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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 13. Januar 2011
Was vom Titel her als Abgesang auf "den weißen Mann", sprich die westliche Welt, verfasst wurde, liest sich über weite Strecken wie ein Vermächtnis des Peter Scholl-Latour. Dieser streitbare Journalist und Kriegskorespondent berichtet über die Länder und Regionen, die einst Teil der großen Kolonialreiche Portugals, Spaniens und Englands waren, sowie die Satelliten-Staaten der ehemaligen UDSSR. Nicht ganz so präsent, aber immer noch Bestandteil des Ausführungen, sind die einstigen Besitzungen Deutschlands, Hollands und Belgien.

Dabei erlauben die gut 400 Seiten allerdings meist nur ein Streifen der lokalen Begebenheiten und das Eintauchen in fremde Kulturkreise verbleibt meist oberflächlich und beschränkt auf das Gespräch mit einzelnen Personen höherer Führungsebene.

Deutlich werden dabei 2 Unterschiede zu den letzten Werken Scholl-Latours: die Enttäuschung über die Unfähigkeit Europas, mit den geänderten weltpolitischen Anforderungen (militärisch wie gesellschaftlich) klar zu kommen und eine Rückbesinnung auf die Stäken der USA und eine sanftere Beurteilung der oftmals als imperialistisch bezeichneten Politik dieses Vielvölkerstaats. Ganz generell ist der Ton sanfter, fast verzeihend geworden. Und trotzdem mischt sich Kritik an die Form der Islamisierung, die zahlreiche Staaten erfasst hat, genau so wie an die fehlende Strategie, wie die freien Nationen damit umzugehen gedenken. Auch die Politik Chinas wird kritischer als in Vorgängerwerken beleuchtet und das das Wort sanft wird dem erwachendem asiatischen Riesen nicht länger vorneweg gestellt.

"Die Angst des Weißen Mannes" bietet weit weniger Punkte, an denen sich der politisch interessierte Leser reiben wird. Trotz allem Pessimismus, den man vom Autor aus vorangegangenen Büchern gewohnt ist, kommen auch positive Entwicklungen wie jene in Brasilien zur Sprache und gleichzeitig werden gefährliche Entwicklungen wie weltweit zunehmender Islamismus und Totalitarismus offen angesprochen, ohne die Schuld dafür stets den westlichen Mächten zuzuschieben. Am Ende überwiegt das Gefühl, wohl das abschließende Buch Peter Scholl-Latours in Händen zu halten und so mischt sich Zufriedenheit über das Gelesene mit der Trauer, dass diese Stimme verstummen könnte.
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