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Kundenrezension

am 20. Mai 2014
E.T.A.Hoffmann, führt uns in dieser kleineren Erzählung nach Berlin, wo ein unbekannter Ich-Erzähler, seinen, dem Tode zugehenden Vetter besucht. Einst als Schriftsteller tätig, verbleibt diesem aufgrund einer Lähmung, lediglich noch ein aus dem Fenster gerichteter Blick auf das Straßenleben, eine Tätigkeit, die ihm nun seine Tage auszufüllen vermag. Er sieht sich nun fortan gezwungen, sein dichterisches Potential über den Blick auszudrücken, da es ihm in Folge seiner Körperlähmungen versagt ist, seine hervorsprudelnde Phantasie, zu Papier zu bringen. Doch neben dieser fehlenden Möglichkeit, sein inneres, subjektives Leben nach draußen zu extrovertieren, spielt allerdings noch ein weiterer Aspekt in die Kriese hinein, der das gesellschaftliche Bild des künstlerischen Schaffensprozesses betrifft. Der Vetter musste erkennen, dass sich innerhalb des Volkes, gewisse ökonomische Veränderungen zugetragen haben, die zu einer neuen Auffassung eines Produktes geführt haben, wodurch Konsumgüter, als fertige Waren und nicht mehr als zu erschaffende Objekte angesehen wurden. So berichtet der Vetter dem Gast, von jenem Blumenmädchen, dass auf dem Markt eines seiner Bücher las und nachdem er sich als der Autor vorstellte, auf völliges Unverständnis traf, " Es fand sich, dass das Mädchen niemals daran gedacht, daß die Bücher, welche sie lese, vorher gedichtet werden müßten. Auch das Buch des Schriftstellers sieht sich diesem Umdenken unterworfen, wodurch die Vorstellung für den einzigartigen Fertigungsprozess, an Geltung verloren hat. Doch ein Künstler, zeichnet sich gerade durch seine Gabe der Erschaffung aus und will dementsprechend in seinem Genius von der Gesellschaft verstanden werden, doch wenn dieser, das Bewusstsein für die dafür nötige Vorstellungskraft abhanden gekommen ist, fühlt man sich seines besonderen Wertes beraubt und auf den Status eines bloßen Objektes reduziert. "

Seine fortwährende Leidenschaft findet er nun im Beobachten des Marktgeschehens und im Studieren von Charakterprofilen, wodurch er seinem poetischen Leben wieder Ausdruck verleihen konnte. Als sein Gast eintritt und er ihn bittet einen Blick aus dem Eckfenster zu werfen, fällt ihm gleich sein unbegabter Blick auf und kritisiert, " dem Besucher fehlt ein Auge, welches wirklich schaut ". Es scheint als gelänge es dem Besucher nicht, anhand der Außenwelt, Rückschlüsse und Erkenntnisse nach innen abzuleiten, im Gegensatz zum Schriftsteller, dem es nicht mehr gelingt, sein Innenleben nach draußen zu projizieren. Im folgenden entsteht nun eine Lehrer-Schüler Situation, mit dem Ziel, den Blick des Besuchers zu schärfen. " Auf Vetter ! Ich will sehen, ob ich dir nicht wenigstens die Primizien der Kunst zu schauen beibringen kann ", sagt er euphorisch und sensibilisiert ihn für eine neue Wahrnehmungsweise, die das gesellschaftliche Leben auf der Straße abzubilden vermag.

Ihn im Schauen unterweisend, stellt er nun Betrachtungen über die verschiedensten Typen auf dem Markt an, wobei es scheint, als würde er aus einem Gesamtrahmen, verschiedene Impressionen heraus lösen, um sie dem Blick besser zugänglich zu machen. Es gilt den "Anblick eines scheckichten, sinnverwirrenden Gewühls, des in bedeutungsloser Tätigkeit bewegten Volkes " , in " die mannigfachste Szenerie des bürgerlichen Lebens " umzuwandeln und so das Bild unterschiedlichster Menschen geordnet darzustellen.
Genau diese neue Sichtweise, die die Anschauung nun nicht mehr ästhetisiert oder romantisiert, sondern sie möglichst realistisch und detailreich abbilden soll, hat die Interpretatoren dazu getrieben, dass Werk stilistisch eher zum frühen Realismus zu zählen und es von der Romantik zu distanzieren. Hoffmann, der in diese Erzählung viele biographische Züge hat einfließen lassen, starb kurze Zeit nach der Veröffentlichung
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