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Kundenrezension

am 26. Februar 2007
Jorge Amado erzählt im letzten Teil seines sechsteiligen Romanzyklus über die brasilianische Hafenstadt Bahia die Geschichten der heimatlosen Kinder um ihren Anführer Pedro Bala. Die Herren des Strandes, wie die Zeitungen sie ehrfurchtsvoll nennen, können ihr Überleben nur durch Raubzüge durch die Villenviertel Bahias sichern. Dabei geraten sie selbst oft in Lebensgefahr. Man begleitet die Strandkinder über einige Jahre hinweg, wobei einer schließlich ein landesweit gesuchter Mörder, ein anderer ein gefährlicher Zuhälter wird. Doch ein Mitglied der Band findet sogar seine Berufung zum Priester und ein anderer, der früher im Schuppen am Strand gelebt hat, wird ein berühmter Maler.

Die soziale Ader Amados wird schon daran deutlich, dass sich der Rest der Bande am Ende des Buches als Kampfbrigade der Gewerkschaften sieht.

Der Schreibstil ist zwar durchaus schön zu lesen, aber nicht wirklich etwas Hochwertiges. Viele Bemerkungen werden einfach zu oft wiederholt, was die Lesefreude teilweise sehr hemmt, da man nahezu die gleiche Passage erst drei Seiten vorher gelesen hat. Außerdem bleiben etliche Dinge ziemlich schleierhaft und die Charaktere sind sehr blass geraten und erscheinen monoton, da man von ihnen immer nur dieselben Gedanken zu lesen bekommt. Dies führt auch dazu, dass die Figuren sich nicht verändern oder weiterentwickeln, was ja wirklich sehr unrealistisch ist.

Dennoch ist das Buch durchaus empfehlenswert, da es um ein Thema geht das gerade heute aktueller ist denn eh und je, obwohl das Buch im Jahr 1937 veröffentlicht wurde: Die Straßenkinder der Millionenmetropolen weltweit, die ihr Überleben nur durch brutale Raubüberfälle sichern können. Vor allem in Südamerika liest man zur Zeit von ausufernder Gewalt zwischen Polizei und Gangsterbanden.

In diesem Zusammenhang kann auch das Buch (und natürlich auch der gleichnamige Film) "City of God '-Die Stadt Gottes" von Paulo Lins empfohlen werden, wobei der Handlungsort dieses Romans die Favela "Cidade de Deus" in Rio de Janeiro ist.

Da einige Rezensenten anmerken, dass es durchaus für Erwachsene geeignet ist, muss ich hinzufügen, dass es sich hierbei keineswegs um ein Kinderbuch handelt, obwohl die Gewaltszenen sich wirklich in Grenzen halten. Stattdessen richtet es sich an Leser ab ca. 16 Jahre, da jüngere eventuell mit der Thematik wenig anfangen können.

Fazit: Die sympathischen Helden machen die enttäuschten Erwartungen nur teilweise wett. Deswegen gibt es gerade noch vier Sterne.
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