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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 8. Januar 2013
Zunächst muss man festhalten, dass das Titelthema, nämlich die Abhängigkeit vom Alkohol, nur ungefähr ein Viertel des Buches ausmacht. Das Thema blitzt zwar immer mal wieder auf, aber im Wesentlichen handelt es sich bei den ersten drei Vierteln fast ausschließlich um Anekdoten aus der Bundesliga der 80er und 90er Jahre - was allerdings wohlgemerkt der Spannung keinerlei Abbruch tut! Was Uli Borowka über Spieler, Trainer, Manager, Medienleute und andere zum Fußballzirkus gehörige Personen der damaligen Zeit schreibt, ist mitunter zum Kaputtlachen amüsant (wie die Geschichte eines Spielers, der zum Orthopäden geschickt wurde und die Praxis nach zwei Stunden, in denen er nicht aufgerufen wurde, wutentbrannt wieder verließ - er hatte nicht gemerkt, dass er sich im Ärztezentrum in der Etage geirrt hatte und im Wartezimmer eines Frauenarztes saß), mitunter stockt einem aber auch der Atem, was in Fußballerkreisen so abging oder abgeht (wenn sich fast komplette Mannschaften volllaufen lassen und sich mit "Bardamen" in Hotels vergnügen).

Und trotz des Erfolges, trotz seiner Beliebtheit, seines zeitweiligen Vermögens und des anfänglich noch guten Ehe- und Familienlebens rutscht Uli Borowka immer tiefer in die Alkoholsucht ab. Dass er heute - nach 12 Jahren als "trockener" Alkoholiker - darüber so offen und auch schonungslos gegen sich selbst schreiben kann, ist beachtlich und verdient höchsten Respekt.
Mitunter wird's zugegebenermaßen für den "Normalleser" ohne eigene Therapieerfahrung argumentativ doch arg abenteuerlich, etwa wenn Borowka seinen damaligen Trainer Otto Rehhagel als "Co-abhängig" bezeichnet, nur weil der nach einem Training, das Borowka aufgrund eines Vollrausches versäumt hat, der Presse erzählte, der Spieler habe wegen eines Magen-Darm-Infektes gefehlt. Aber das ist wohl die Sicht dessen, der eine Therapie absolviert hat - und die soll man ihm lassen.

Der einzige Punkt, der mich ganz massiv gestört hat und für den ich auch einen Stern abziehe, sind die extrem vielen orthographischen und grammatikalischen Fehler in diesem Buch. Bevor weitere Auflagen in den Druck gehen, muss dieser Text unbedingt von einem Korrektor geprüft und verbessert werden. Teilweise fehlt in einem Satz ein entscheidendes Wort ganz, teilweise findet man Vertipper - und mit der Unterscheidung zwischen "das" und "dass" scheint es der Autor Alex Raack nun so gar nicht zu haben.

Ansonsten aber eine unbedingte Kaufempfehlung, weil man hier ein beeindruckendes (auto-)biographisches Bekenntnis und interessante Blicke hinter die Fassade der glänzenden Fußball-Welt in einer äußerst gelungenen, hochinteressanten Mischung bekommt.
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