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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 20. Mai 2007
Die Sparks - da gab es doch Anfang der 90er mal einen ziemlich großen Hit: "When do I get to sing 'My Way'". Als ich zufällig auf "Lil Beethoven" stoße, bin ich neugierig, ob der Zeitpunkt der Sinatra-Werdung bereits erreicht ist.

Auch wenn gleich zu Beginn des Albums das Licht in Ibizas Diskotheken ausgeht und ein Chor betont halbherzig intoniert: "Where did the groove go?" - er geht nicht verloren, tritt nur teilweise zurück hinter fast renaissance-hafte Melodien.

Ich kenne von den Sparks leider nicht viele Alben, dies jedoch ist mir das liebste, und zwei Eigenheiten erscheinen mir sehr typisch: die vielen Klangschichten und die bis zur Penetranz betriebene Wiederholung einzelner Worte oder Phrasen, gelegentlich leicht variiert und dadurch einen feinen Witz aufblitzen lassend. So wird gleich bei Titel zwei die Frage "How do I get to Carnegie Hall?" (thematisch eine kurzweilige Variation auf den eingangs erwähnten Hit) mit Lenins Maxime "Lernen, lernen, nochmals lernen" beantwortet, bei den Sparks also "Practice, man, practise", und da man nie genug üben kann, wird der weise Ratschlag drei oder vier Dutzend mal in einem Song gegeben (und ebenso oft im Booklet abgedruckt). Auch "I married Myself" zählt in nur vier Zeilen die Vorzüge auf, sich selbst zu heiraten ("This time it's gonna last forever"), und doch singt das Bruderduo fast fünf Minuten lang mantraartig von langen Strandspaziergängen und Candlelight-Dinners for one (inklusive kleiner Enya-inspirierter Einlagen) und schließt damit thematisch den Kreis zu ihrem 1974er "Falling in love with myself again". Und jeder, der schon einmal in einer Telefon-Warteschleife hing, wird verstehen, dass man mit "And then she said: Please hold, please hold" einen 4 Minuten-Song locker füllen kann.

"Lil Beethoven" ist ein unglaubliches Album, das kurzweilig, schrullig und verschroben (aber nicht altmodisch) ist und mit seinem subversiven Humor sehr viel Spaß macht. Und das natürlich auch jede Menge Groove hat, wenngleich auch nicht als Discobeat. Dass die beiden Brüder schon länger zusammen Musik machen als ich auf der Welt bin, merkt man absolut nicht. Da ist nichts altbacken, verklärt oder senil, sondern ganz auf der Höhe der Zeit. Für mich ganz klar eine der großen Überraschungen der letzten Zeit. Schade nur, dass dieses komplexe Album nicht mit großem Orchester eingespielt wurde. Das hat Frank Sinatra ihnen leider immer noch voraus.
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