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Kundenrezension

41 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider ein schwaches Ende!, 23. Dezember 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lost - Die komplette sechste Staffel (5 DVDs) (DVD)
ACHTUNG SPOILER!
Ich sehe die finale Staffel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem lachenden, weil nichts die vielen 100 Stunden erstklassiger Mystery-Unterhaltung, die diese große Serie mir beschert hat, ungeschehen machen kann. Lost hatte seinen Platz in meinem Serien-Olymp schon vor der 6. Staffel sicher, und irgendwie war mir auch schon klar, dass die Antworten auf die unzähligen Rätsel mehr auf was gleichnishaft-philosophisches hinauslaufen würden. (Und irgendwie war ich allmählich sogar froh, dass ein Ende in Sicht war, weil mir bei aller Liebe doch allmählich der Faden zu reißen drohte, wenn bspw. der nächste Trupp Unbekannter auf der Insel landete, die nächste mysteriöse Dschungelexpedition durchgeführt wurde, die nächste Bombe entschärft werden musste etc. Vieles davon kennt man einfach mittlerweile.)

Das weinende Auge habe ich, weil ich mir angesichts der letzten Folge verschaukelt vorkomme. Ich habe Lost eigentlich immer als einen eigenen Kosmos von Geheimnissen gesehen und bin aufgegangen in Spekulationen und den pseudowissenschaftlichen Erklärungsansätzen, die die Serie ja reichlich anbietet. Auch die Aussagen der Produzenten ließen da keine Zweifel offen. Es hieß ja immer, man folge einem von Anfang an feststehenden Masterplan. Es wurde schon früh (ich glaube, Mitte der zweiten Staffel) eine feste Anzahl Folgen/Staffeln mit ABC vereinbart, so dass man wissen konnte, wie viel Zeit für die Geschichte und ihre einzelnen Abschnitte vorhanden war. Und sorry, aber gemessen an diesen auch selbst gesetzten Ansprüchen ist "Das Ende", auf das die ganze Story angeblich von Anfang an hinausgelaufen ist, fraglos eine große Enttäuschung. Konzentrieren auf die Charaktere hin, manche tatsächlich gegebene Antwort her, unterm Strich bleibt dermaßen viel offen, dass die angebotene Lösung - soweit überhaupt erkennbar - einfach zu billig wirkt. Eine kleine Versöhnung kann hier nur die Jacob-Folge bieten, in der zwar ebenfalls Entscheidendes fehlt, aber wenigstens auch mal Antworten kommen und eine Richtung eingeschlagen wurde, die ich mir auch für den Schluss gewünscht hätte, also z. B. ein Flashback zu dem Volk, von dem die ganzen uralten Kultstätten stammen. Statt dessen haben sich einfach alle lieb und gehen zusammen ins große Licht. Und mit ihnen gehen die vielen kleinen und großen Handlungsfragmente und irgendwie leider auch ein klein wenig der ganze Sinn von Lost. Jack wird schließlich doch vom Mann der Wissenschaft zum Mann des Glaubens und lässt endlich los, alles und komplett, und gleiches ist wohl auch vom Zuschauer erwartet worden.

Ich kann Lost nicht mehr ganz so unbedenklich weiterempfehlen wie früher, denn jetzt gibt es eine Einschränkung: Die Serie ist toll, aber versprich dir nicht zu viel vom Ende! Andererseits kennt man ja nicht eingelöste Versprechen von Mystery-Serien zur Genüge. Bei den seligen X-Akten etwa war ja am Ende auch schwer die Luft raus, und trotzdem hat die Serie ihren Platz in der Geschichte behalten.

Die Staffel selbst fand ich ebenfalls insgesamt eher schwach, weil ich ein funktionierendes Staffelkonzept, wie es das in den Jahren vorher gab, vermisst habe. Die "Seitwärtsblenden" sind eine Zeit lang ein faszinierendes Spielzeug, werden dann aber geradezu kläglich aufgelöst. Die anfangs interessante Geschichte um den Tempel bricht mehr oder weniger ab, mir ist nicht mal klar geworden, was es nun letztlich mit der ganzen Anlage auf sich hatte. Gleiches galt für den anderen Sub-Plot mit Charles Widmore. Wie der nun in das große Spiel passt oder was er überhaupt auf der Insel wollte, ist mir leider ebenfalls verschlossen geblieben. Die möglichen Staffelkonzepte enden im Irgendwo und tragen nicht.

Ansonsten gibt es natürlich jede Menge Referenzen an Staffel 1 und Wiedersehen mit alten Bekannten, daher vielleicht auch etwas mehr Tränendrüse als sonst, und so können diverse kleine Handlungsbögen rund gemacht werden. Meine persönlichen Lieblinge sind die Folgen über Richard und Jacob. Da war das alte Lost-Gefühl noch einmal wieder richtig da, ansonsten fand ich zu meinem großen Bedauern, dass diesmal das Abgleiten in die Beliebigkeit nur knapp vermieden werden konnte. Irgendwas muss da einfach schief gelaufen sein, anders kann ich mir die Gesamtqualität der Staffel - der am längsten im Voraus planbaren - nicht erklären. Gute Ansätze sind fraglos vorhanden und manche Frage wird sogar beantwortet, aber bei mir hat sich im Laufe des Schauens immer mehr der Eindruck verfestigt, als hätten die Macher zu oft gezögert und gezaudert und sich irgendwann halt zum Maximum des Ungefähren entschlossen.

