Im September 1988 nahm Michael Palin (der netteste Python) die Herausforderung an, in 80 Tagen um die Welt zu reisen, ohne ein Flugzeug zu benutzen und in etwa der Reiseroute in Jules Vernes Roman zu folgen. Palin kommentiert die Reise witzig, aber sehr informativ, und spätestens wenn sich Palin und sein Passepartout auf einem kleinen Boot im Persischen Gold befinden und quälend langsam vorankommen (was keineswegs langweilig ist), zeigt sich, dass diese Dokumentation anders ist als andere Reiseberichte. Das Minus ist die Synchro auf der DVD. Arte zeigte "In 80 Tagen um die Welt" einige Male in deutscher Version, aber Ascot Elite fertigte eine eigene Synchro an. Obwohl Ascot für verschiedene Personen verschiedene Sprecher benutzt (wogegen der Sprecher in der Arte-Version das Gesagte in diesen Fällen einfach zusammenfasst), wirkt die Synchro weniger professionell. Die Texte sind sehr nahe am englischen Original und wirken im Deutschen daher manchmal etwas sehr holprig. Der Sprecher wirkt zwar bemüht, aber nicht sehr passend für Palin. Ein noch größeres Problem ist das Verhältnis zwischen Originalton und der Synchro. Relativ oft wird nichts gesagt, aber man hört trotzdem kaum die Geräusche oder Musik des Originals, weil beim Abmischen vergessen wurde, die Lautstärke der Vorlage wieder hochzudrehen (die sowieso zu leise ist, selbst wenn der deutsche Sprecher etwas sagt). Daher wirkt die deutsche DVD-Synchro ziemlich steril, manchmal wie ein Stummfilm, über den der Vorführer drüber spricht. Wäre es so schlimm gewesen, wenn man im Hintergrund die originalen Kommentare von Michael Palin leise gehört hätte? Somit bin ich nicht ganz zufrieden, aber immerhin kann man sich die englische Originalversion auch anschauen.