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Kundenrezension

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf Hochglanz poliertes Hardrock-Album ohne Ecken und Kanten, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Savage Amusement (Audio CD)
An Savage Amusement scheinen sich ja die Geister zu scheiden. Die einen halten es für technisch überfrachtet und viel zu glattpoliert und ohne echte Ecken und Kanten - für die anderen ist es das letzte wirklich gute Scorpions-Album, dass noch zurecht den Namen Hardrock verdient hat, bevor man ab Crazy World zum Grossteil nur noch dem Kommerz dienen wollte. Irgendwie haben beide Lager ihre berechtigten Argumente, Savage Amusement klingt definitiv polierter als alles davor, ist aber wenn man die Konkurenzscheiben(Def Leppard-Hysteria,Saxon-Destiny,Judas Priest-Turbo,Iron Maiden-Seventh Son...) aus diesen Jahren so ansieht keine wirkliche Überraschung, der Zeitgeist war damals einfach abgestellt auf immer mehr Technik und weichere melodiösere Songs. Trotzdem finde ich, dass mit Savage Amusement noch ein ganz ansehnliches Hardrock-kompatibles Album dabei heraussprang. Der Sound ist nicht mehr ganz so druckvoll wie auf Love at first Sting und gerade die härteren Songs "Love on the Run" und "We let it Rock...you let it Roll" können am wenigsten überzeugen und kommen wie B-Klassen-Ware daher oder können auch als die harten Quotensongs gelten. Mit "Believe in Love" gibt es nur eine echte Ballade auf dem Album, die im Fahrwasser von "Still loving You" auch ganz gut überzeugen kann und klasse besitzt. Der treibende melodische hymnische Opener "Dont stop at the Top", das harte schwerfällige und doch sehr melodiöse "Rhythm of Love" und das fast übertrieben auf Mainstream und radiotauglich getrimmte "Passion Rules the Game" sind sicherlich die anderen Höhepunkte dieser kompakten kurzen Scorpions-Scheibe. Und hier liegt mein Kritikpunkt der Scheibe. Man hatte sich während der Aufnahmen mit Stamm-Produzent Dieter Dierks überworfen und stellte das Album nur sehr schleppend fertig - die Aufnahmen haben 12 lange Monate gedauert, bereits aufgenommenes Material wurde aus den verschiedensten Gründen immer wieder verworfen oder umarrangiert. Auch Songs die von Michael+Rudolf Schenker gemeinsam für das Album geschrieben wurden, durften nicht aufs Album, weil Michael Schenker bei einem anderen Musikverlag unter Vertrag stand - so zogen sich die Aufnahmen unendlich lange hin bis man zu einem amtlichen Endergebnis kam. Warum aber bei einem Zeitraum von 4 Jahren nach dem letzten Studio-Album und nach 12 Monaten Album-Produktion trotzdem nur 9 Songs und 37 Minuten Spielzeit herauskommen ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, wo bei anderen Gruppen die Spielzeiten tendenziell zu dieser Zeit eher mehr wurden.

Aber irgendwie sehe ich Savage Amusement als polierte Blaupause von Love at first sting, der gleiche Album-Aufbau(eingängiges rockiges Mainstream-Songmaterial und zum Abschluss die Mega-Ballade) und ich denke man wollte recht Risikolos im gleichen Fahrwasser vom Vorgänger nochmals mit gleichem Konzept gross absahnen, was beim 2 Versuch meist nicht mehr so gut gelingt - ich gehe davon aus dass sich Dieter Dierks produktionstechnisch durchgesetzt hat(nicht negativ gemeint), von dem man sich ja nach dem Album nach all den Querelen während der Aufnahmen konsequenterweise trennte. Und so geht mit Savage Amusement auch eine Scorpions-Ära zu Ende, in der Dieter Dierks den Scorpions-Sound prägte und vielleicht auch die Scorpions zu dem machte, als was man Sie bis heute kennt und worauf der Ruhm aufgebaut wurde. Für mich gesprochen waren die Scorpions ohne Ihren Stammproduzenten nie wieder so stark als mit Ihm, und so gilt auch für mich Savage Amusement als letztes starkes(mit leichten Verschleisserscheinungen) echtes Scorpions-Album das vom Härtegrad gerade noch so als echter Hardrock durchgeht - Crazy World war für mich dann schon der Anfang vom Ende.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.05.2013 20:07:54 GMT+02:00
Rainbow meint:
.Da bin ich ganau deiner Meinung. Savage Amusement ist ein gutes Album

Veröffentlicht am 27.11.2015 17:33:40 GMT+01:00
shaboo meint:
"Und so geht mit Savage Amusement auch eine Scorpions-Ära zu Ende, in der Dieter Dierks den Scorpions-Sound prägte und vielleicht auch die Scorpions zu dem machte, als was man Sie bis heute kennt und worauf der Ruhm aufgebaut wurde. Für mich gesprochen waren die Scorpions ohne Ihren Stammproduzenten nie wieder so stark als mit Ihm."

Da sprichst Du mir aus der Seele. Dierks war für die Band und deren Musik mindestens ebenso wichtig wie jedes einzelne der Bandmitglieder. Schade, dass man sich damals nicht gütlich getrennt hat (ich erinnere mich noch sehr gut an die damalige Interview-Schlammschlacht im Metal Hammer und anderen Magazinen). Ansonsten hätte man ja vielleicht später doch noch einmal zusammenfinden und gemeinsam ein Album produzieren können.

25 Jahre später kann man leider nur konstatieren, dass die Band sich maßlos überschätzt hat, als sie geglaubt hat, auf Dierks verzichten und mit jedem anderen Produzenten auf Dauer ebenso erfolgreich sein zu können. Befördert wurde dieser Selbstbetrug natürlich auch durch den massiven Erfolg von "Crazy World", aber schon bei dessen Nachfolger wurde man ja bereits auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Es ist nur der nach wie vor großen, treuen Fananhängerschaft zu verdanken, die unbeirrt weiter auf Konzerte strömt und blind jede neue Veröffentlichung kauft, dass die Band anscheinend gar nicht so recht mitbekommen hat, was für eine Grütze sie teilweise im letzen Vierteljahrhundert fabriziert hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2015 14:34:10 GMT+01:00
Rhinoman meint:
Danke für die deutlichen Worte, ich sehe das ganz genauso !
Allerdings wurde auch Face the Heat noch ein paar Millionen mal verkauft, natürlich noch im "Wind of Change"-Hype.

Aber Iron Maiden ohne Martin Birch, AC/DC / Def Leppard ohne Robert John "Mutt" Lange usw... auch bei vielen anderen Bands waren die jeweiligen Produzenten die Erfolgsgaranten, teilweise wurde sogar ein eigener neuer zeitgemässer Sound ausgetüftelt, wie im Fall von Def Leppard. Auch bei diesen Bands hätte man sich eine erneute Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Produzenten wieder sehr gewünscht, weil man seither nur noch ein Schatten seiner selbst ist, was wiederum auch eine gewisse Genugtuung für die Produzenten ist, ich könnte mir schon vorstellen dass sich "Mutt" Lange köstlich darüber amüsiert was für eine Grütze(Rock or Bust) AC/DC beispielsweise ohne ihn abliefern, obwohl die millionenfachen Verkaufszahlen und der Ruhm wiederum in "Mutt" Lange und seinen Alben begründet liegen.

Man kann da aber nichts daran ändern, nur an den gesunden Menschenverstand aller Beteiligten appelieren, es nach allen Streitereien doch noch einmal zu versuchen.

Viele Grüsse
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