Aber noch mal, insgesamt bleibt Lost als ambitionierteste Mystery-Serie überhaupt trotz allem ein echter Stern im Serienhimmel. Danke für die grandiosen Staffeln 1 bis 3 und selbst für den - bei der hohen Erwartungshaltung wohl unvermeidlichen - allmählichen Niedergang, den ich immer noch unterhaltsamer fand als viele andere Serien zu ihren besten Zeiten!

Drei Sterne (inkl. Fan-Bonus).
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.01.2011, 08:52:34 GMT+1
Melia meint:
Gute Rezension, sehr ausgewogen - ich mag Staffel 6, aber sie kommt an Staffel 3 nicht heran. Und das ist im Grunde Jammern auf hohem Niveau, denn obwohl Staffel 5 und Staffel 6 ein wenig nachgelassen haben - wohl auch bedingt durch das Bestreben der Macher, Fragen zu beantworten -, sind sie durchaus noch gut geworden. Staffel 6 hat halt das Problem, dass viele neue Fragen aufgeworfen werden und offen bleiben - der Tempel hatte wohl die einzige Funktion, Sayid wieder ins Leben zu holen bzw. jede Menge Kanonenfutter für das Rauchmonster zu bieten. Hier hätte ich mir auch etwas mehr Klarheit gewünscht - was hat es mit der Quelle auf sich, wie lange sind Dogen und seine Anhänger schon auf der Insel etc. Zu Widmore: Der wollte doch von Anfang an die Insel unter seine Kontrolle bringen, oder? Ich kauf dem sein "Ich will die Welt retten"-Geschwafel jedenfalls nicht ab. Nicht, nachdem er in Staffel 4 versucht hat, alle Menschen auf der Insel zu töten. Der wurde zu sehr als Böser aufgebaut, als dass man ihn jetzt einfach zu den Guten zählen könnte. Ich glaube, im Fall Widmore läuft es darauf hinaus, dass er - wieder mal - versucht, die Insel unter seine Kontrolle zu bringen, vielleicht wäre er auch gerne der neue Hüter.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.02.2011, 17:46:46 GMT+1
J. Wiedemann meint:
Was mich am Ende noch mehr stört als die ganzen unaufgeklärten Rätsel ist seine UNGLAUBLICHE Verkitschheit. Sein so ALL-AMERICAN-BIBLE-BELT ROUND-ANGLO-WAIST religiöser gut christlicher Ausgang.

Da kann nicht einmal der böse Smokey triumphieren, nein er hat plötzlich keine Kraft mehr und lässt sich von dem Waschlappen-Jack abwatschen wie ein Weichei. Er hätte alle bereits vorher vernichten können, aber nein er ist zu blöd dazu...wie genial wäre das Ende: Alle haben den Crash überlebt, träumen nur teilweise die Sideways während sie in der Realität (die sie selbst als Traum ansehen) alle von Smokey gejagt und vernichtet werden. Am Schluss existiert nur noch schwarzer Rauch auf der Insel, der sich immer weiter ausbreitet, schließlich übers Meer kriecht und die Küsten der Zivilisation erreicht, eine Art vorgezogenes 2012 (Ein raucherfüllter Reiter der Apokalypse) Ein Ende, das die Fernsehzuschauer verstört und voller Angst ohne Hoffnung zurücklässt, ein an die aktuelle Lage der Welt angelehntes REALISTISCHES Ende.

Nein, natürlich der gute christliche Hirten-Korken-Plopp-Verschließer gewinnt immer und am Ende latschen wir alle happy-verblödet-Händchen-haltend ins Licht, jaja die Liebe ist eh das Wichtigste und die Charaktere sind alles worauf es seit Beginn der Staffel ankommt, und sogar Ben gehört am Ende fast zu den guten, der Massenmörder Michael tanzt auch fröhlich in der Kirche mit Libby rum - so verdammt scheinheilig-lächerlich, wie die gesamte Weltanschauung der Amis eben. Schwarz-Weiss und Weiss wird immer siegen, denn dann kann der Durchschnitts-Ami auch nicht am Ende rumnörgeln, denn er muss ja jeden Sonntag wieder in die Kirche gehen und sich umkrempeln lassen und da glauben wir doch alle brav an den Himmel, was soll da am LOST Ende schlecht sein.

Carlton Lindelof and Abrams Ich bin sehr enttäuscht von eurer christian-bullshit-believer-attitude. Andererseits wieder sehr beeindruckt von eurer money-maker-capitalist-I-dont-give-a-shit-attitude. You did the Long-Con on us. Now drink your champaign in your luxury cars and leave us alone.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2011, 17:34:03 GMT+2
Was mich noch mehr stört, ist die Tatsache, dass Herr Wiedemann über mir es nicht gebacken bekommt, einen anständigen Kommentar zu schreiben, sondern seinen nervigen Quatsch da oben immer und immer wieder kopiert und überall hinschreibt. Sie nerven!
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