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Kundenrezension

am 1. Januar 2007
Ich habe die in Ear Kopfhörer gekauft, weil mir die mit meinem iPod gelieferten Ohrhörer oft einfach aus den Ohren purzelten und ich den Eindruck hatte, daß der Schall im Wesentlichen gegen den Knochen gestrahlt wird statt in den Gehörgang und daß auf diese Weise viel Hörqualität verloren geht.
Die Konfiguration, über die ich hier rede, sieht so aus: iPod Shuffle, 1GB (der weisse) bzw. Apple Powerbook Titanium (1GHz). Meine mp3s sind entweder mit 128 kbps oder 160 kbps kodiert. Dafür suchte ich eine Verbesserung.

Aus dem Ohr fällt der Bose nicht mehr. Er kommt mit auswechselbaren Silikonkissen in drei Größen. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Die Schallgeber sitzen gut, allerdings nicht so gut, daß man damit joggen könnte. Die Silikonkissen dämpfen auch die Aussengeräusche ganz ordentlich ab. Der Klinkenstecker ist vergoldet. Das ist nicht nur zweckmäßig, es sieht zusammen mit dem schwarzen Hochglanz Gehäuse auch sehr edel und hochwertig aus. Die Verarbeitung des Bose Hörers ist ebenfalls einwandfrei.

Die Bose Hörer bringen einen ganz klar anderen Sound ins Spiel: am Auffälligsten ist der Bass. Während er bei den original Apple Hörern nur sehr schwach kommt, ist er bei Bose stark und präsent. Das gibt dem Klang eine deutlich größere Fülle. Auch die Lautstärke ist sehr viel höher, so daß man herunter regeln muß. Was den Detailreichtum des Klangs betrifft, kann ich keinen Unterschied feststellen. Was bisher dumpf klang, klingt immer noch dumpf. Wo ich bisher den Bogenstrich auf der Violine hörte, höre ich ihn immer noch. Und wenn The Edge die Gitarre anreißt, klingt das ebenfalls Klasse, aber mehr Töne, bisher verschluckte Noten oder neue Akkorde konnte ich bisher nicht wahrnehmen.
An meiner Stereo Anlage (Yamaha Piano Craft) habe ich dagegen Schwierigkeiten mit dem Bose Hörer: Der Baß ist viel zu stark und die Höhen sind vollkommen dumpf. Ich muß den Baß am Verstärker ganz wegnehmen und die Höhen voll aufdrehen, damit der Klang gut ist. Dann ist er allerdings sehr gut.

Vielleicht ist das klangliche Zwischenresumee, daß dieser in Ear Kofhörer anders klingt als die original Apple Hörer. Ob man es besser nennen will, ist Geschmackssache. Wer keinen Baß mag, kann sich das Geld bedenkenlos sparen. Wem seine Apple Hörer viel zu flach klingen, der sollte die von Bose in Betracht ziehen. Daß sich die Ausgabe wirklich lohnt, möchte ich nicht mit voller Überzeugung sagen.

Bevor ich kaufte, habe ich einen Test der Zeitschrift Audio konsultiert und mehrere Verkäufer von High End Audio Zeugs interviewt. Überall war man sich einig, daß der Bose Kopfhörer in einer Liga spielt mit dem Bang und Olufsen, der zweifellos zu dem Besten gehört, was man in dieser Klasse kaufen kann. Die wenigen Gelegenheiten, die man zum Vergleich bekommt (B&O ließ mich probehören, ebenso Shure (E2C) und Bose), bestätigten das. (Allein die Möglichkeit Probe zuhören ist es wert unter B&O, Shure und Bose zu wählen und den Rest zu vergessen. Bei den feinen Unterschieden zwischen High End Hörern und dem Bodennsatz und der Tatsache, daß man die Dinger mit minderwertigen mp3s in Bus, U-Bahn oder beim Joggen benutzt, sind selbst 40 Euro zuviel, um sie blind zu investieren.)

Dennoch kam bei dem Audio Test auch heraus, daß der Sennheiser CX-300 ausgezeichnet ist (kein Probehören möglich). Leider ist der Sennheiser so erfolgreich, daß der ursprüngliche Preis von 38 Euro inzwischen in den meisten Geschäften auf 70 Euro gestiegen ist.

