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Kundenrezension

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einspruch!, 9. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Latte Igel. Sammelband: Latte Igel und der Wasserstein; Latte Igel reist zu den Lofoten (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch ganz anders empfunden als bislang alle Rezensenten hier (Stand 11/2013: neun mal volle Punktzahl).

Im Vergleich zu anderen, mich berührenden Kinderbüchern, in denen ebenfalls vor allem Abenteuer erlebt werden (z.B. den "Jim Knopf"-Bänden, Astrid Lindgrens "Mio mein Mio" oder "Die Brüder Löwenherz") hat "Latte Igel" so viele Schwächen, dass es für mich zumindest Zeitverschwendung bzw. ein Ärgernis war, die beiden Geschichten zu lesen.
Und für mich ist es ein Kriterium für ein gutes Kinderbuch, dass auch Erwachsene es mit Freude oder Gewinn lesen könne - wobei wir durchaus von Kindern lernen können.
Die Begeisterung für "Tomte Tummetot" z.B. habe ich von meinen Kinder gelernt.
Latte Igel mochten sie auch ganz gern - aber wohl vor allem, weil es gut ausging und die Helden Igel und Eichhörnchen sind und gegen Stärkere gewinnen. Sie haben sich zu sehr gefürchtet und gar nicht gelacht. -

Was missfällt mir?
Zunächst einmal ist die Sprache furchtbar - altertümlich, umständlich, bieder und damit an manchen Stellen für Kinder von heute schwer verständlich - und auf alle Fälle NICHT packend. Ein paar Beispiele (nach Zufallsprinzip aus tausenden...):

"Da tatest Du mir einen guten Dienst, Tjum", sagte (Latte) sich. (Seite 81)

"Ei der Tausend!", brach König Glufus aus und schien äußerst interessiert. "Na, wie ging es dann?" (Seite 94)

Das war allerdings keine gewöhnliche Wolke! "Schau, wie sie sich dreht und wendet", sagte Thum. "Als wenn sie Ameisen auf den Rücken bekommen hätte." "Und sie bewegt sich so schnell", sagte Latte. "Ich überlege eben, ob das ein Zyklon ist." "Ein was?", fragte Tjum und sah Latte verwundert an. (...) "Ein Zyklon ist ein sehr gefährlicher Wirbelwind", sagte Latte. "Er schnurrt herum, rund, rund, rund, mit einer solch unglaublichen Macht, dass alle Dinge, die lose am Boden liegen, in die Luft auffliegen und herumschnurren und -schnurren... und eine schwarze Wolke werden. Ich sah einmal einen Zyklon, als ich sehr klein war. Doch nur aus großer Entfernung." "Kann er Dich und mich auch in die Luft hinaufwerfen?" fragte Tjum unruhig.
Undsoweiter - einfach SCHRECKLICH wenig packend...!!

Dann ist der Inhalt v.a. der ersten Geschichte zu grausam (zumindest die Gefahren, in denen unsere Helden schweben) - sie treffen hier keinen einzigen Freund oder hilfreiches Wesen, NUR Feinde, stürzen von einer Gefahr in die andere. Die Bären sind angsteinflößend (und wollen Latte schließlich zerreißen: "morgen, ehe die Sonne niedergeht, soll das Fell dieses Igels blutig und zerrissen an der Wand hier im Saal hängen." (Seite 54)), die Luchse gefährlich, die Wölfe schrecklich (ihr König heißt "der Blutgierige") - und dann kommt auch noch der Wirbelsturm (im Buch "Zyklon")!

Dann ist so viel zum Teil so unwahrscheinlich und/oder unlogisch, dass es weh tut - "harmlos" noch, den Wirbelsturm Zyklon zu nennen, obwohl die Heimat unserer Tiere Finnland ist (Zyklon ist ein tropischer Wirbelsturm). Aber dass dieser den schweren Baum vom Boden abhebt, unter dem unsere Helden Schutz gesucht haben - und die Tierchen am Boden bleiben (!!) - das ist schon ein Wunder. Oder dass die grauenhaften Wölfe, von denen jeder einzelne die Helden leicht zerfleischen könnte, versuchen, den süßen Tierchen, die sich längst in ihrer Gewalt befinden, Schlafmittel zu geben, um sie dann im Schlaf zu töten - dass sollten selbst Kinder kaum glauben...

Auch der Humor, der eventuell noch in der Originalversion vorhanden war, ist spätestens durch die Übersetzung völlig verloren gegangen - oh Mann, das ist zum Teil schmerzhaft un-witzig, was da als Witz angeboten wird! Ein Musterbeispiel die Geschichten, die Tjum den Luchsen erzählt: ist die vom Floh noch erträglich, so ist die "Variation" mit dem Huhn und den Krokodilen einfach völlig lahm. Naja.

Und schließlich - und das ist natürlich meine Hauptkritik - lassen uns die Helden einfach relativ kalt:
viel zu wenig versetzt der Erzähler sich (und damit uns) in sie hinein, viel zu wenig werden wir unmittelbar angesprochen, viel zu viel an Gefühl wird nur "behauptet", ohne dass es sich in Rede oder Handlung widerspiegelt.

