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Kundenrezension

am 6. April 2006
Sigur Rós anno 2005: von einschmeichelnd bis knochenberstend, wunderbar smoothe Dynamik-Steigerung die Godspeed You! Black Emperor oder Explosions in the Sky nicht hätten besser machen können, Wall of Sound Galore! So klingt zumindest Glosoli, der Opener von Takk.
Und so ähnlich geht es dann im Verlauf des Albums weiter: Glockenspiele, Streicher und Pianos bauen wunderschöne Luftschlösser in den wolkenlosen Himmel, aber ein heran-nahendes Gewitter aus knarzigen Moog-Synths, endlos übersteuerten Gitarren, höllische Polterdrums und Becken, Becken, Becken stürzen diese dann in ein Meer aus kakophonischen Noise-Attacken und Feedback voll mit Inseln aus schwelgerischem Pathos und melancholischen Gesängen, traumhaft unschuldigen Melodiebögen und kleinen Sample-Schnipseln die sich wie Hobelspäne aus den Gesängen schälen, zu Boden fallen und dort blütenreich neue Spielwiesen für ausgefallene Ideen wuchern lassen.
Da trampeln komplette Polka-Marschkapellen wie betrunken durch das Soundgemälde, verbreiten handgetrommelte Drum'n'Bass Rythmen Unbehagen und urplötzlich schimmern kleine Pop-Perlen durch das Dickicht aus befremdlich düsteren Klangflächen, hypnotischen Doomgitarren und wabernden Bass-Drones.
Überhaupt: Man denkt ja, nach Ágætis Byrjun und ( ) kennt man das Konzept Sigur Rós gut genug und ist eigentlich nicht mehr soooo überrascht, aber es ist einfach umwerfend wie weit Sigur Rós eigentlich mit ihrer Idee von Musik von gängigen, Pop-tauglichen Konzepten entfernt sind. Und wenn dann doch etwas poppiges aufblitzt, dann gleich zuckersüß und absolut über-harmonisch dass man direkt "Karikatur" denken mag.
Und dass ist vielleicht das einzige Problem an TAKK: manchmal ist der Zucker vielleicht etwas dick aufgetragen, der Pathos ein wenig übertrieben und die Glückseligkeit auch ein wenig kitschig.
Allerdings trägt dies wiederum dazu bei, dass wenn es dann mal dramatisch wird, wenn sich die Wolken verfinstern und plötzlich das Inferno losbricht, dann stürzt im wahrsten Sinne des Wortes der Himmel ein ...
FAZIT: Großes Kino für die Ohren. Überdramatisiert und schwelgerisch, eine perfekt Symbiose aus ( ), Ágætis Byrjun und dem experimentellen Klicker-Klacker-Soundtrack für Merce Cunninghams Split Side Performance von 2004.
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