Also, wenn man unterwegs ist, dann glaube ich, kann man seine Musik günstiger haben, als von Bose. Es ist sicher der größte Vorteil, daß die in Ear Hörer wegen der Silikonkissen die Außengeräusche abschirmen. Ob man die Detailverbesserungen des Klanges trotz der Abschirmung auch im lärmenden Bus oder beim Joggen noch hört, bezweifle ich sehr. Zu Hause dagegen hört man sie natürlich deutlich.

Für Audiophile, die Ihr Vermögen für jedes Quäntchen Verbesserung hinlegen würden, ist dieser Hörer sicherlich sein Geld wert. Wer aber eine klangliche Offenbarung erwartet, wird sicherlich nicht zufrieden sein. Die klanglichen Verbesserungen zum original Apple Ohrhörer (der sich nach Audio im Bodensatz der Ohrhörer bewegt), sind nicht so Überwältigend, daß es nicht auch ein etwas preiswerterer Hörer tun würde. Mit meinem jetzigen Wissen, nach einem ausgiebigen Vergleich der Apple Hörer mit den Bose Hörern, würde ich lieber dem Audio Test glauben und den Sennheiser CX-300 für 38 Euro suchen. Der klingt vielleicht ein bißchen schlechter als der Bose, aber wir reden hier wirklich über Nuancen, für die man 60 Euro mehr hinlegen muß.

Ergänzung
###########
Nach 5 Wochen habe ich einen guten Teil meiner CD Sammlung mit dem Triport Ohrhörer gehört. Das ist der Moment für einen zweiten Gedanken.

Alles bisher Gesagte hat sich als dauerhaft richtig erwiesen. Aber ich kann es genauer sagen:

Sitz im Ohr:
der Bose sitzt locker im Ohr. Man wird das Gefühl nicht los, daß er herausfallen könnte. Das ist mir nie passiert (immer noch nicht gejoggt), aber das Gefühl irritiert. Wenn man es ignoriert, könnte man sagen, der Ohrhörer sitzt so perfekt, daß man ihn fast nicht spürt.

Aussengeräuschdämpfung:
sie ist nicht besonders hoch. Der scheinbar lockere Sitz läßt massig Sound von drumherum ins Ohr.
Inzwischen habe ich auch verstanden, weshalb die Bose Entwickler den Sitz eher locker gelassen haben. Dämpft ein in Ear Hörer die Außengeräusche vollkommen ab, wird plötzlich etwas hörbar, was wir sonst überhaupt nicht bewußt wahrnehmen: Körperschall! Plötzlich wird die sonst unhörbare Reibung des Kopfhörerkabels an der Kleidung zu lärmender Lautstärke erhoben, atmen, essen, alles macht richtig Krach. Sogar Schritte (joggen)! Ich habe es selber verglichen. Ultimate Ears Super.fi pro und Sennheiser cx-300 dämpfen Außengeräusche fast perfekt ab. Schöner als die leichte Außengeräuschkulisse, die man beim Bose noch hört, ist das nicht unbedingt.

Sound:
die Stärken des Bose liegen eindeutig im Bass und in den Mitten. Also Rock, Pop und sowas kommt sauber und satt rüber. Ebenso klingen meine alten Opernaufnahmen sehr gut. Teilweise aus den 50er bis 70er Jahren und aufwendig nachdigitalisiert. Da fehlen die Höhen schon in der Aufnahme und es hört sich im Bose sehr gut an. Besonders Verdi, mit Chören, Contrabässen und vielen tiefen Stimmen.
Neue DDD Aufnahmen dagegen sind ein Graus. Hier ist der Bose eindeutig am Ende. Einge meiner tontechnisch nicht so guten Aufnahmen kann er mit dem Bass noch etwas Aufpeppen. Aber für eine gute, moderne Klassikaufnahme braucht man einen anderen Hörer.
Man kann es positv ausdrücken: der Bose ist so gut, daß man gute von schlechten Aufnahmen unterscheiden kann. Aber tontechnisch sehr gute Aufnahmen bringt er trotzdem nicht rüber.
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