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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 2. April 2013
Zusammen mit anderen Frauen, die in den Jahren seitdem sie zusammen auf dem Land leben und ein Blumengeschäft betreiben auch Freundinnen fürs Leben geworden sind, lebt auch Verity Thompson, die ein Geheimnis vor den anderen verbirgt. Sie lief kurz nach der Hochzeit ihrem Ehemann davon und arrangierte es so, dass alle Welt sie für tot hielt. Der Grund für Veritys Verhalten: Sie wurde von ihrem Vormund und dessen Frau in die Ehe geprügelt. Doch Verity hielt zunächst dagegen, bis ihr gedroht wurde, dass ausgerechnet der Familie Schaden zugeführt werden würde wenn sie nicht pariert, die sie stets wie eine Familienangehörige behandelten. Zudem schenkte ihr der Sohn der Familie, Michael einst vor Jahren den ersten Kuss.

Nach der Eheschließung erfuhr Verity jedoch, dass ihr Vormund sein Wort gebrochen hatte in dem er Michael, der in dem Eisenwerk das Verity und ihr Vormund zusammen besaßen arbeitete, gekündigt hatte. Verity, die schon vor der Eheschließung mit dem Earl of Hawkeswell wusste, dass dieser sie lediglich aus finanziellen Gründen zu heiraten gedachte, glaubte dass Hawkeswell und ihr Vormund gemeinsame Sache gemacht hätten und floh direkt nach der Trauung und versteckte sich bei den „Rarest Blooms“:
Da Hawkeswell jedoch zum engsten Freundeskreis von Audriannas Mann, Lord Sebastian Summerhays gehört, ist es lediglich nur noch eine Frage der Zeit bis ihre Tarnung auffliegt. Eines Tages, als Hawkeswell Daphnes Anwesen persönlich beehrt; ist es dann auch soweit. Verity muss Farbe bekennen und Hawkeswell ist zunächst außer sich, dass Verity tatsächlich leibhaftig vor ihm steht und ihm sogleich einen kühnen Vorschlag unterbreitet. Sie bittet ihn um Annullierung ihres Ehevertrags und will ihm in Gegenzug ihr Vermögen geben. Was sie nämlich nicht ahnte war, dass ihr Vormund sich nach ihrem Verschwinden weigerte, die Mitgift an Hawkeswell auszuzahlen und erst in dem Fall, dass Verity vor einem Gericht für tot erklärt würde, zahlen wollte.
Obwohl ihr Vorschlag in Hawkeswells Ohren durchaus verlockend klingt, weigert er sich einer Annullierung zuzustimmen was wiederum Verity zur Raserei bringt…

Meine Einschätzung:

Nachdem ich vom Vorgängerband, dem ersten Teil der Rarest Blooms Serie so begeistert war, habe ich mich auch sehr auf Veritys Geschichte gefreut, zudem fand ich die Ausgangssituation sehr spannend. Leider kann ich das von der Umsetzung dann aber nicht sagen.

„Die widerspenstige Braut“ ist ein 2-Personen-Stück“, in dem man nicht viel Rahmenhandlung vorfindet; sieht man einmal von den Arbeitern, die mehr oder weniger regelmäßig aus Veritys Eisenhütte verschwinden, ab. Umso wichtiger ist es bei dieser Art von Roman, wo die Liebesgeschichte des Heldenpaares so im Fokus steht, dass Romanheld und Romanheldin sympathische Akteure sind, mit denen sich der Leser identifizieren kann.

Zugegeben, das Verhalten des Earls of Hawkeswell ist völlig typisch und zeitgemäß für die Epoche, in der der Roman spielt und in einem regulären historischen Roman durchaus akzeptabel (auch wenn ich Hawkeswell selbst dann verachtenswert gefunden hätte) doch in einem historischen Liebesroman erwartet man neben ein wenig historischer Authentizität zumindest im Ansatz einen einigermaßen sympathischen Helden und keinen selbstherrlichen Despoten, der nie fragt sondern stets befiehlt.
So muss sich die Heldin sämtlichen Forderungen seinerseits beugen. Eine Szene stieß mir dabei sehr sauer auf. Hawkeswell verbietet der Heldin zunächst, sich allein auf die Suche nach Menschen aus ihrem früheren privaten Umfeld zu begeben; schwenkt dann plötzlich um und fordert von Verity dass sie ihn höflichst, mit einem Kuss versteht sich, darum bitten soll, dass er sie begleitet. Erst dann lässt er sich dazu herab, Veritys Wunsch zu erfüllen, die bereits zu diesem Zeitpunkt ziemlich verzweifelt ist.

Mehrmals lässt er sie zappeln, wiegt sie in Hoffnung, um sie dann wieder jäh in Bezug auf die Annullierung zu enttäuschen. Er ist ein grober Klotz, besitzt ein Einfühlungsvermögen wie eine Drahtbürste und zudem fand ich auch seine Wutausbrüche als äußerst unangenehm und unpassend. Aber selbst Verity war keine Heldin, die es mir leicht gemacht hat, sie zu mögen. Meinen Mitleidsbonus hatte sie spätestens nach ihren kindischen Fluchtversuchen verspielt, obwohl ich über manche bissigen Entgegnungen auf Hawkeswells Äußerungen ihrerseits, schmunzeln musste.

Sowohl Verity als auch Hawkeswell benehmen sich fast die ganze Geschichte über sehr förmlich und distanziert. So fehlte mir auch der Zugang zur Liebesgeschichte und selbst die gewohnt prickelnden Liebesszenen der Autorin konnten mich da nicht mehr großartig ans Buch fesseln, weil mir die romantische Stimmung zuvor durch Hawkeswells und Veritys Verhalten so vergällt wurde. Es ist hier einfach nicht nachvollziehbar, dass sich das Heldenpaar plötzlich ineinander verliebt; bei der brisanten Ausgangssituation und Hawkeswells sprichwörtlichem „Brett vor dem Kopf“ Verhalten eigentlich völlig unmöglich!

Ehrlich gesagt kann ich noch nicht einmal im Ansatz nachvollziehen, wieso ausgerechnet dieser Madeline Hunter Roman übersetzt wurde; so ein Heldenpaar kann eigentlich kein Leser, wenn er mal ganz ehrlich ist mögen oder gar Gefallen an der ziemlich zähen Story finden. 2.5 Bewertungspunkte vergebe ich lediglich für den gewohnt angenehmen Schreibstil der Autorin und die gute Übersetzung.

Fazit: Der zweite Teil der Rarest Blooms“ Reihe stellte eine wahre Leseenttäuschung für mich dar- ein despotischer Held und eine ständig die Flucht ergreifende Heldin haben meine armen Lesernerven arg strapaziert. Ein Hoch auf die Frauenbewegung! ;-)
2.5 von 5 Punkten. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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