jene beiden Psychrocknummern am Anfang befürchten lassen, wird es eben auch nicht – soll heißen: So groß ist sie dann doch nicht, die Umwendung. Danger Mouse war mit im Studio, damit ist klar, dass es zwar epischer, breitwandiger, aber eben auch ausgefuchster und abwechslungsreicher wird, schließlich sind weder er noch Carey und Auerbach für das Einfache zu haben.

„Turn Blue“ setzt schon mal einen ersten, spannenden Akzent – verhalten, soulful, mit Verve instrumentiert, das wippt und federt prächtig. Danach gleich „Fever“, irrtümlich als Stempel für die neue „Tanzplatte“ missverstanden: Kann ja gut sein, dass Brian Burton hier eine Schnittstelle zu seinen Broken Bells gefunden hat, allein, es schadet der Musik der Black Keys in keinster Weise. Neu und gewöhnungsbedürftig sind vielleicht einzig die Casiotone-Sequenzen, doch drumherum baut die Band eine ganze Reihe schöner Melodien und läßt das Schlagwerk sonisch böllern. Dass die zwei Amerikaner Gefallen am verzwirbelten Sound der 70er gefunden haben, kann man kaum überhören und natürlich stehen sie damit – siehe Tame Impala und Toy – ganz im Zeichen der Zeit. Schwelgerische Chöre im grobkörnigen Kodachrome-Geflimmer („Year In Review“) und weitschweifige Orgelpassagen („Waiting On Words“), sie nehmen alles mit.

Für die beiden stärksten, griffigsten Stücke kehren sie sogar zum früheren Kerngeschäft zurück: „It’s Up To You Now“ ist ein grandioser Percussiontrack samt gnadenlos dengelnder Bluesgitarre, „In Our Prime Time“ funktioniert dagegen etwas vertrackter mit seinen mehrmaligen Tempiwechseln, kommt aber bei aller Schunkelei auch nicht ohne ordentliche Riffarbeit aus. Irgendwie versöhnlich das Ganze, schließlich haben die beiden zu all den neuen und manchmal doch recht ungewohnten Facetten des Albums die alten Stärken mit hinüberretten können. Das passt es ganz gut, dass ganz zum Schluss mit „Gotta Get Away“ ein ziemlich ordinärer Rock’n Roll-Rausschmeißer zum Kehraus aufspielt – das Büchsenbier zischt, ein Toast, ein paar Erinnerungen, so schlecht kann die Welt gar nicht sein… mapambulo:blog
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3,8 von 5 Sternen
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