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Kundenrezension

am 29. Dezember 2013
... hätten die Autoren den Film konsequenterweise nennen sollen. Denn abgesehen von dem in einigen Kommentaren schon bemängelten scheinbar wahllosen Hin- und Hergespringe zwischen Alpen und Nordsee fällt auch auf, dass die ostdeutschen Länder faktisch nicht vorkommen. Den darüber noch längsten Beitrag bekommt ein Braunkohlentagebau bei Jänschwalde. Die Frauenkirche in Dresden und die Wartburg werden in kurzen Beiträgen gezeigt, ein Stück Ostsee überflogen, ein paar Städtenamen fallen, aber das war's dann auch schon. Vom ganzen 113 Minuten langen Film macht das keine 10 Minuten aus. Brocken, Rennsteig, Spreewald, Prora, Meißen, Augustusburg oder die Welterbestätten Quedlinburg, Sanssouci, Weimar, Dessau-Wörlitz, Muskau - nichts davon war offenbar sehens- oder zeigenswert. Mehr als erstaunlich fand ich auch, dass zum Thema Bombenkrieg neben einer langen Reihe westdeutscher Großstädte Magdeburg als einziges ostdeutsches Beispiel für starke Zerstörungen aufgeführt wird (was auch immer dieses Thema überhaupt in einem solchen Film zu suchen hat) - zwar gibt es neuere Belege, dass Hamburg und nicht Dresden die am stärksten zerstörte deutsche Stadt war, aber erwähnen sollte man die Stadt jedenfalls, wenn es um dieses Thema geht. Nun mag man einwenden, dass die Zeit in einem solchen Film begrenzt ist und eben nicht alles gezeigt oder recherchiert werden kann. Das wäre auch richtig. Dafür sind dann aber andere, belanglose Szenen für meinen Geschmack viel zu langatmig. Steinböcken minutenlang beim Grassuchen im Hochgebirge zuzusehen, ist ja ganz nett, aber dann sollte man es wenigstens bei *einem* Filmblock belassen. Wie ein Flug in einem Wingsuit von oben aussieht oder Segelflieger kreisen, hat man als Zuschauer auch schnell begriffen, das muss man dann ebenfalls nicht ewig ausdehnen. Und die Tourismusförderung Berchtesgadener Land hat hoffentlich den Film finanziell gut unterstützt, als Dank dafür, dass diese Region gefühlte 100mal gezeigt und erwähnt wird. Was mir gut gefällt, sind neben den ohne Zweifel tollen Luft- und Bodenaufnahmen die Erklärungen und Animationen am Rande, z.B. die Visualisierungen zum Vogelflug, den Seehund-Routen oder zum römischen Legionslager in Regensburg. An solchen Stellen, wie auch bei mancher Erläuterung am Rande der Bilder läuft das Medium zur Hochform auf und bietet unterhaltsame, noch nicht breit vorhandene Bildung. Die Musik wurde in einigen Bewertungen hier kritisiert - Geschmackssache. Zur "Symphonie der Jahreszeiten" jedenfalls paßt die orchestrale Untermalung durch die Neue Philharmonie Westfalen hervorragend, zumal sie nicht nur handwerklich ordentlich gemacht ist, sondern die jeweiligen Themen auch richtig gut aufgreift und auf den Punkt "synchronisiert" ist. Ich würde sogar so weit gehen und die Musik als das Stärkste an dem Film bezeichnen (ohne damit die Qualität der Bildaufnahmen herabwürdigen zu wollen). Die Gliederung entlang den Monaten eines Jahres mag etwas gewillkürt erscheinen und ist es auch, strukturiert den Inhalt aber, wo man die erwartete geografische Struktur vermisst, und wird zu Beginn auch nett eingeleitet. Alles in allem, auch wenn ich hier eingangs viel Negatives geschrieben habe - der Film ist unbedingt sehenswert. Wenn die Autoren beim nächsten Mal vielleicht noch ein wenig mehr Zeit in eine vernünftige Auswahl stecken und die Dramaturgie straffen, kann das noch richtig großes Kino werden.
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