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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 22. Juli 2009
Henry Lamb ist ein Antiheld wie er im Buche steht. Fast 30 arbeitet er in der staatlichen Archivverwaltung und ist ein Absoluter Beginner, also eine männliche Jungfrau. Dabei fing sein Leben so gut an. Er war Kinderstar in einer Serie, auch wenn er immer nur einen Satz sagen musste "Ich war's nicht. Großvater war's."
Henry ist unsterblich in seine Hauswirtin Abbey verliebt und hofft jeden morgen, dass er sie sieht, bevor er zur Arbeit geht. Das einzige, was ihn wirklich belastet ist, dass sein geliebter Großvater im Koma liegt.
Henrys Leben könnte so wunderbar langweilig weitergehen, wenn er nicht plötzlich versetzt würde und zwar zu einer Abteilung namens "Das Direktorium". Plötzlich findet Lamb sich als Agent dieser geheimen Organisation wieder und soll die Welt retten. Auch die beruhigende Zusprache seiner Kollegin Barbara "Das Direktorium nimmt nur die Besten. Die Spitzentalente. Die Wunderkinder [...] Und natürlich Sie Henry" (S. 294) kann ihn nicht wirklich beruhigen, denn nichts in seinem Leben ist Zufall und hinter allem steckt sein Großvater, der dummerweise im Koma liegt.

Diese Geschichte ist keine direkte Fortsetzung von "Das Alptraumreich des Edward Moon", sondern spielt 2007. Dennoch begegnen einem einige bekannte Gesichter aus "Edward Moon" wie der Chef des Direktoriums, der nun 175 Jahre alt ist und in einem riesigen Tank im "London Eye" schwimmt oder die mörderischen Zwillinge Hawker und Boon. Jonathan Barnes erweitert sein Kabinett an kuriosen Charakteren um ehemalige Professoren, die nun als Taxifahrer arbeiten, drogensüchtige Prinzen, aus dem Jenseits zurückgekehrte Agentinnen und töpfernde Agentinnen im Ruhestand.
Auch die Darstellung von Gewalt bleibt wie im ersten Teil sehr drastisch. "[...] als Hawker und Boon an seine Seite traten, mit einem wohlgezielten Schlag das Schutzgitter seines Ventilators wegbrachen und den Kippschalter betätigten. Und dann drückten sie Mister Strathams Gesicht in die wirbelnden Ventilatorblätter [...]" (S. 311)
Es gibt auch einige lustige Szenen, wie die Sicherheitseinweisung für Büroangestellte "Jedes Büro ist eine potentielle Todesfalle" (S. 33)
Die Geschichte wird als Rückblick von Henry Lamb geschrieben. Er beschreibt was er erlebte und wie er es erlebte mit einigen Einschüben einer anderen Persönlichkeit, die für ganze Kapitel übernimmt und die Geschichte des ampersandsüchtigen englischen Thronfolgers erzählt. Schon, dass eine Droge Ampersand, also Et-Zeichen "&" genannt wird ist bezeichnend für das Buch. Nach und nach vermischen sich diese beiden Handlungsstränge bis sie verschmelzen und man erahnt wie Henrys andere Persönlichkeit entstand. Diese Erzählweise verrät schon durch ihre Konzeption einiges von den zukünftigen Ereignissen, jedoch rettet sich der Autor in diesem Fall mit einem deus ex machina, bzw. in Form eines total abgedrehten Schlusses, den niemand auch nur ansatzweise erahnen oder wirklich verstehen kann.
Ähnlich wie "Das Alptraumreich des Edward Moon" beginnt das Buch recht interessant, mit einem eigenwilligen Helden und streckenweise recht witzig, lässt aber mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr nach, bis es sich zum Schluss in absoluter Abstrusität verliert, die möglicherweise als missglückte Hommage an Douglas Adams gedacht war, die jedoch nicht funktioniert.
Wirklich gelungen ist das Bild der Dominomänner zu Beginn des Buches, die beiden sind sehr gut getroffen und hätten ein deutlich besseres Titelbild abgegeben als das Gewählte, das mit dem Inhalt nur bedingt etwas zu tun hat.
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