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Kundenrezension

am 21. Januar 2011
Gefühlte Ewigkeiten mussten wir warten, doch als Fan nimmt man so eine lange Wartezeit ja gerne in Kauf, wenn das was am Ende rauskommt die Zeit auch wert ist und dafür verspricht umso besser zu werden. Vor allem bei einer so individuellen Band wie Covenant, deren spezieller Sound so deutlich aus der Masse heraus sticht. Nun ist bei den Jungs ja in den letzten Jahren viel passiert. Wechsel im Lineup, neues Label, ein immer wieder verschobenes Modern Ruin... Speziell Daniel Myer hat hier immer wieder für Diskussionen und geteilte Meinungen gesorgt. Mir persönlich ist der Herr sehr sympathisch und hat sich durch zahlreiche Liveauftritte auch gut in die Band eingefunden. Erste Bedenken, er könne den Covenant Sound durch zu viele Experimente und Soundeffekte zu sehr in eine andere Richtung lenken, verflogen spätestens bei den neuen Songs, die die Band auf ihren Konzerten nach und nach präsentiert hat. Titel wie "Come", "If I would give my soul" oder das wunderbare "I close my eyes", was vorletztes Jahr beim Christmas Ball in Köln gespielt wurde machten Lust auf mehr und schraubten die Erwartungen natürlich noch höher als sie ohnehin schon waren. Umso verwunderlicher, dass man keines dieser vorgestellten, "covenant typischen" Stücke auf dem Album findet...

Eigentlich kann man Covenant ja insofern nichts vorwerfen, weil sie genau das abliefern, was der Albumtitel verspricht. Eine moderne Ruine. Hinter der Fassade, bekannten Melodien und Eskils wunderbarer Stimme bröckelt es nämlich an allen Ecken und Enden. Einfallslosigkeit, Monotonie, Experimente zu Hauf und fehlende Eingängigkeit dominieren das Gesamtbild. Nun aber erstmal zu den einzelnen Stücken:

"Modern Ruin"
Atmosphärisches Intro mit einer Art Alarmsierene. Passend und macht Lust auf mehr...

"Lightbringer"
Die neuste Single. Über den Song gab es ja bereits hitzige Diskussionen. Trotzdem ist und bleibt dieser Song der wohl eingängigste und tanzbarste Track des Albums. Warum zur Hölle man nicht einfach nur Eskil hätte singen lassen können bleibt mir allerdings ein totales Rätsel. Allein mit seiner Stimme hätte dieses Stück das Zeug zum Hit gehabt. So ist es leider "nur gut", wenn auch etwas Covenant untypisch, aber das muss ja nichts schlechtes heißen.

"Judge of my domain"
Leviathan 2. Mehr braucht man dazu eigentlich kaum zu sagen und Fans werden wahrscheinlich wissen was ich meine. Aufbau, Struktur, Synthies und die Art des Gesangs sind nämlich sehr ähnlich. Trotzdem, ein flottes und gelungenes Stück. Aber auch auch nichts weltbewegendes...

"Dynamo Clock"
Ziemlich experimentelles und monotones Stück. Das Daniel sich hier mal so richtig ausgelebt hat ist ziemlich deutlich. Trotzdem ist es sogar noch eines der besseren, obwohl dieser Song auf den anderen Covenant Alben allenfalls zu den schwächeren Stücken gezählt hätte.

"Kairos"
1:11. Soll das ein Witz sein? Sehr ruhiges und eigentlich schönes Stück, aber aufgrund der Länge leider nur ein etwas besseres Intro.

"The beauty and the grace"
Das ist es! Sehr melancholische und wunderschöne futuristische Melodien, ein klasse Text und selten kam Eskils Stimme besser zur Geltung. Das mit großem Abstand beste Stück des Albums. Hier passt einfach alles. Mein absoluter Lieblingstrack von Modern Ruin.

"Get on"
Nachdem man sich mit dem letzten Track in eine andere zukünftige Welt geträumt hat, holt einen das nächste bereits auf den Boden der Tatsachen zurück. EIn paar nette Synthiemelodien, sonst schleppend, lahm und monoton.

"Worlds Collide"
Die Drums kommen einem als Covenant Fan doch verdammt bekannt vor... Insgesamt ein sehr atmosphärisches und eher ruhigeres Stück mit schönen Melodien. Eskils Stimme wird teilweise verzerrt, was hier aber sehr gut passt und keinesfalls stört.

"The night"
? Daniel hat Spaß. Experimenteller, entschuldigt bitte den Ausdruck, Schrott. Hier mischen sich dauergleiche Sounds vom Drumcomputer mit ein paar Synthieflächen und komischen, bis zum geht nicht mehr verzerrten Sprachfetzen. Wenn das die Nacht ist werde ich jetzt zum Tagmensch.

"Beat the noise"
Das knallt zumindest gut. Irgendwie bringt einem dieses Stück Erinnerungen an alte Tage zurück. Vor allem wenn es technoider wird muss zumindest ich an "United States of Mind" denken. Auch der Refrain ist wieder einmal toll gesungen.

"The road"
Sehr ruhiges, nur von ein paar flächigen Synthiesounds und leisen Drums begleitetes Stück, was hier mehr als Outro dient, auf jeden Fall in Ordnung.

Danach gibt es noch einen Bonustrack, der aber nicht wirklich der Rede wert ist und sehr an "Cryotank Expansion" erinnert. Also mehr eine atmosphärische Soundcollage, als denn ein richtiges Stück.

Das war es auch schon. Irgendwie hinterlässt "Modern Ruin" nach der langen Wartezeit einen enttäuschenden Eindruck. Es fehlen der ein oder andere richtige Hit, wie sie auf den anderen Alben zuhauf zu finden waren. Viele Stücke plätschern leider nur so dahin. Covenant hätten das Album des Jahres abliefern können, hätten sie doch nur die genialen, bereits vorgestellten Stücke in die Tracklist mit aufgenommen und sich weniger in Experimenten und futuristischen SlowMo Untiefen verloren. So kann ich leider beim besten Willen nicht behaupten, dass Daniel eine extreme Bereicherung für den Sound darstellt, sondern eher das Gegenteil. Schade, da hätten ich und wie sich hier abzeichnet auch so manch anderer wohl weit mehr erwartet. "Lightbringer", "Judge of my domain" und "The beuaty and the grace" sind leider alleine zu wenig um ein gutes Covenant Album auszumachen. Als futuristische Soundcollage mag es indessen durchaus taugen. Ich hoffe die Jungs kriegen da nochmal die Kurve, sonst ist die Luft bald raus und das wäre verdammt schade um diese Band.

Danke fürs Lesen!
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