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Kundenrezension

am 17. Mai 2006
American Psycho - viel diskutiert für die minuziös beschriebenen Szenen unvorstellbarer Grausamkeiten - ist eine kompromisslose Kritik an der US-amerikanischen Gesellschaft der 90er Jahre. Patrick Bateman, der (ohne wirklich zu arbeiten) Unmengen von Geld verdient, hat es auf materieller Ebene weit gebracht - finanziell stehen ihm beinahe alle Türen offen. Doch die Fähigkeit zu Empathie und menschlicher Wärme ist ihm - wenn er sie jemals bessesen hat - irgendwo auf dem Weg vom Elite-College an die Wallstreet verloren gegangen.

Die edlen Visitenkarten seiner Arbeitskollegen oder sein Scheitern beim Versuch, einen Tisch in einem angesagten Restaurant zu reservieren - diese Dinge verursachen bei Patrick Bateman Schweißausbrüche und grenzenlosen Neid. Für all jene, die weniger erfolgreich sind als er, hat er hingegen nur tiefste Abscheu übrig - und das Einzige, was ihm kurzzeitig so etwas Ähnliches wie Freude bereitet, ist, diesen Menschen Schmerzen zuzufügen. Im Verlauf des Buches stumpft Bateman allerdings immer weiter ab, sodass er trotz der immer weiter steigenden Grausamkeit seiner Taten am Ende nichts als eine totale innere Leere empfindet.

Das Monster Patrick Bateman, das von Bret Easton Ellis auf diese Weise beschrieben wird, ist jedoch nicht - wie oft angenommen - das im Körper einer einzelnen Person konzentrierte, pure Böse. Vielmehr hält Ellis der amerikanischen Gesellschaft einen schonungslosen Spiegel vors Gesicht. Gier, Neid, Rücksichtslosigkeit und der Verlust jeglicher Menschlichkeit sind eben nicht das Problem eines neurotischen Psychopathen und Serienmörders, sondern das einer ganzen Zivilisation, deren Wertesystem sich auschließlich nach einem einzigen Ziel ausgerichtet hat - dem Profit.

Wer den Film gesehen hat, wird sicher über die Story im Bilde sein, sollte aber dennoch zum Buch greifen. Denn Ellis' großartiger Erzählstil fehlt der Verfilmung ebenso, wie die sozialkritischen Töne, die man in "American Psycho" in erster Linie zwischen den Zeilen findet.
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