Dann gibt es noch extrem dämliche Details - in der zweiten, besseren Geschichte geht es unseren (diesmal drei) Helden nach abgewendeter Gefahr auf dem Schiff bestens:

Sehnte sich Bisamratte Flurr nach einem Stück frischen Fisches, um daran zu kauen, ja, dann liefen die Matrosen flugs mit ihren Angelruten zur Reling und holten einen Hai oder einen Delphin oder einen Tümmler zum zweiten Frühstück aus den Meer herauf. (Seite 158) -

Insgesamt eine schwere Enttäuschung - vor allem die Wasserstein-Geschichte, die kaum einen roten Faden hat und nur einen Schrecken mit Auflösung nach dem anderen präsentiert.
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.11.2013, 00:22:01 GMT+1
rtrechow meint:
Schön wäre schon, wenn der/die, die meine Rezension als "nicht hilfreich" bewertet, eine kurze Begründung dafür schriebe. Aber es wird wohl wie so oft sein: eine - auch begründete - Kritik, die nicht der eigenen Meinung entspricht, wird einfach als "nicht hilfreich" bezeichnet. Schade.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.05.2014, 11:01:37 GMT+2
Bücherhase meint:
...interessant, habe vor ein paar Tagen genau das in einem Kommentar geschrieben - es scheint, als würden viele, die einer Rezension inhaltlich nicht zustimmen, diese als nicht hilfreich anklicken (obwohl diese, wie hier, sehr detailliert und begründet ist). "Nicht hilfreich" und "stimme nicht zu" wird verwechselt, schade, das Amazon da nicht noch einen Nachsatz macht.

...und zu dieser Rezension: habe es auch so empfunden.
Ich vermute, dass es einige Übersetzungspatzer sind, also direkte Übersetzungen von Redewendungen/Satzstrukturen, die man aber so im Deutschen nicht benutzen/sagen würde, und das klingt dann sonderbar.
Wir wurden beim Vorlesen auch nicht in die Geschichte "reingeholt", wie es sonst bei guten Büchern der Fall ist... (ich lese meiner 9jährigen immer noch abends gerne vor und freue mich auf schöne Geschichten)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2014, 11:34:04 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 26.05.2014, 15:49:46 GMT+2
Gert Kreutzer meint:
Ich kann diesem Beiträger nur zustimmen, wenn er die Übersetzung kritisiert. Sie ist in der Tat in vieler Hinsicht "suboptimal". Zum Beispiel wird sehr häufig das Präteritum des Originals einfach übernommen, wo im Deutschen das Perfekt zu gebrauchen ist (ein Fehler, der jedem professionellen Übersetzer bekannt ist, aber häufig auch bei Film-Synchronisationen vorkommt): "Da tatest du mir einen guten Dienst" (statt: "Da hast du mir einen guten Dienst erwiesen") wurde vom Rezensenten zitiert. Ich steuere ein weiteres bei: "Sahst du während dieser Reise etwas, was uns gegen die Dürre helfen könnte?" (statt: "Hast du während dieser Reise etwas gesehen usw.")

Veröffentlicht am 29.08.2014, 22:14:04 GMT+2
Gretelchen meint:
Liebe/r Trechow, ich danke Ihnen für Ihre Rezension! Meine siebenjährige Tochter bekommt dieses Buch gerade mittags im Hort vorgelesen und erzählte mir heute abend von dem blutgierigen König Glufus oder den Wölfen, die dem Igel und dem Eichhörnchen den "Hals abschneiden" wollen. Da muss ich wohl mal mit der Erzieherin reden, Splatter für Kinder, noch dazu in einer so holprigen Sprache. Und wenn ich dann noch in den anderen Rezensionen lese, dass dieses Buch fünfjährigen Kindern vorgelesen wird, unfassbar. Glücklicherweise war die gute Astrid Lindgren so produktiv, dass mein Kind mit ihren Geschichten aufwachsen kann. Und ein Winterabend mit "Tomte und der Fuchs" ist immer wieder schön- auch wenn man schon etwas älter ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.09.2014, 15:48:36 GMT+2
rtrechow meint:
Danke! Freut mich, so einen netten Kommentar zu bekommen! R. Trechow

Veröffentlicht am 26.08.2015, 13:56:02 GMT+2
Leonie meint:
Ich bin total einverstanden mit dieser Rezension. Das Buch ist das bislang bedrückendste, das ich jemals (für Kinder) gelesen habe. Es fehlt das phantasievolle an den bedrohlichen Situationen, denen die beiden Helden ausgesetzt sind. Einfach grausam und brutal, wie einem totalitären System nachempfunden und eben entsprechend furchteinflössend - sicher nichts für kleine Kinder, und auch für vorlesende Eltern keine Freude. Wie oben erwähnt lassen einen die Helden leider völlig kalt. Schade. Da bleibe ich lieber auch bei Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf.

Veröffentlicht am 01.12.2015, 13:55:06 GMT+1
Ich sehe das ganz anders - mir hat die Sprache gut gefallen, und auch meinem fünfjährigen Sohn. Der konnte gar nicht genug bekommen. Ganz im Gegenteil stehen mir oft die Bücher mit "supertoller" Sprache und rosafarbener Welt zum Hals raus (und langweilen meinen Sohn ganz grässlich). Es ist also wohl so, dass Geschmäcker unterschiedlich sind. Das aber wiederum ist kein Makel des Buches, und deshalb finde ich Ihre Rezension nicht hilfreich.
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