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Kundenrezension

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Last der Vergangenheit, 1. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Asterix 35: Asterix bei den Pikten KT (Broschiert)
Nun ist sie also da, die 35. Asterix-Geschichte. Plötzlich und ohne große Ankündigung. Und zum ersten Mal in über 50 Jahren war keiner der beiden Gründer daran beteiligt. René Goscinny ist ja bekanntlich schon vor über 30 Jahren gestorben. Sein letztes Mitwirken ist auf "Asterix bei den Belgiern" zurückzuführen. Albert Uderzo hat seit "Der große Graben" alle Fäden selbst in der Hand gehalten und mit durchaus netten Ideen noch für ein paar schöne Geschichten und Lacher gesorgt. Und dennoch wurde das Niveau merklich schwächer, bis die Reihe mit "Gallien in Gefahr" (2005) und "Asterix und Obelix feiern Geburtstag" (2009) ihren absoluten Tiefpunkt erreichte. Auch ich habe diesen beiden Heften nur einen Stern gegeben. Es konnte eigentlich nur besser werden - und trotzdem hatten die beiden neuen Macher im Hintergrund eine ziemlich große Last zu tragen. Was für großartige Innovationen soll man nach über 50 Jahren noch bringen? Keine leichte Aufgabe für Neutexter Jean-Yves Ferri und Neuzeichner Didier Conrad.

Meine größten Bedenken sind zwar nicht eingetroffen, aber vom Niveau der ehemaligen Asterix-Geschichten ist auch dieser Band meilenweit entfernt. Irgendwie hat man an sehr vielen Stellen das unangenehme Gefühl, dass diese Geschichte von Fans der Reihe erstellt wurde. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad wagen sich zwar an alles heran, was die bisherigen 34 erschienenen Asterix-Geschichten ausgemacht hat, wirken dabei aber oft zaghaft und manchmal sogar hilf- und einfallslos. Sie wollten hier anscheinend alles auf einmal ausprobieren, was oft dazu führt, dass viele Stellen konstruiert und gewollt wirken und der dazugehörige Gag nicht mehr zündet.

Auch die Geschichte ist so schon sehr oft dagewesen. Bei einem Strandspaziergang treffen Asterix und Obelix auf den Pikten Mac Aphon, der - abgesehen von der Tatsache, dass sein kompletter Körper eingefroren ist und er seinem Namen alle Ehre macht - ein großes Problem hat: Sein Rivale, Mac Abberh, hat es nicht nur auf die Herrschaft über alle Pikten, sondern auch auf Mac Aphons Verlobte abgesehen. Es versteht sich von selbst, dass Asterix und Obelix sich dazu bereit erklären, den Pikten bei seiner Reise zu unterstützen. Mit Stimmenelixier und Zaubertrank im Gepäck machen sie sich auf den Weg ins damalige Schottland, nach Kaledonien.
Seltsam jedoch, dass Obelix seinen Idefix freiwillig zu Hause lässt, mit der Angabe, er sei zu klein. Vielleicht täuschen mich meine Erinnerungen, aber hat Obelix seinen kleinen Hund nicht sogar schon nach Ägypten, Großbritannien, Spanien, Korsika oder den fernen Osten mitgenommen? Und wozu braucht man plötzlich Stimmenelixier, um ungewollte Redepausen zu kurieren, wo in der Vergangenheit doch immer ein Schluck Zaubertrank gereicht hat? Man könnte jetzt meinen, dass dies Kleinigkeiten sind, aber mit solchen Details steht und fällt eine Geschichte. Und in meinen Augen sind sie mindestens genauso wichtig wie die üblichen Hiebe für den Barden und die Römer, das Festessen am Ende der Geschichte, die kleinen Streitereien zwischen Asterix und Obelix (die hier leider sehr hyperbolisch dargestellt werden) und die lustige Darstellung fremder Kulturen. Um die Leser zu beruhigen: Diese Details sind natürlich allesamt in der Geschichte zu finden. Manche von ihnen zwar wie erwähnt gewollt und ohne Witz, aber anwesend - frei nach dem Motto: "Hauptsache, wir haben das untergebracht!". Auch wenn die Eigenarten der Pikten ruhig ein wenig mehr in den Vordergrund hätten treten dürfen. Die vielen verschiedenen Stämme, Krieger mit Karomuster, die für unsere Gallier unbekannten Tiere und der Vorgänger von "Nessie", ein verspieltes Ungeheuer namens "Fafnie", sind hier zwar vertreten, aber meiner Meinung nach hat trotzdem zu viel gefehlt - vor allem, wenn man sich nochmal vor Augen führt, mit welchen Meisterleistungen damals die Briten, die Schweizer, die Goten oder die Spanier dargestellt wurden.

Dieser Band ist ein leises Aufatmen für Fans der Asterix-Reihe und ein erster zaghafter Schritt zurück in die richtige Richtung. Aufgrund der fehlenden Fantasy-Elemente hat man endlich wieder das Gefühl, in das Jahr 50 v. Chr. eintauchen zu können. Hoffen wir, dass Jean-Yves Ferri und Didier Conrad nicht direkt die Lust auf Asterix verlieren und sich weitere Geschichten zutrauen. Vielleicht wachsen sie noch dermaßen gut in den Stoff hinein, dass man sie als würdige Nachfolger von René Goscinny und Albert Uderzo bezeichnen kann.
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